Die 23. Schweriner Literaturtage gehen mit großen Debüts in die dritte Woche

Josefine Rieks, Foto © Tim Bruening

Zu Beginn ihrer dritten Woche präsentieren die Schweriner Literaturtage zwei außergewöhnliche Erstlingswerke. Anja Kampmann, die bereits als Lyrikerin von sich reden machte, hat mit ihrem Buch „Wie hoch die Wasser steigen“ einen überraschenden Roman vorgelegt, der auf Anhieb für den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse nominiert worden war. Lesen wird sie daraus am 22. Oktober um 19.30 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin.

Es geht um Wenzel, Ölbohrarbeiter auf einer Plattform mitten im Meer, der in einer stürmischen Nacht seinen einzigen Freund verliert. Kampmann erzählt in dichter, poetischer Sprache von der Rückkehr aus der Fremde, vom Versuch, aus einer bodenlosen Arbeitswelt zurückzufinden ins eigene Leben. Moderiert wird die Lesung von Kulturjournalist Wolfram Pilz (Vorverkauf im Schleswig-Holstein-Haus).

Anja Kampmann, Foto © Juliane Henrich

„Serverland“, so der Titel des ersten Romans der jungen Autorin Josefine Rieks, mit dem sie am 23. Oktober um 19.30 Uhr zu einem anregenden Gedankenspiel in die Stadtbibliothek einlädt. Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher sind nur noch Elektroschrott. Reiner, Mitte zwanzig, sammelt Laptops aus dieser lange vergangenen Zeit und wird zum Begründer einer Jugendbewegung, die verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt… Josefine Rieks, von Haus aus Philosophin, hat mit einem sezierenden Blick auf unsere Gegenwart einen rasanten und klugen Roman geschrieben. Hörfunkjournalist Wolfgang Heidelk führt als Moderator durch die Lesung, die sicher viele Fragen zum Diskutieren und zum Weiterdenken aufwirft (Vorverkauf in der Stadtbibliothek in den Schweriner Höfen).

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