Die Fritz-Reuter-Bühne spielt wieder im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß

Christoph Reiches Inszenierung "Up’n Heuboehn" feiert am 22. Juni Premiere.

UP’N HEUBOEHN
Foto: Silke Winkler
Der sommerliche Abstecher in die Scheune Hufe V des Freilichtmuseums Schwerin-Mueß ist bei der Fritz Reuter-Bühne schon lange Tradition. Und so wird die Niederdeutsche Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters auch in diesem Sommer in diesem ländlich idyllischen Ambiente für beste Unterhaltung sorgen. „Up’n Heuboehn“ heißt das Programm, in dem sich alles um das große Thema der Liebe dreht. Die Premiere findet am 22. Juni um 18 Uhr statt.
 
Ein plötzlicher, starker Sommerregen und außer einer Scheune ist weit und breit keine Möglichkeit zum Unterstellen zu sehen. Zum Glück ist das Tor unverschlossen und auf dem Heuboden, inmitten von Strohballen lässt sich das Unwetter gut abwarten. So ergeht es einer buntgemischten Gesellschaft, die sich unter diesen Umständen zum ersten Mal zusammenfindet. Als einer aus der Gruppe sein Akkordeon auspackt, breitet langsam eine gemütliche Stimmung aus und einer nach dem anderen erzählt eine Geschichte oder singt ein Lied. Alle handeln sie von der Liebe und ihren zahlreichen Facetten: Die erste große Liebe, die heimliche Liebe, die Liebe auf den ersten Blick aber auch die unerfüllte Liebe. Das Publikum erwartet ein höchst unterhaltsames wie musikalisches Programm aus kleinen Geschichten und unterschiedlichen Liedern – von den Comedian Harmonists über Volkslieder und plattdeutsche Klassiker bis hin zum Schlager.
 
Regie führt der Schauspieler Christoph Reiche. Die plattdeutsche Sprache ist dem gebürtigen Rostocker bereits in die Wiege gelegt worden und genau diese Verbundenheit wird deutlich, sobald Reiche die Bühne betritt. Schon seit 2012 ist er bei der Fritz-Reuter-Bühne festes Ensemblemitglied und erfreut sich beim Publikum großer Beliebtheit, sei es Trikotagenhersteller Wilhelm Gisecke in „Im weißen Rössl“, als Alfred P. Doolittle in „My fair Lady“, als Hinrich Seute in „Ein Hart ut Schockolaad“ oder zuletzt als Klodeckelfabrikant Hubertus Heppelmann in „Dat Wunner von San Miguel“. Inszeniert hat er auch schon für die Fritz-Reuter-Bühne, z.B. „Willkamen in de Wesseljohrn!“, „Kiek dankbor trüch up’t Johr“ und das Weihnachtsprogramm „Disse Tied vull Heimlichkeit“. Nicht zuletzt wegen diesem vielseitigen Engagement entschloss sich die Jury der Gesellschaft der Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin e.V. Christoph Reiche mit dem diesjährigen Conrad-Ekhof-Preis auszuzeichnen.

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