Die gemachten Erfahrungen waren großartig

Vier Tage besuchten 22 Studentinnen und Studenten aus den USA Schwerin. Sie wollten sich über die Integrationsarbeit in der Stadt informieren und nahmen viele neue Eindrücke mit.

Studentinnen und Studenten aus Duluth machten sich vier Tage ein Bild über die Integrationsarbeit in Schwerin
Foto: Dario Rochow | Schwerin-Lokal.de

 

Es waren anstrengende, aber zugleich auch sehr lehrreiche vier Tage in Schwerin: 22 Studentinnen und Studenten des College of St. Scholastica, einer privaten Universität in Duluth (Minnesota), wollten sich in Schwerin einen Überblick über das Thema Integration verschaffen. Professorin Connie Gunderson war schon im vergangen Jahr mit einer Studiengruppe in der Landeshaupstadt gewesen. In diesem Jahr nun der zweite Besuch. 

 

Verstehen was in Deutschland passiert ist 

 

Der Kontakt nach Schwerin war im Jahr 2016 entstanden. Claus Oellerking und Almuth Lüpkes reisten damals durch die USA. In Deutschland war gerade die Flüchtlingskrise auf dem Höhepunkt.  Oellerking und Lüpkes engagierten sich vor Ort in der Flüchtlingshilfe Schwerin. Spontan erklärten sie sich damals bereit am College of St. Scholastica einen Vortrag über die Flüchtlingsarbeit in Schwerin zu halten. Diesem Kontakt folgte wenige Monat die Idee mit einer Studentendelegation nach Schwerin zu reisen. Im Mai letzten Jahres wurde aus der Idee eine konkrete Umsetzung. Damals hatte den Teilnehmern die Reise so gut gefallen, dass die Universität auch in diesem Jahr einen Besuch plante. 

___STEADY_PAYWALL___

Am vergangenen Donnerstag erreichte die Gruppe dann Schwerin. Das Programm war von Anfang an vollgepackt. Besuch des Landtages, Diskussion mit Landespolitikern, Empfang im Stadthaus, Vor-Ort-Termin zum Thema Integration durch Arbeit bei der Handwerkskammer Schwerin. Im Wirtschaftsministerium informierten sich die US-Studenten über Landesmaßnahmen zur Integration von geflüchteten Menschen. 

Dazwischen immer wieder Begegnungsmöglichkeiten mit den geflüchteten Menschen. Die jungen Frauen und Männer aus den USA wollen verstehen, was in Deutschland 2015 passiert ist und vor welche Herausforderungen das Land seit dem steht. Es waren sehr viele Eindrücke, die die Studenten in den Tagen aufgenommen haben. 

 

Schwerin kann zeigen was im Moment in der Welt passiert

 

Für Connie Gunderson sind die Beziehungen wichtig. Die Professorin ist fest davon überzeugt, dass man auch hier in Schwerin in der Begegnung mit den geflüchteten Menschen verstehen kann, was im Moment in der Welt passiert. „Für mich sind Menschenrechte ein wichtiger Faktor“, so Gunderson. Hier könnten sich die Studentinnen und Studenten ein gutes Bild darüber machen. 

 

Video zum Besuch 

 

 

Am vergangenen Montag ging es dann weiter nach Bremen. Auch hier wird es noch einmal um Begegnung mit geflüchteten Menschen gehen. Freitag geht es dann wieder von Berlin aus nach Duluth. Sarah Moegenburg spricht am vergangenen Sonntag für die meisten Teilnehmer der Reise. „Es sind echt anstrengende Tage, aber die Erfahrungen die wir hier machen durften, waren großartig.“

 

Henning Kobs

Journalist. Wohnt in Braunschweig. Schreibt seit der Gründung im Jahr 2013 als freier Mitarbeiter gelegentlich für unsere digitale Tageszeitung. Er arbeitet vor allem im Back-Office der Redaktion.

Diskutieren Sie gerne mit