Die richtige Ernährung für Kinder

Den Nachwuchs großzuziehen, ist nicht immer einfach. So sorgt die Ernährungsfrage oft für Querelen am Esstisch. Doch das muss nicht sein.

 

Viel hängt beispielsweise davon ab, wie man den Kids Essen schmackhaft macht. Das gemeinsame Kochen mit Kindern kann diesbezüglich Wunder wirken. Denn über eines müssen sich Eltern im Klaren sein: Gesunde Ernährung hat für Kinder überhaupt keinen Stellenwert. Sie essen, was sie mögen und was sie neugierig macht.

Für Eltern bedeutet das allerdings auch: Sie müssen beim Thema Essen Vorbild sein. Wer selbst ständig zu Fast Food und Süßigkeiten greift, darf sich nicht wundern, wenn die Kleinen das auch möchten. Schließlich lernen Kinder, indem sie Verhalten nachahmen. Das können Eltern sich aber auch zunutze machen, wenn Lebensmittel auf den Tisch kommen, die ein Kind noch nicht kennt. Wenn die Eltern diese mit Genuss essen, sorgt die kindliche Neugier oft dafür, dass der Nachwuchs auch mal probieren möchte – eine Garantie, dass es ihm schmeckt, gibt es aber nicht.

 

Unterschiede in der Ernährung

Zwischen der Ernährung von Kindern und Erwachsenen bestehen große Unterschiede. Während Erwachsene im Prinzip nur die Kalorien und Nährstoffe ersetzen müssen, die sie verbraucht haben, haben Kinder je nach Entwicklungsphase unterschiedlichen Bedarf. In den Wachstumsphasen brauchen sie vor allem Kalzium, Eisen, Jod, Selen, Folsäure und die Vitamine A, B und C. Für den im Aufbau befindlichen Stoffwechsel, die ständige Bildung neuer Zellen sowie für den Erhalt der Körpertemperatur brauchen Kinder mehr Energie als Erwachsene. Deshalb sollte kindergerechte Ernährung auch mehr gesunde Fette enthalten als die Erwachsener. Empfohlen wird, dass der Anteil Fett in der täglichen Energiezufuhr etwa 20 bis 30 Prozent ausmacht.

Grundsätzlich aber sollten Kinder eine ausgewogene Mischkost mit einem hohen Anteil an Gemüse, Obst und Vollkornprodukten zu sich nehmen. Darüber hinaus plädieren Kinderärzte für eine ausreichende Versorgung mit Milchprodukten.

 

Gemeinsam essen ist wichtig

Doch nicht nur was gegessen wird, spielt in der kindgerechten Ernährung eine große Rolle, sondern auch wie oft. Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder weniger Speicherkapazität für die Nährstoffe, die sie mit der Nahrung aufnehmen. Daher sind fünf regelmäßige Mahlzeiten pro Tag wichtig. Diese sollten aus den drei Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendbrot sowie zwei Zwischenmahlzeiten bestehen – bei Schulkindern das Pausenbrot sowie ein Snack am Nachmittag.

Auch wenn sich der Alltag von Familien heute ganz anders gestaltet als zu Zeiten, in denen gemeinsame Mahlzeiten gängig waren: Kinder brauchen die Rituale des gemeinsamen Essens. Nicht nur, weil sie durch Nachahmen lernen, sondern auch, weil gemeinsame Mahlzeiten der Kommunikation dienen und den Spaß am Essen fördern. Wie wichtig die gemeinsame Nahrungsaufnahme ist, zeigte vor einiger Zeit eine Meta-Analyse des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin. Dieser zufolge haben Kinder, die regelmäßig zusammen mit ihren Eltern essen, ein geringeres Risiko für Übergewicht, sie entwickeln ein gutes Gefühl für Portionsgrößen und essen weniger oft zwischendurch.

Gerade für Kids, die eher mäkelige Esser sind, ist außerdem Bewegung immens wichtig, denn dadurch wird der Stoffwechsel angekurbelt. Das verbraucht Energie, auf den sie ganz natürlich mit Hunger reagieren.

Redaktion

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