Diese Versicherungen sind besonders wichtig für Selbstständige

Das Jahr 2020 hat viele Menschen wirtschaftlich vor große Herausforderungen gestellt. Manche Branchen jedoch – insbesondere der digitale Bereich – erlebten einen Aufschwung. Wer als Gründer die richtige Nische findet, hat daher momentan gute Chancen, richtig durchzustarten und sich auf dem Markt zu etablieren.


 

Welche Versicherungen Sie benötigen, hängt zum Teil von der Art und der Größe Ihres Unternehmens ab. Die Wichtigsten haben wir Ihnen übersichtshalber zusammengetragen.

Personenversicherungen

Stellen Sie zunächst sicher, dass Sie und Ihr Start-up gut versichert sind. Vom Staat gesetzlich vorgeschrieben sind Kranken- und Pflegeversicherung. Dabei ist der Abschluss entweder einer privaten oder einer gesetzlichen Krankenversicherung möglich. Privatversicherte genießen im Krankheitsfall mehr Komfort und werden bevorzugt behandelt. Dafür kann sich die Versicherung vor allem im Alter als Kostenfalle erweisen. Als gesetzlich Versicherter sind Sie automatisch auch pflegeversichert, andernfalls müssen Sie zusätzlich eine private Pflegeversicherung abschließen.

Wie Sie die Altersvorsorge gestalten, ist Ihnen in den meisten Fällen freigestellt. Selbstständige Lehrer, Hebammen, Handwerker, Künstler und Publizisten sind jedoch verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Außerdem ergibt gegebenenfalls der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung Sinn. Sollten Sie erkranken und Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, hilft sie Ihnen dabei, Ihren Lebensstandard beizubehalten. Jüngere Versicherte zahlen geringere Beiträge als ältere, weswegen es sich lohnt, diese Versicherung bereits frühzeitig abzuschließen.

Haftpflicht und Rechtsschutz

Die Haftpflichtversicherung greift dann, wenn durch Ihr Verschulden Schäden an Gütern oder an der Person Dritter verursacht werden. Ohne diese Versicherung im privaten Bereich sollten Bürger kaum das Haus verlassen. Aber auch im beruflichen Kontext ist die Betriebshaftpflichtversicherung nicht zu vernachlässigen. Es gibt verschiedene Arten von Haftpflichtversicherungen, über die Sie hier einen Überblick bekommen. Je nachdem, wie Ihr Unternehmen konzipiert ist, lohnen sich Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, Kfz-Versicherung, Produkthaftpflicht und andere Policen. Eine Rechtsschutzversicherung sorgt dafür, dass Sie im Falle eines Rechtsstreites die Kosten nicht selbst tragen müssen – diese können nämlich schnell in enorme Höhen steigen.

Versicherungen für das Unternehmen

Solo-Selbstständige sind auch in puncto Versicherungen nur für sich selbst zuständig. Beschäftigen Sie jedoch Mitarbeiter, sind Sie dazu verpflichtet, deren Sozialabgaben zu leisten. Außerdem ist es üblich, Personenversicherungen wie Krankenversicherung, Unfallversicherung und Altersvorsorge für die Mitarbeiter zu übernehmen. Vor allem, wenn Sie laufende Kosten für Ihre Mitarbeiter und für zusätzliche Räumlichkeiten zu tragen haben, sind außerdem Sachversicherungen empfehlenswert. Diese übernehmen Gehälter und Kosten, die entstehen, wenn beispielsweise durch Naturereignisse Schäden am Inventar oder den Räumlichkeiten entstanden sind. Die Betriebsunterbrechungsversicherung zahlt Löhne und Mieten, für den Fall, dass das Unternehmen die Tätigkeit pausieren muss. Die Geschäftsinhaltsversicherung sichert die Arbeitsgegenstände und das Inventar ab – gewissermaßen wie eine Hausratversicherung für den gewerblichen Bereich. Eine Elektronikversicherung kommt für Kosten auf, die durch Reparatur und Wartung elektronischer Arbeitsgeräte entstehen.

Redaktion

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