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Auftakt am Pfaffenteich
De Zuariner gewinnen Sprint Cup beim Drachenbootfestival in Schwerin

De Zuariner entscheiden den Sprint Cup in Schwerin für sich. Rund 2.000 Aktive und 77 Teams werden beim 33. Drachenbootfestival auf dem Pfaffenteich erwartet.

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  • Veröffentlicht August 15, 2026
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Mit kräfti­gen Pad­delschlä­gen über den Pfaf­fen­te­ich: Beim Drachen­boot­fes­ti­val in Schw­erin kämpfen die Teams um jede Sekunde. Foto: Drachen­boot­fes­ti­val

 


In Kürze:

  • De Zuar­iner gewin­nen den Sprint Cup zum Auf­takt des 33. Drachen­boot­fes­ti­vals in Schw­erin vor den Stern­burg­er Palet­ten und den neu.sw Strom­schnellen.
  • Für das Fes­ti­val vom 14. bis 16. August sind 77 Teams und rund 2.000 Aktive gemeldet; die Ver­anstal­ter erwarten etwa 35.000 Besuch­er.
  • Auf dem Pfaf­fen­te­ich ste­hen Ren­nen über 100, 200 und 1.000 Meter sowie ein Rah­men­pro­gramm mit Open-Air-Par­tys und Höhen­feuer­w­erk auf dem Pro­gramm.

Das Team de Zuar­iner hat am Fre­itagabend den Sprint Cup beim Drachen­boot­fes­ti­val in Schw­erin gewon­nen. Auf der 100 Meter lan­gen Strecke auf dem Pfaf­fen­te­ich set­zte sich die Schw­er­iner Mannschaft gegen sechs weit­ere Teams durch. Ins­ge­samt wur­den zum Auf­takt des dre­itägi­gen Fes­ti­vals 21 Ren­nen aus­ge­tra­gen.

Den zweit­en Platz belegten die Stern­burg­er Palet­ten, Rang drei ging an die neu.sw Strom­schnellen der Stadtwerke Neubran­den­burg. Dahin­ter fol­gten die Stadtwerke Parchim, die Agridrag­ons, Hoch­TouriG und Die Hex­en­jäger. Die sieben Mannschaften mussten jew­eils sechs­mal aufs Wass­er und trat­en dabei in direk­ten Duellen gegeneinan­der an.

De Zuar­iner knüpften dabei an ihre Leis­tung aus dem ver­gan­genen Jahr an. Im zweit­en Ren­nen benötigte die Mannschaft 30,72 Sekun­den für die 100 Meter und blieb damit lediglich fünf Hun­dert­s­telsekun­den über ihrer Vor­jahres­bestzeit. „Das ist nicht mal ein Wim­pern­schlag“, erk­lärten Michael Nowack und Chris Richter von der gast­geben­den Kanuren­nge­mein­schaft Schw­erin (KRG). Sie sprachen von einem „überzeu­gen­den Auftritt“ des Teams.

 

Foto: Drachen­boot­fes­ti­val

 

Der Sprint Cup bildete am Fre­itag den Auf­takt des 33. Drachen­boot­fes­ti­vals, das noch bis Son­ntag, 16. August, auf dem Pfaf­fen­te­ich läuft. Ins­ge­samt sind nach Angaben der Ver­anstal­ter 77 Teams gemeldet. Rund 2.000 Aktive aus dem Freizeit- und leis­tung­sori­en­tierten Bere­ich sollen an den drei Fes­ti­val­t­a­gen aufs Wass­er gehen. Die Ver­anstal­ter rech­nen mit etwa 35.000 Besuch­ern.

21 Rennen beim Sprint Cup in Schwerin

Gefahren wurde der Sprint Cup im soge­nan­nten Last-Man-Stand­ing-Modus. Dabei trat­en jew­eils zwei Boote auf der 100-Meter-Strecke direkt gegeneinan­der an. Der Start befand sich auf Höhe des Arse­nals, gefahren wurde par­al­lel zum Südufer des Pfaf­fen­te­ichs.

Bei Tem­per­a­turen von noch rund 30 Grad beim let­zten Start kurz vor 19.30 Uhr ver­langten die kurzen Ren­nen den Mannschaften einiges ab. Weil keine Stechen notwendig waren, kon­nte der Wet­tbe­werb schneller als vorge­se­hen been­det wer­den.

Neben erfahre­nen Teams gin­gen auch Neulinge an den Start. Dazu gehörten Die Hex­en­jäger aus Schw­erin, deren Mit­glieder aus der Pflege­branche kom­men. Für die Mannschaft stand nach eige­nen Angaben vor allem das gemein­same Erleb­nis im Vorder­grund.

Nach den Ren­nen wur­den alle sieben Mannschaften auf der Bühne geehrt. Axel Schulz von den Stadtwerken Schw­erin über­re­ichte Preise und Wan­der­pokal. Die Stadtwerke kündigten zugle­ich an, den Drachen­boot­sport und das Fes­ti­val weit­er­hin unter­stützen zu wollen.

77 Teams beim Drachenbootfestival

Nach dem Sprint Cup ste­hen am Woch­enende die weit­eren Wet­tbe­werbe auf dem Pfaf­fen­te­ich an. Für die reg­ulären Ren­nen sind sechs Bah­nen mit jew­eils 200 Metern Länge ein­gerichtet. Hinzu kom­men die 100-Meter-Quer­strecke für die Sprints sowie eine 1.000-Meter-Runde für die Langstreck­en­ren­nen.

 

Siegerehrung gestern Abend. Foto: Bar­bara Arndt

 

Eine Beson­der­heit des Schw­er­iner Fes­ti­vals ist die Mis­chung aus Freizeit­mannschaften und leis­tung­sori­en­tierten Teams. Zahlre­iche Mannschaften wer­den von Unternehmen und anderen Ein­rich­tun­gen aus der Region gestellt. Die Ren­nen wer­den von ein­er Bühne aus mod­eriert und zusät­zlich auf eine LED-Lein­wand über­tra­gen.

Auch abseits der Ren­nen gibt es ein umfan­gre­ich­es Pro­gramm. Für Fre­itag- und Sam­stagabend sind Open-Air-Par­tys vorge­se­hen. Am Sam­stag soll um 22.45 Uhr ein Höhen­feuer­w­erk über dem Pfaf­fen­te­ich gezün­det wer­den.

Drachenboote wiegen rund 250 Kilogramm

Ein Drachen­boot ist ein langes, schmales Pad­del­boot, das tra­di­tionell mit einem Drachenkopf am Bug und einem Drachen­schwanz am Heck verse­hen wird. Ein Stan­dard­boot ist rund 12,5 Meter lang, 1,16 Meter bre­it und wiegt etwa 250 Kilo­gramm.

Zur Mannschaft gehören 20 Pad­dler sowie eine Per­son am Steuer­rud­er und ein Tromm­ler, der den Takt vorgibt. Mit voll­ständi­ger Besatzung kann ein Drachen­boot ein Gesamt­gewicht von bis zu zwei Ton­nen erre­ichen und Geschwindigkeit­en von etwa 20 Kilo­me­tern pro Stunde erzie­len.

Seine his­torischen Wurzeln hat der Drachen­boot­sport in Chi­na. Ein­er Über­liefer­ung zufolge ste­hen die Ren­nen mit dem Tod des chi­ne­sis­chen Dichters und Poli­tik­ers Qu Yuan im Jahr 278 vor Chris­tus in Verbindung. Heute wird der Sport weltweit betrieben.

Nach Angaben des Deutschen Kanu-Ver­ban­des gibt es in Deutsch­land etwa 100 organ­isierte sowie rund 2.000 nicht organ­isierte Drachen­boot­teams mit ins­ge­samt schätzungsweise 35.000 Sportlern.

Lange Tradition in Schwerin

Auch in Schw­erin hat der Drachen­boot­sport inzwis­chen eine mehr als 30-jährige Geschichte. 1993 wurde der Drachen­bootvere­in Schw­erin gegrün­det. Nach Angaben der Ver­anstal­ter war er der erste Vere­in dieser Sportart in Meck­len­burg-Vor­pom­mern.

Aus zunächst kleineren Ren­nen auf dem Pfaf­fen­te­ich entwick­el­ten sich bis Ende der 1990er-Jahre regelmäßige Wet­tbe­werbe. Sie bilde­ten die Grund­lage für das heutige Drachen­boot­fes­ti­val.

Ver­anstal­tet wird das Fes­ti­val von der Kanuren­nge­mein­schaft Schw­erin. Nach Angaben der KRG sind neben Vere­ins­mit­gliedern mehr als 100 frei­willige Helfer an der Organ­i­sa­tion beteiligt.