Sa, 14. Februar 2026
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Sport, Party, Feuerwerk:
Drachenbootfestival begeistert 35.000 Besucher

Schwerin feierte drei Tage lang am Pfaffenteich: 2.500 Paddler lieferten packende Rennen, 35.000 Besucher jubelten, tanzten und staunten – beim 32. Drachenbootfestival mit Sport, Party und Feuerwerk.

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  • Veröffentlicht August 25, 2025
Drachenbootfestival Schwerin
Rund 2.500 Pad­dler trafe sich am Woch­enende am Pfaf­fen­te­ich. Foto: Frank Faulen­bach

 

Drei Tage lang bebte der Pfaf­fen­te­ich: Mit sportlichem Ehrgeiz, aus­ge­lassen­er Stim­mung und einem Höhen­feuer­w­erk als glanzvollem Höhep­unkt hat das 32. Drachen­boot­fes­ti­val in Schw­erin am Woch­enende rund 2.500 Pad­dler und 35.000 Besucherin­nen und Besuch­er in die Lan­deshaupt­stadt gelockt.

Bere­its der Auf­takt am Fre­itag ließ die Fes­ti­val­stim­mung hochkochen. Beim Stadtwerke Sprint Cup kämpften sieben Teams in ins­ge­samt 23 Duellen um Bestzeit­en – und das erfol­gre­ich­ste Team hieß „De Zuar­iner“ aus Schw­erin.

 

Das erfol­gre­ich­ste Team beim Stadtwerke_Cup hieß „De Zuar­iner“ aus Schw­erin. Foto: Frank Faulen­bach

 

Alle sechs Ren­nen entsch­ieden sie sou­verän für sich und set­zten mit Zeit­en unter 31 Sekun­den ein erstes Aus­rufeze­ichen. Auch im let­zten Lauf mobil­isierten die Pad­dler noch ein­mal alle Kräfte und siegten mit 30,67 Sekun­den. Damit waren sie die klaren Gewin­ner des Cups und sorgten früh für Begeis­terung am Ufer. Platz zwei belegte das Team „Stern­burg Palet­ten“ vor den „Agridrag­ons“, eben­falls aus Schw­erin. Nach der Siegerehrung gehörte die Bühne am Südufer ganz dem Par­tyvolk: Pow­er-DJ Christage brachte mit „Beat the Night“ und vie­len weit­eren Hits die Menge zum Tanzen und Mitsin­gen. Bis Mit­ter­nacht bebte das Fes­ti­val­gelände, und viele Besuch­er wech­sel­ten später noch in die Clubs der Stadt, um die Nacht fortzuset­zen.

Wetterkapriolen am Samstag – große Sieger auf der Langstrecke

Der zweite Fes­ti­val­t­ag forderte die Sportler beson­ders. Bere­its am Mor­gen starteten die ersten Vor­läufe, doch eine steife Brise kräuselte die Wasser­ober­fläche und machte die Ren­nen unberechen­bar. In der Mit­tagszeit zogen dun­kle Wolken auf, kurze Regen­schauer dro­ht­en den Ablauf zu stören. Ver­anstal­ter und Sicher­heit­skräfte beobachteten die Wet­ter­lage akribisch, die Wasserwacht stand bere­it. Doch trotz Wind, Wellen und Gis­cht ließen sich die Teams nicht brem­sen. „Das war eine echt starke Leis­tung von allen Beteiligten. Es ist großar­tig, wie ver­ant­wor­tungsvoll alle bei unserem Drachen­boot­fes­ti­val mitwirken“, sagte Michael Nowack, Vor­sitzen­der der Kanuren­nge­mein­schaft Schw­erin (KRG).

Nach ein­er kurzen Pause set­zte sich die Sonne wieder durch, und so kon­nten die 1.000-Meter-Rennen plan­mäßig durchge­führt wer­den. 74 Teams gin­gen an den Start, in den Kat­e­gorien Busi­ness, Damen, Mixed und Open wur­den die Sieger ermit­telt. Die Strecke ver­langte Kon­di­tion, Koor­di­na­tion und eine per­fek­te Tak­tik – und sie bot den Zuschauern pack­ende Duelle.

Die Ergebnisse über 1.000 Meter:

Busi­ness: 1. Platz T&T Pumps (04:32,37) | 2. Platz Die Greisheili­gen (04:42,87) | 3. Platz Rebus Tor­pe­dos (04:44,41)

Damen: 1. Platz HKC21 Unit­ed Women Han­nover (04:35,57) | 2. Platz Arabros (04:51,42) | 3. Platz KfRG BalticBären (04:52,04)

Mixed: 1. Platz ABC Team (04:16,29) | 2. Platz HKC21 All Sports Team Han­nover (04:20,08) | 3. Platz BDC Mixed (04:20,13)

Open: 1. Platz Thun­der Drag­ons (04:08,23) | 2. Platz Wannsea Drag­ons (04:12,12) | 3. Platz Amber (04:18,11)

Am frühen Abend wur­den die Sieger auf der großen Bühne gebührend gefeiert – ein Spalier aus jubel­nden Sportlern würdigte ihre Leis­tun­gen. Kaum verk­lun­gen, über­nahm erneut DJ Christage die Turnta­bles.

 

Ein Spalier aus jubel­nden Sportlern würdigte am Sam­stag die Leis­tun­gen. Foto: Frank Faulen­bach

 

Unter dem Mot­to „Leg­ends on the Dance­floor“ ver­wan­delte er das Südufer in einen Open-Air-Club, bevor das große Höhen­feuer­w­erk das High­light des Abends set­zte: zehn Minuten lang erstrahlten bunte Lichter über dem Pfaf­fen­te­ich und spiegel­ten sich im Wass­er. Für viele Besuch­er ist dieses Spek­takel der eigentliche Höhep­unkt des Fes­ti­vals.

Finals am Sonntag: Spannung, Emotionen und große Wertschätzung

Am Son­ntag­mor­gen zeigten sich die Pad­dler trotz der lan­gen Par­ty­nacht hochmo­tiviert. Um 9 Uhr starteten die Zwis­chen­läufe der Mixed Sport- und Cham­pi­onsklasse. Schlag auf Schlag, im Acht-Minuten-Takt, fol­gte ein Ren­nen dem näch­sten. Ins­ge­samt 107 Mal hieß es „Are you ready? Atten­tion! Go!“. Die bei­den langjähri­gen Fes­ti­valmod­er­a­toren Chris­t­ian Mashen und Robert Witt führten mit Charme und Fach­wis­sen durch das Pro­gramm, informierten über Teams, Zeit­en und Tak­tiken – und sorgten mit Musik­beats für Stim­mung auf den Rän­gen.

Beim A‑Finale der Cham­pi­onsklasse Mixed kam es sog­ar zu einem sel­te­nen Fehlstart, der für Gelächter bei Teams und Zuschauern sorgte. Danach aber wurde es ernst: Sechs Boote liefer­ten sich ein hochk­las­siges Duell, alle erre­icht­en Zeit­en unter 50 Sekun­den. „Das unter­stre­icht den hohen Anspruch dieser Teams. Die Zeit­en sind wirk­lich Spitze“, erk­lärte Chris Richter von der KRG.

 

Die besten Team wur­den zum Abschluss des Fes­ti­vals geehrt. Foto: Frank Faulen­bach

 

Die anschließende Siegerehrung dauerte mehr als eine Stunde. Neben den besten Teams der B- und A‑Finals über 200 Meter wurde auch das inklu­sive Vielfal­ter-Team der Dreesch­er Werk­stät­ten geehrt. Unter großem Jubel und tosen­dem Applaus betrat­en die Sport­lerin­nen und Sportler die Bühne. Viele waren zu Trä­nen gerührt, als Chris Richter die Zuschauer auf­forderte: „Danke für den Respekt und den Applaus. Das macht Sport aus.“ Dieser Moment war ein­er der emo­tion­al­sten des gesamten Woch­enen­des.

Festival mehr als nur Sportereignis

Doch das Drachen­boot­fes­ti­val bot nicht nur Sport. Am Ufer rei­hte sich ein Teamzelt ans näch­ste, die Gas­tronomie lock­te mit regionalen Spezial­itäten und kühlen Getränken, das AWO-Kinder­land bot Spiele und Kinder­schminken, dazu sorgte ein Fahrgeschäft am Nor­dufer für Spaß. So ent­stand eine Run­dum-Atmo­sphäre, die Fam­i­lien eben­so begeis­terte wie Sport­fans und Par­tygänger.

„Ich wollte eigentlich nur ein biss­chen Drachen­boote guck­en. Jet­zt bin ich schon seit zwei Stun­den hier“, meinte eine Besucherin lachend – stel­lvertre­tend für viele, die sich spon­tan von der Fes­ti­val­stim­mung mitreißen ließen.

Auch die Ver­anstal­ter zeigten sich zufrieden: „Wir sind dur­chaus stolz, dass aber­mals 35.000 Gäste zum diesjähri­gen Drachen­boot­fes­ti­val gekom­men sind. Tolle sportliche Leis­tun­gen und aus­ge­lassenes, friedlich­es Feiern machen unser Fes­ti­val zu einem begeis­tern­den Event in der Wel­terbe- und Leben­shaupt­stadt. Ein Dankeschön geht an alle, die uns dabei unter­stützen“, erk­lärten Chris Richter und Michael Nowack.

Helfer im Hintergrund – und Ausblick auf 2026

Ein großes Dankeschön ging auch an die rund 100 frei­willi­gen Helferin­nen und Helfer, die von der Ver­sorgung über die Sicher­heit bis hin zur Organ­i­sa­tion an den Ste­gen für rei­bungslose Abläufe sorgten. Ohne sie wäre ein Fes­ti­val dieser Größenord­nung kaum denkbar.

Mit der Abschlussfeier am Son­nta­gnach­mit­tag endete ein Woch­enende, das Sport, Emo­tion und Lebens­freude vere­inte.

Transparenzhinweis:

In ein­er älteren Ver­sion unseres Artikels gaben wir schon einen Ter­min für 2026 bekan­nt. Das war ein Fehler der Redak­tion. Ein Ter­min für das Drachen­bootren­nen im kom­menden Jahr ste­ht noch nicht fest.