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Überraschung am Pfaffenteich:
Drachenbootfestival macht 2027 Pause

Das Drachenbootfestival Schwerin endet mit einer Rekordzeit und einer überraschenden Nachricht: 2027 soll das Festival pausieren. Die langjährigen Cheforganisatoren ziehen sich zurück.

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  • Veröffentlicht August 17, 2026
Enge Ren­nen auf dem Pfaf­fen­te­ich: Beim Drachen­boot­fes­ti­val in Schw­erin kämpften die Teams auf der 200-Meter-Strecke um die besten Zeit­en. Foto: Stef­fen Schulze

 


In Kürze:

  • Das Drachen­boot­fes­ti­val Schw­erin soll 2027 pausieren; ein Ter­min für eine Rück­kehr ste­ht bis­lang nicht fest.
  • Die langjähri­gen Chefor­gan­isatoren Michael Nowack und Chris Richter ziehen sich aus der Fes­ti­valleitung zurück, die KRG muss sich organ­isatorisch neu auf­stellen.
  • Fette Motte and Friends aus Neubran­den­burg gewann die Cham­pi­onsklasse Mixed in 45,73 Sekun­den – laut Ver­anstal­ter Reko­rd beim Fes­ti­val.

 

Das Drachen­boot­fes­ti­val Schw­erin wird im kom­menden Jahr voraus­sichtlich nicht stat­tfind­en. Zum Abschluss der diesjähri­gen Auflage am Son­ntag kündigten die Chefor­gan­isatoren Michael Nowack und Chris Richter eine Pause an. Zuvor hat­ten Tausende Zuschauer am Pfaf­fen­te­ich die let­zten Ren­nen des dre­itägi­gen Fes­ti­vals ver­fol­gt.

Nach Angaben der Ver­anstal­ter kamen über das Woch­enende ins­ge­samt rund 35.000 Zuschauer an den Pfaf­fen­te­ich. Sportlich set­zte das Team Fette Motte and Friends aus Neubran­den­burg den Schlusspunkt: Im A‑Finale der Cham­pi­onsklasse Mixed benötigte die Mannschaft für die 200 Meter 45,73 Sekun­den – laut Ver­anstal­ter die schnell­ste bis­lang beim Fes­ti­val gefahrene Zeit. Damit ging auch der seit 2011 vergebene Wan­der­pokal erneut nach Neubran­den­burg.

Die größere Nachricht fol­gte bei der Siegerehrung. Nowack und Richter, die das Fes­ti­val seit elf Jahren fed­er­führend organ­isiert haben, wer­den diese Auf­gabe abgeben. Wie lange die angekündigte Pause dauern wird und wann die Ver­anstal­tung zurück­kehren kön­nte, ist bis­lang offen.

Ver­anstal­ter ist die Kanuren­nge­mein­schaft Schw­erin (KRG). Sie ste­ht nun vor der Auf­gabe, die Organ­i­sa­tion neu aufzustellen. Mehr als 2.000 Teil­nehmer und Zehn­tausende Besuch­er bedeuteten einen erhe­blichen Aufwand, der zu großen Teilen ehre­namtlich bewältigt werde, erk­lärte Nowack.

KRG sucht neue Struktur

Nowack ver­wies zudem auf schwieriger gewor­dene Rah­menbe­din­gun­gen. Richter machte deut­lich, dass aus Sicht der Organ­isatoren neben den zahlre­ichen ehre­namtlichen Helfern auch Unter­stützung von ander­er Seite notwendig sei, um eine Ver­anstal­tung dieser Größenord­nung kün­ftig wieder auszuricht­en. Welche konkreten Verän­derun­gen oder Hil­fen damit gemeint sind, geht aus der Mit­teilung nicht her­vor.

Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers (CDU) dank­te den bish­eri­gen Organ­isatoren bei der Abschlussver­anstal­tung. Das Fes­ti­val sei Wer­bung für Schw­erin, erk­lärte er und lud die Drachen­boot­sportler dazu ein, wieder in die Lan­deshaupt­stadt zu kom­men. Eine konkrete Zusage der Stadt für eine Neuau­flage oder zusät­zliche Unter­stützung wurde in der Mit­teilung nicht genan­nt.

Nowack und Richter wur­den bei der abschließen­den Siegerehrung von Teil­nehmern und Pub­likum mit Applaus ver­ab­schiedet.

Rekordzeit auf dem Pfaffenteich

Sportlich hat­te der Son­ntag zuvor noch ein­mal enge Entschei­dun­gen gebracht. Hin­ter Fette Motte and Friends belegte das HKC21 All Sports Team Han­nover in 47,16 Sekun­den den zweit­en Platz der Cham­pi­onsklasse Mixed. Das ABC Team fol­gte mit 47,34 Sekun­den auf Rang drei.

Auch in anderen Ren­nen lagen die Mannschaften dicht beieinan­der. Im B‑Finale der Cham­pi­onsklasse tren­nten den Zweit- und Drittplatzierten nach Angaben der Ver­anstal­ter lediglich zwei Hun­dert­s­telsekun­den.

In der Sportk­lasse Mixed gewann SCN Ice­break­er mit 51,59 Sekun­den vor den WBod­den Drag­ons (51,71) und dem KV Neu­rup­pin (51,82). Bei den Busi­ness Races set­zte sich Die Greisheili­gen in 50,32 Sekun­den vor rebus Torpedo’s (50,96) und der Ypsomed High Vol­ume Crew (52,44) durch.

Das Frauen­fi­nale entsch­ieden die Ladykracher in 52,19 Sekun­den für sich. HKC21 Unit­ed Woman erre­ichte mit 52,37 Sekun­den Platz zwei, Spree Sis­ter mit 52,74 Sekun­den Rang drei. In der Open-Klasse gewann das HKC21 All Sports Team Han­nover in 46,29 Sekun­den vor den Wann Sea Drag­ons (46,59) und Amber Szczecin (47,24).

Drachenboot kentert nach Kollision

Einen Zwis­chen­fall gab es im 86. Ren­nen. Zwei Drachen­boote kol­li­dierten, eines davon ken­terte. Nach Angaben der Ver­anstal­ter blieben alle Pad­dler unver­let­zt.

Die Ren­nen wur­den für knapp eine halbe Stunde unter­brochen. Das geken­terte Boot wurde gebor­gen und anschließend aus dem weit­eren Renn­be­trieb genom­men, das zweite beteiligte Boot über­prüft. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes war bei dem Zwis­chen­fall im Ein­satz.

Später musste ein weit­er­er Sportler medi­zinisch ver­sorgt wer­den. Nähere Angaben zu dessen Zus­tand macht­en die Ver­anstal­ter nicht. Damit endet das Drachen­boot­fes­ti­val am Pfaf­fen­te­ich vor­erst ohne Ter­min für eine näch­ste Auflage. Ob die Ver­anstal­tung bere­its 2028 zurück­kehrt, ist derzeit offen.