Do, 11. Dezember 2025
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Spatenstich für neues SOS-Kinderdorf in Schwerin:
Drei Häuser für Kinder in Not

Neben dem alten Gutshaus in Lankow entsteht bis Ende 2026 ein neues Zuhause für Kinder und Jugendliche – mit offener Anbindung an den Stadtteil und Platz für 23 junge Menschen.

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  • Veröffentlicht November 8, 2025
Beim symbolischen Spatenstich in Lankow: Vertreter der SOS-Kinderdörfer, der Stadt Schwerin und der Landesregierung gaben gemeinsam den Startschuss für das neue Kinderdorf, Foto: maxpress
Beim sym­bol­is­chen Spaten­stich in Lankow: Vertreter der SOS-Kinderdör­fer, der Stadt Schw­erin und der Lan­desregierung gaben gemein­sam den Startschuss für das neue Kinder­dorf. Foto: max­press

„Nicht reden, son­dern anpack­en“ – mit diesem Mot­to startet in Schw­erin der Bau eines neuen SOS-Kinder­dorfs für Kinder und Fam­i­lien in schwieri­gen Lebenssi­t­u­a­tio­nen. Heute feierten die SOS-Kinderdör­fer gemein­sam mit Vertretern der Stadt Schw­erin den sym­bol­is­chen Spaten­stich für ihr neues Kinder­dorf im Stadt­teil Lankow. Nach Jahren der Pla­nung und Grund­stückssuche ste­ht nun fest: Neben dem alten Gut­shaus in der Lankow­er Straße 3–7 entste­ht bis Ende 2026 ein mod­ern­er Stan­dort für Kinder, Jugendliche und Fam­i­lien in schwieri­gen Lebenssi­t­u­a­tio­nen.

Drei Häuser für neue Perspektiven

Geplant sind drei Gebäude mit ins­ge­samt 23 Plätzen für Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren. Ein Haus wird kün­ftig die Wohn­grup­pen beherber­gen, ein weit­eres den Kinder­not­di­enst. Das dritte Gebäude soll hybride Nutzungsmöglichkeit­en bieten – etwa Räume für Feste und Begeg­nun­gen, die auch dem Stadt­teil Lankow offen­ste­hen. „Uns ist die Bedarfs­deck­ung immens wichtig“, betonte Ein­rich­tungsleit­er Sören Luka (Foto o., 3.v.r.) beim Spaten­stich. Auch Stiftungsvor­stand Georg Fal­ter­baum (Foto o., 3.v.l.) hob her­vor: „Nicht reden, son­dern anpack­en.“

Teil des Stadtteils, kein geschlossenes System

Das neue Kinder­dorf ver­ste­ht sich als offenes Ange­bot, das sich bewusst mit der Nach­barschaft ver­net­zen möchte. „Eine wertvolle Auf­gabe, damit die Kinder später ein selb­st­ständi­ges, sozial inte­gri­ertes und finanziell unab­hängiges Leben führen kön­nen“, sagte Baus­taatssekretärin Ina-Maria Ulbrich (Foto o., 2.v.r.). Die SOS-Kinderdör­fer sind seit 2018 in Schw­erin aktiv – zunächst mit ein­er Jugend­wohn­gruppe in der Schelf­s­tadt. Heute betreuen sie mit 65 Mitar­bei­t­en­den rund 65 Fam­i­lien ambu­lant im gesamten Stadt­ge­bi­et. Die Ange­bote reichen von sta­tionären Wohn­for­men wie der Kinder­wohn­gruppe Lankow und dem betreuten Jugend­wohnen über den Kinder­not­di­enst „Kindernest“ bis hin zu Beratungs- und Unter­stützungsange­boten für Fam­i­lien. Das päd­a­gogis­che Konzept set­zt auf sys­temis­che Ansätze, Inklu­sion und Kinder­schutz.