Spatenstich für neues SOS-Kinderdorf in Schwerin:
Drei Häuser für Kinder in Not
Neben dem alten Gutshaus in Lankow entsteht bis Ende 2026 ein neues Zuhause für Kinder und Jugendliche – mit offener Anbindung an den Stadtteil und Platz für 23 junge Menschen.

„Nicht reden, sondern anpacken“ – mit diesem Motto startet in Schwerin der Bau eines neuen SOS-Kinderdorfs für Kinder und Familien in schwierigen Lebenssituationen. Heute feierten die SOS-Kinderdörfer gemeinsam mit Vertretern der Stadt Schwerin den symbolischen Spatenstich für ihr neues Kinderdorf im Stadtteil Lankow. Nach Jahren der Planung und Grundstückssuche steht nun fest: Neben dem alten Gutshaus in der Lankower Straße 3–7 entsteht bis Ende 2026 ein moderner Standort für Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenssituationen.
Drei Häuser für neue Perspektiven
Geplant sind drei Gebäude mit insgesamt 23 Plätzen für Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren. Ein Haus wird künftig die Wohngruppen beherbergen, ein weiteres den Kindernotdienst. Das dritte Gebäude soll hybride Nutzungsmöglichkeiten bieten – etwa Räume für Feste und Begegnungen, die auch dem Stadtteil Lankow offenstehen. „Uns ist die Bedarfsdeckung immens wichtig“, betonte Einrichtungsleiter Sören Luka (Foto o., 3.v.r.) beim Spatenstich. Auch Stiftungsvorstand Georg Falterbaum (Foto o., 3.v.l.) hob hervor: „Nicht reden, sondern anpacken.“
Teil des Stadtteils, kein geschlossenes System
Das neue Kinderdorf versteht sich als offenes Angebot, das sich bewusst mit der Nachbarschaft vernetzen möchte. „Eine wertvolle Aufgabe, damit die Kinder später ein selbstständiges, sozial integriertes und finanziell unabhängiges Leben führen können“, sagte Baustaatssekretärin Ina-Maria Ulbrich (Foto o., 2.v.r.). Die SOS-Kinderdörfer sind seit 2018 in Schwerin aktiv – zunächst mit einer Jugendwohngruppe in der Schelfstadt. Heute betreuen sie mit 65 Mitarbeitenden rund 65 Familien ambulant im gesamten Stadtgebiet. Die Angebote reichen von stationären Wohnformen wie der Kinderwohngruppe Lankow und dem betreuten Jugendwohnen über den Kindernotdienst „Kindernest“ bis hin zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Familien. Das pädagogische Konzept setzt auf systemische Ansätze, Inklusion und Kinderschutz.



