Bitteres 0:1 in letzter Sekunde:
Dynamo Schwerin taumelt Richtung Abstieg
Dynamo Schwerin verliert gegen Lichtenberg 47 durch einen Handelfmeter in der Nachspielzeit mit 0:1. Der Klassenerhalt ist für die Schweriner nun nur noch mit Schützenhilfe möglich.

Die SG Dynamo Schwerin steht nach einem dramatischen Saisonfinale im heimischen Sportpark Lankow mit dem Rücken zur Wand. Gegen Aufstiegsanwärter SV Lichtenberg 47 kassierten die Schweriner am Sonntag eine bittere 0:1‑Niederlage — und das erst in der letzten Aktion der Partie.
Vor dem letzten Heimspiel der Saison in der NOFV-Oberliga Nord war die Ausgangslage klar: Während die Berliner im Rennen um den Aufstieg dringend drei Punkte benötigten, kämpfte Dynamo um jeden Zähler im Abstiegskampf. Entsprechend intensiv entwickelte sich die Begegnung von Beginn an.
In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Mannschaften weitgehend auf Augenhöhe. Zunächst setzte Lichtenberg die gefährlicheren Offensivaktionen, doch Dynamo arbeitete sich zunehmend besser in die Partie und erspielte sich eigene Möglichkeiten. Wie schon so oft in dieser Saison fehlte den Schwerinern jedoch die letzte Konsequenz vor dem Tor.
Dynamo hält lange dagegen
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel umkämpft. Lichtenberg übernahm mit zunehmender Spielzeit mehr Kontrolle und erhöhte den Druck, während Dynamo mit großem Einsatz dagegenhielt. Die Gastgeber verteidigten leidenschaftlich und hielten lange Zeit das torlose Remis fest.
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Als viele Zuschauer bereits mit dem Schlusspfiff rechneten, folgte jedoch die entscheidende Szene der Partie: Nach einer Flanke sprang der Ball einem Dynamo-Verteidiger im Strafraum an die Hand. Der Schiedsrichter zeigte in der fünften Minute der Nachspielzeit auf den Punkt. Kevin Owczarek verwandelte den Handelfmeter sicher zum 1:0‑Endstand für die Gäste.
„Es ist unglaublich, wie das diese Saison gegen uns läuft. Es war extrem bitter, in der letzten Aktion der Nachspielzeit das 0:1 zu bekommen“, sagte Dynamos Trainer Jano Klempkow gegenüber dem „Nordkurier” nach der Partie. Über weite Strecken sei seine Mannschaft „mindestens auf Augenhöhe“ mit dem Aufstiegskandidaten gewesen.
Klassenerhalt nicht mehr in eigener Hand
Tatsächlich zeigte Dynamo gegen die spielstarken Berliner eine kämpferisch starke Leistung und ließ defensiv nur wenig zu. „Wir haben uns Chancen erarbeitet, selbst wenig zugelassen. Wir haben bis zum Schluss gefightet“, so Klempkow weiter.
Durch die Niederlage bleibt Dynamo Schwerin auf dem ersten Abstiegsplatz der Oberliga Nord. Zwei Punkte fehlen aktuell auf den Relegationsrang, den derzeit Tennis Borussia Berlin belegt. Immerhin spricht das bessere Torverhältnis für die Schweriner.
Damit kommt es am letzten Spieltag zum Endspiel um den Klassenerhalt. Dynamo gastiert am 30. Mai bei der SG Union Klosterfelde, der aktuell stärksten Mannschaft der Rückrunde. Gleichzeitig muss TeBe Berlin ausgerechnet beim SV Lichtenberg 47 antreten.
Hoffnung lebt weiter
Die Ausgangslage ist schwierig, die Hoffnung aber noch vorhanden. „Wir gehen jetzt erst einmal mit allem, was wir haben, das Spiel in Klosterfelde an“, so Klempkow. Aufgegeben hat sich bei Dynamo Schwerin trotz des späten Nackenschlags noch niemand.




