So, 14. Juni 2026
Close

Bitteres 0:1 in letzter Sekunde:
Dynamo Schwerin taumelt Richtung Abstieg

Dynamo Schwerin verliert gegen Lichtenberg 47 durch einen Handelfmeter in der Nachspielzeit mit 0:1. Der Klassenerhalt ist für die Schweriner nun nur noch mit Schützenhilfe möglich.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Mai 18, 2026
Ent­täuschung nach dem späten Gegen­tor: Die Spiel­er der SG Dynamo Schw­erin kon­nten die bit­tere 0:1‑Niederlage gegen Licht­en­berg kaum fassen. Foto: Dynamo Schwerin/Facebook

Die SG Dynamo Schw­erin ste­ht nach einem drama­tis­chen Saison­fi­nale im heimis­chen Sport­park Lankow mit dem Rück­en zur Wand. Gegen Auf­stiegsan­wärter SV Licht­en­berg 47 kassierten die Schw­er­iner am Son­ntag eine bit­tere 0:1‑Niederlage — und das erst in der let­zten Aktion der Par­tie.

Vor dem let­zten Heim­spiel der Sai­son in der NOFV-Oberli­ga Nord war die Aus­gangslage klar: Während die Berlin­er im Ren­nen um den Auf­stieg drin­gend drei Punk­te benötigten, kämpfte Dynamo um jeden Zäh­ler im Abstiegskampf. Entsprechend inten­siv entwick­elte sich die Begeg­nung von Beginn an.

In der ersten Hal­bzeit begeg­neten sich bei­de Mannschaften weit­ge­hend auf Augen­höhe. Zunächst set­zte Licht­en­berg die gefährlicheren Offen­si­vak­tio­nen, doch Dynamo arbeit­ete sich zunehmend bess­er in die Par­tie und erspielte sich eigene Möglichkeit­en. Wie schon so oft in dieser Sai­son fehlte den Schw­er­inern jedoch die let­zte Kon­se­quenz vor dem Tor.

Dynamo hält lange dagegen

Auch nach dem Seit­en­wech­sel blieb das Spiel umkämpft. Licht­en­berg über­nahm mit zunehmender Spielzeit mehr Kon­trolle und erhöhte den Druck, während Dynamo mit großem Ein­satz dage­gen­hielt. Die Gast­ge­ber vertei­digten lei­den­schaftlich und hiel­ten lange Zeit das tor­lose Remis fest.

 


  • Holen Sie sich jet­zt das Wichtig­ste aus Schw­erin als KURS-Brief direkt ins E‑Mail-Post­fach!  Der KURS-Brief erscheint 1x pro Woche. Klar. Ruhig. Einord­nend. 📰


 

Als viele Zuschauer bere­its mit dem Schlussp­fiff rech­neten, fol­gte jedoch die entschei­dende Szene der Par­tie: Nach ein­er Flanke sprang der Ball einem Dynamo-Vertei­di­ger im Strafraum an die Hand. Der Schied­srichter zeigte in der fün­ften Minute der Nach­spielzeit auf den Punkt. Kevin Owczarek ver­wan­delte den Han­delfme­ter sich­er zum 1:0‑Endstand für die Gäste.

„Es ist unglaublich, wie das diese Sai­son gegen uns läuft. Es war extrem bit­ter, in der let­zten Aktion der Nach­spielzeit das 0:1 zu bekom­men“, sagte Dynamos Train­er Jano Klemp­kow gegenüber dem „Nord­kuri­er” nach der Par­tie. Über weite Streck­en sei seine Mannschaft „min­destens auf Augen­höhe“ mit dem Auf­stiegskan­di­dat­en gewe­sen.

Klassenerhalt nicht mehr in eigener Hand

Tat­säch­lich zeigte Dynamo gegen die spiel­starken Berlin­er eine kämpferisch starke Leis­tung und ließ defen­siv nur wenig zu. „Wir haben uns Chan­cen erar­beit­et, selb­st wenig zuge­lassen. Wir haben bis zum Schluss gefight­et“, so Klemp­kow weit­er.

Durch die Nieder­lage bleibt Dynamo Schw­erin auf dem ersten Abstiegsplatz der Oberli­ga Nord. Zwei Punk­te fehlen aktuell auf den Rel­e­ga­tion­srang, den derzeit Ten­nis Borus­sia Berlin belegt. Immer­hin spricht das bessere Torver­hält­nis für die Schw­er­iner.

Damit kommt es am let­zten Spielt­ag zum End­spiel um den Klassen­er­halt. Dynamo gastiert am 30. Mai bei der SG Union Kloster­felde, der aktuell stärk­sten Mannschaft der Rück­runde. Gle­ichzeit­ig muss TeBe Berlin aus­gerech­net beim SV Licht­en­berg 47 antreten.

Hoffnung lebt weiter

Die Aus­gangslage ist schwierig, die Hoff­nung aber noch vorhan­den. „Wir gehen jet­zt erst ein­mal mit allem, was wir haben, das Spiel in Kloster­felde an“, so Klemp­kow. Aufgegeben hat sich bei Dynamo Schw­erin trotz des späten Nack­en­schlags noch nie­mand.