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Nach Vorfällen im Jugendbereich:
Dynamo Schwerin trennt sich von Jugendtrainer – Eltern fordern Rückkehr

Der Schweriner Fußballverein SG Dynamo hat seinen Jugendtrainer nach wiederholten Verstößen ausgeschlossen. Eltern protestieren mit einer Petition und fordern die Rücknahme des Beschlusses.

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  • Veröffentlicht September 9, 2025
Foto:  Giero Saas­ki auf Unsplash

 

Die SG Dynamo Schw­erin hat sich nach erneuten Vor­fällen von einem sein­er Jugend­train­er getren­nt. Der Vere­insvor­stand beschloss ein­stim­mig den Auss­chluss des langjähri­gen Übungsleit­ers.

Vorfall im Mai führte zu Auflagen

Bere­its im Mai dieses Jahres war es im Nach­wuchs­bere­ich zu einem Vor­fall gekom­men, bei dem der Train­er im Umfeld ein­er Train­ing­sein­heit die Kon­trolle ver­lor. Der Vere­in sprach damals strenge Aufla­gen aus. Eine Weit­erbeschäf­ti­gung war nur unter klar definierten Bedin­gun­gen möglich.

In ein­er Stel­lung­nahme erk­lärte die SG Dynamo Schw­erin: „Dem betrof­fe­nen Vere­ins­mit­glied wurde unmissver­ständlich mit­geteilt, dass es bei weit­eren Ver­stößen zu sofor­tiger Beendi­gung der Mit­glied­schaft führen würde.“

Erneuter Verstoß nach Sommerpause

Nach der Som­mer­pause und der Wieder­auf­nahme des Train­ings­be­triebs kam es zu einem weit­eren Vor­fall. Details nan­nte der Vere­in nicht. In der offiziellen Mit­teilung heißt es, dass „wieder­holte Ver­stöße gegen die satzungs­gemäßen Anforderun­gen keine Zweifel an der Notwendigkeit dieser Maß­nahme ließen“.

 

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Der Vor­stand trat daraufhin zusam­men, beri­et über die Sit­u­a­tion und beschloss ein­stim­mig den Auss­chluss. Dieser wurde dem Train­er in einem per­sön­lichen Gespräch mit­geteilt.

Die SG Dynamo Schw­erin veröf­fentlichte eine aus­führliche Erk­lärung zum Auss­chluss. Darin heißt es: „Der jet­zt erfol­gte Auss­chluss fiel dem Vere­in nicht leicht. Wieder­holte Ver­stöße gegen die satzungs­gemäßen Anforderun­gen ließen jedoch keine Zweifel an der Notwendigkeit dieser Maß­nahme.“

Der Vere­in betonte zudem: „Der Schritt war notwendig, um die Grundw­erte und die Integrität des Vere­ins zu wahren. Ins­beson­dere im Nach­wuchs­bere­ich trägt der Vere­in eine beson­dere Ver­ant­wor­tung und Vor­bild­wirkung gegenüber den jun­gen Sport­lerin­nen und Sportlern sowie den Eltern.“

Die betrof­fene Mannschaft werde nach Angaben des Vere­ins kün­ftig von anderen qual­i­fizierten Nach­wuch­strain­ern betreut.

Verdienste des Trainers

Der aus­geschlossene Train­er, Daniel Klein, ist seit 18 Jahren Mit­glied der SG Dynamo Schw­erin. Er war als Spiel­er, Jugend­train­er und Grün­der der Jugend­abteilung aktiv. Seit 2022 leit­ete er den Auf­bau der Nach­wuch­sar­beit.

In dieser Zeit wuchs die Abteilung von einem einzel­nen Team auf elf Mannschaften an. Viele Kinder und Jugendliche fan­den in den ver­gan­genen Jahren im Vere­in eine sportliche Heimat. Auch der Vere­in hob in sein­er Stel­lung­nahme die Ver­di­en­ste des Train­ers her­vor.

Elterninitiative fordert Rücknahme

Par­al­lel zum Auss­chluss hat sich eine Elternini­tia­tive gegrün­det. Diese startete eine Online-Peti­tion unter dem Titel „Unsere Kinder brauchen ihren Train­er!“. Stand heute, haben 106 Unter­stützer die Peti­tion unter­schrieben. In der Peti­tion wird betont, dass der Jugend­train­er maßge­blich zum Auf­bau der Jugend­abteilung beige­tra­gen habe. „Mit großem per­sön­lichen Ein­satz hat Daniel vie­len Kindern und Jugendlichen eine sportliche Heimat gegeben. Für Spielerin­nen, Spiel­er und Eltern war er stets ein ver­lässlich­er Ansprech­part­ner und Vor­bild“, heißt es in dem Aufruf.

Die Ini­tia­tive kri­tisiert, dass der Auss­chluss ohne vorherige Anhörung erfol­gt sei. Der Schritt habe bei vie­len Mit­gliedern Irri­ta­tio­nen aus­gelöst und Fra­gen nach Trans­parenz und Fair­ness aufge­wor­fen. Darüber hin­aus äußern die Unterze­ich­n­er die Sorge, dass die erfol­gre­iche Jugen­dar­beit ohne den bish­eri­gen Jugendleit­er erhe­blich geschwächt werde.

Die Peti­tion fordert „Nachvol­lziehbarkeit, Trans­parenz und einen offe­nen Dia­log im Umgang mit diesem Beschluss“. Ziel sei es, den Auss­chluss zurück­zunehmen.

Weiterhin qualifiziert betreut

Die SG Dynamo Schw­erin, ehe­mals als PSV Schw­erin bekan­nt, erre­ichte 1990 das FDGB-Pokal­fi­nale gegen Dynamo Dres­den (0:2). In den ver­gan­genen Jahren konzen­tri­erte sich der Vere­in stark auf die Entwick­lung sein­er Nach­wuch­sar­beit.

Der Auss­chluss des Train­ers bedeutet für die Jugend­abteilung einen Ein­schnitt. Ein­er­seits betont der Vere­in die Ein­hal­tung sein­er Grundw­erte, ander­er­seits war der Train­er maßge­blich am Aus­bau der Abteilung beteiligt.

Ob die Peti­tion Ein­fluss auf die Entschei­dung haben wird, ist derzeit offen. Der Vere­in erk­lärte, dass die Maß­nahme nach intern­er Beratung und ein­stim­migem Vor­stands­beschluss erfol­gt sei. Damit ste­ht die SG Dynamo Schw­erin vor der Auf­gabe, die Nach­wuch­sar­beit ohne den bish­eri­gen Jugendleit­er fortzuführen. „Die Mannschaft des betrof­fe­nen Train­ers wird weit­er­hin von qual­i­fizierten Nach­wuch­strain­ern der SG Dynamo Schw­erin betreut”, ver­spricht der Vere­in allerd­ings in sein­er Stel­lung­nahme.