Großer Kampf, großer Punkt:
Dynamo kämpft sich zum Punkt – Lichtenberg verzweifelt an Bergtholdt
Mit Leidenschaft, Glück und einem überragenden Torwart holt Dynamo Schwerin beim Tabellenzweiten Lichtenberg 47 ein 0:0. Latte, Pfosten und eine Rettung auf der Linie sichern einen Big Point im Abstiegskampf.

Im Nachholspiel der NOFV-Oberliga Nord hat die SG Dynamo Schwerin eine starke Reaktion auf die deutliche Niederlage beim Tabellenführer SV Tasmania Berlin gezeigt. Beim Tabellenzweiten SV Lichtenberg 47 trotzten die Schweriner den Gastgebern mit großem Kampfgeist ein dramatisches 0:0 ab – und nahmen damit einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf mit.
Von Beginn an war zu spüren, dass Dynamo ein anderes Gesicht zeigen wollte. Zwar gehörte die erste große Gelegenheit den Gastgebern, doch Schwerin hielt mutig dagegen. Früh wurde es brenzlig, als ein Freistoß der Berliner an die Latte krachte – Glück für Dynamo.
In der Folge entwickelte sich ein intensives Duell. Lichtenberg hatte zwar mehr Ballbesitz, doch Dynamo setzte mit Leidenschaft und Einsatz dagegen. Je länger die erste Hälfte dauerte, desto größer wurde der Druck der Hausherren. Ein Kopfball kurz vor der Pause strich nur knapp über das Tor. Mit einem 0:0 ging es schließlich in die Kabinen – ein erster kleiner Erfolg für die Gäste.
Schwerin stemmt sich gegen den Favoriten
Nach dem Seitenwechsel schien Dynamo zunächst selbst für einen Paukenschlag sorgen zu wollen. Lokilo setzte sich stark durch, scheiterte jedoch ebenso wie wenig später Kazacoks.
Danach begann die große Druckphase von Lichtenberg – und für Schwerin eine wahre Abwehrschlacht. Chance um Chance rollte auf das Dynamo-Tor zu.
In der 52. Minute rettete Schilling spektakulär auf der Linie. Immer wieder kamen die Berliner zum Abschluss, doch entweder fehlte die Präzision oder Dynamo-Keeper Bergtholdt war zur Stelle. Der Torwart wuchs über sich hinaus und lenkte unter anderem einen gefährlichen Freistoß stark aus dem Winkel.
Dramatische Schlussphase vor dem Abpfiff
In der Schlussphase wurde es dann dramatisch. In der 83. Minute rettete zunächst der Pfosten für Dynamo, der Nachschuss ging über das Tor.
Nur sechs Minuten später folgte die nächste Wahnsinnsszene: Zunächst krachte der Ball an die Latte, den Nachschuss aus kurzer Distanz parierte Bergtholdt, der zweite Nachschuss ging vorbei. Lichtenberg verzweifelte – Dynamo kämpfte.
Auch in der Nachspielzeit warf der Tabellenzweite noch einmal alles nach vorn. Doch die Schweriner verteidigten mit letzter Kraft und brachten das torlose Remis über die Zeit. Der Schlusspfiff fühlte sich für die Gäste beinahe wie ein Sieg an.
Wichtiger Punkt im Abstiegskampf
Während Lichtenberg im Aufstiegsrennen zwei Punkte liegen ließ, feiert Dynamo einen wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Mit großer Leidenschaft und mannschaftlicher Geschlossenheit verlassen die Schweriner vorerst die Abstiegsplätze.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht: Bereits am Donnerstag wartet mit der TSG Neustrelitz im dritten Auswärtsspiel in Serie das nächste schwere Spiel.



