E-Bike: Das sollten Senioren beim Kauf beachten

E-Bikes sind eine tolle Möglichkeit für Senioren, im Alltag mobil und sportlich aktiv zu bleiben, sich dabei aber gleichzeitig auf ein ausreichendes Maß an Unterstützung verlassen zu können.

Durch die Unterstützung, die der Motor liefert, sind auch Steigungen kein Problem mehr. Allerdings gibt es einige Dinge, die beim Kauf beachtet werden sollten. Welche das sind, wird im Folgenden genauer erläutert.

 

1. Die Geschwindigkeit

Viele glauben fälschlicherweise, dass E-Bikes sehr schnell sind und man immer mit Geschwindigkeiten um die 25 Kilometer pro Stunde unterwegs ist. Allerdings stellt diese Geschwindigkeit lediglich eine gesetzlich vorgeschriebene Grenze dar, bis zu der der eingebaute Motor Unterstützung leisten darf. Nichtsdestotrotz kann man mit einem solchen Fahrrad immer noch in der gewünschten Geschwindigkeit fahren und kann diese sogar mithilfe des Motors halten.

2. Die Antriebsform

Grundsätzlich stehen drei Ausführungen zur Auswahl: Front-, Heck- und Mittelmotor. Für Senioren eignet sich dabei vor allem der Mittelmotor, da dieser ein ausgeglichenes Handling liefert und für einen zentralen und tiefen Schwerpunkt sorgt. Jedoch gibt es auch beim Mittelmotor verschiedene Varianten, die auch jeweils für ein unterschiedliches Fahrverhalten sorgen. Hier ist es empfehlenswert, sich beim Fachhändler individuell beraten zu lassen und eine Probefahrt durchzuführen.

3. Die Bremsen

Da, falls gewünscht, hohe Geschwindigkeiten mit dem E-Bike erreicht werden können, sind hydraulische Bremsen verbaut, die besonders gut bremsen – vor allem im Vergleich zu mechanischen Ausführungen. Aus diesem Grund sollte man nicht gleich komplett durchdrücken, da das Fahrrad stärker als gewohnt bremsen könnte. Viele Modelle verfügen auch über ein Antiblockiersystem (ABS), was die Sicherheit zusätzlich erhöht.

4. Die Qualität

Möchte man ein E-Bike kaufen, sollte man auf einen seriösen Hersteller setzen. Dadurch kann man sich nicht nur sicher sein, ein qualitativ hochwertiges Fahrrad zu besitzen, sondern hat auch die Möglichkeit, später beim Hersteller den Kundenservice zu nutzen, was bei unseriösen Herstellern oft nicht der Fall ist.

5. Der Rahmen

Hier kommt es auf das Einsatzgebiet an. Möchte man bequem auf- und absteigen, so ist ein Tiefeinsteiger eine gute Wahl. Solche Rahmen verfügen über kein Oberrohr. Auch wenn man aus ästhetischen Gründen eigentlich ein Oberrohr möchte, sollte man im Zweifelsfall auf die tiefere Ausführung setzen.

6. Ein geeigneter Parkplatz

E-Bikes sind in der Regel relativ schwer und wiegen nicht selten um die 20 Kilogramm oder mehr. Daher ist es auch ziemlich anstrengend, das Rad beispielsweise Treppenstufen hochzutragen. Ebenso wenig zu empfehlen ist es, das Fahrrad einfach vor dem Haus abzustellen, da hier das Risiko eines Diebstahls zu hoch ist. Besser ist ein sicherer, fester Unterstand oder zumindest eine Fahrradgarage. Dabei handelt es sich um Boxen aus Holz oder Metall, in denen das Rad untergestellt werden kann.

7. Wartung und Service

Wie bereits erwähnt sind auch Wartung und Service nicht zu vernachlässigen. Neben den Inspektionen in der Werkstatt, in deren Rahmen oft auch Updates der Software durchgeführt werden, sollte auch im Alltag regelmäßig kontrolliert werden, ob beispielsweise der Reifenluftdruck in Ordnung ist. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass ein Händler oder eine Werkstatt in der Nähe ist.

8. Anpassung

Passt das Rad nicht zu 100 Prozent, kann sich eine Anpassung durchaus lohnen. Schließlich muss man sich auf dem Fahrrad auch über längere Strecken hinweg wohlfühlen können. Ein solcher Service wird oft im entsprechenden Fachhandel angeboten.

9. Verkehrsregeln

Es gelten genau die gleichen Regeln der StVO, die auch für „normale“ Radfahrer gelten – beispielsweise das Nutzen eines Radwegs.

Über den Autor

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published.