Sa, 13. Juni 2026
Close

Experten warnen:
E‑Zigaretten werden bei Jugendlichen immer beliebter

Zum Weltnichtrauchertag warnen Experten vor dem steigenden Konsum von E-Zigaretten bei Jugendlichen. Besonders Vapes gewinnen als Lifestyle-Produkt an Bedeutung.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Juni 2, 2026
Foto: Sym­bol­bild

 

Die Lan­desko­or­dinierungsstelle für Sucht­the­men (Lakost) in Schw­erin beobachtet mit Sorge den zunehmenden Kon­sum von E‑Zigaretten und soge­nan­nten Vapes unter Jugendlichen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Anlässlich des Welt­nich­trauchertags war­nen Experten vor ein­er sink­enden Hemm­schwelle beim Nikotinkon­sum.

Nach Ein­schätzung der Lakost haben sich Vapes für viele junge Men­schen zu einem Lifestyle-Pro­dukt entwick­elt. Dazu trü­gen unter anderem auf­fäl­lige Ver­pack­un­gen, süße Geschmack­srich­tun­gen sowie Wer­be­ef­fek­te über soziale Medi­en bei.

Während der Kon­sum klas­sis­ch­er Zigaret­ten in den ver­gan­genen Jahren zurück­ge­gan­gen sei, wür­den neue Nikot­in­pro­duk­te ins­beson­dere jün­gere Ziel­grup­pen ansprechen. Die Such­t­ex­perten sehen deshalb einen erhöht­en Bedarf an frühzeit­iger Präven­tion­sar­beit.

Gesundheitsrisiken weiterhin umstritten

Auch wenn der Dampf von E‑Zigaretten weniger Schad­stoffe enthält als herkömm­lich­er Tabakrauch, war­nen Fach­leute davor, die Pro­duk­te als harm­los einzustufen. Nach Angaben der Kaufmän­nis­chen Krankenkasse (KKH) wur­den auch im Dampf von E‑Zigaretten gesund­heitss­chädliche und poten­ziell kreb­ser­re­gende Stoffe nachgewiesen.

Da Langzeit­stu­di­en zu den Fol­gen eines jahrzehn­te­lan­gen Kon­sums bis­lang fehlen, lasse sich das tat­säch­liche Gesund­heit­srisiko derzeit nicht abschließend bew­erten. Die KKH rät den­noch vom Kon­sum ab.

Nach Angaben der KKH wur­den im Jahr 2024 in Meck­len­burg-Vor­pom­mern rund 135.200 Men­schen wegen Tabak­ab­hängigkeit, Entzugser­schei­n­un­gen oder ander­er tabakbe­d­ingter psy­chis­ch­er Prob­leme medi­zinisch behan­delt. Um über Risiken des Rauchens und Vapens zu informieren, ver­anstal­tet die Uni­ver­sitätsmedi­zin Greif­swald am Mon­tag einen Beratungs- und Aufk­lärungstag im Einkauf­szen­trum Elisen­park. Ziel sei es, Men­schen dort zu erre­ichen, wo sie ihren All­t­ag ver­brin­gen, und Unter­stützung beim Rauch­stopp anzu­bi­eten.