Ehlers und Masch kandidieren für das Amt des Stadtpräsidenten

Die CDU/FDP-Fraktion und die SPD-Fraktion haben gestern ihre Kandidaten für das Amt des Stadtpräsidenten nominiert.

Angekündigt hatte es die CDU/FDP-Fraktion schon in der letzten Woche. Auf der gestrigen Fraktionssitzung wurde nun der Kandidat für das Amt des Stadtpräsidenten benannt. Mit dem  Fraktionsvorsitzenden Sebastian Ehlers hat die Fraktion nun einen erfahrenen Stadtvertreter für das formal höchste Amt in der Stadt nominiert. 

„Als stärkste Fraktion machen wir von unserem Vorschlagsrecht gebrauch. Sebastian Ehlers hat bei der Kommunalwahl mit fast 9.000 Stimmen das beste Ereignis aller Mitglieder der Stadtvertretung erreicht. Er ist seit fünfzehn Jahren Stadtvertreter und seit zehn Jahren Fraktionsvorsitzender. Dadurch hat er die nötige Erfahrung, um die Sitzungen zu leiten und die Stadtvertretung nach außen gut zu vertreten. Als drittjüngstes Mitglied der Stadtvertretung kann er Brücken bauen zwischen den Generationen und für einen Ausgleich bei strittigen Themen sorgen“, begründet der stellvertretende Vorsitzende Gert Rudolf die Entscheidung seiner Fraktion. 

Die SPD ist vor wenigen Wochen als stärkste Kraft aus der Kommunalwahl hervorgegangen. SPD und CDU haben jeweils acht Sitze in der neuen Stadtvertretung. Durch die Aufnahme der zwei FDP-Stadtvertreter Richter und Güll ist die CDU/FDP-Fraktion nun mit zehn Sitzen stärkste Kraft. 

 

Als stärkste Partei machen wir von unserem Vorschlagsrecht gebrauch

 

Die SPD beharrt aber ebenfalls auf die Nominierung eines Kandidaten zur Stadtvertretung. Als Partei, die die meisten Stimmen bei der Kommunalwahl auf sich vereinen konnte, sieht sie sich als vorschlagsberechtigt. „Es ist gute Tradition, dass die Partei den Stadtpräsidenten stellt, die am meisten Wählerstimmen erzielen konnte. Und das ist – wenn auch knapp – die SPD. Wir haben uns sehr über rund 2.200 zusätzliche Stimmen bei der Kommunalwahl gefreut. Als stärkste Partei machen wir deshalb gemäß den demokratischen Gepflogenheiten von unserem Vorschlagsrecht gebrauch.“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Mandy Pfeifer.

Mit Christian Masch schickt die Fraktion ebenfalls ihren Fraktionsvorsitzenden ins Rennen. „Er hat bei der Kommunalwahl von allen SPD-Kandidaten die meisten Stimmen erhalten. Er ist seit vielen Jahren Stadtvertreter und besitzt als Fraktionsvorsitzender die nötige Erfahrung, um die Sitzungen zu leiten und die Stadtvertretung nach außen gut zu vertreten.“, so Pfeiffer.

Weiter hofft die SPD-Stadtvertreterin darauf, dass der Vorschlag ihrer Partei auch von anderen Parteien unterstützt wird. „Es entspricht schlicht nicht dem Wählerwillen, wenn die CDU, die rund 2.700 Stimmen, 7,5 Prozentpunkte und damit 3 Sitze verloren hat, den Stadtpräsidenten stellt.“, betont Mandy Pfeifer.

 

Mehrheiten sehr knapp

 

Wer am Ende Schwerins Stadtpräsident sein wird, das hängt tatsächlich davon ab, wer von den anderen Fraktionen unterstützt wird. Die Stimmenmehrheiten sind jedenfalls sehr knapp: SPD (8 Sitze), Linke (7 Sitze), Grüne (5 Sitze),  Die Partei (1 Sitz) und ASK (1 Sitz) dürften eher für Christian Masch stimmen. CDU/FDP (10 Sitze), UB (6 Sitze) und AfD (7 Sitze) könnten dann für Sebastian Ehlers stimmen. So stünden 22 gegen 23 Stimmen. 

Allerdings kann man in keinem Block abweichendes Stimmverhalten bei einer geheimen Wahl ausschließen. Aufgrund der oft guten Zusammenarbeit bei kommunalpolitischen Belangen zwischen der Linken und der CDU in den letzten Jahren, ist es durchaus denkbar, dass die eine oder andere Stimme der LINKEN an Sebastian Ehlers gehen könnte. Egal wie es am Ende ausgehen wird: es bleibt ein spannendes Rennen. 

 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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