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Elektroautos in Mecklenburg-Vorpommern: Zahlen und Ranking

Mecklenburg-Vorpommern gehört beim Anteil von Elektroautos weiterhin zu den Schlusslichtern in Deutschland. Gleichzeitig ist die Ladeinfrastruktur im Nordosten vergleichsweise gut ausgebaut, auch für Städte wie Schwerin.

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  • Veröffentlicht April 29, 2026
Elek­troau­to beim Laden: Meck­len­burg-Vor­pom­mern hat wenige E‑Autos, aber ver­gle­ich­sweise viele Ladepunk­te. Foto: myen­er­gi auf Unsplash

 

eim Aus­bau der Elek­tro­mo­bil­ität liegt Meck­len­burg-Vor­pom­mern weit­er­hin im hin­teren Teil des bun­desweit­en Rank­ings. Gle­ichzeit­ig zeigt eine aktuelle Analyse: Die Lade­in­fra­struk­tur im Nor­dosten ist im Ver­hält­nis zur Zahl der Fahrzeuge ver­gle­ich­sweise gut aus­ge­baut – eine mögliche Chance für die kom­menden Jahre. Das geht aus der Studie „Auto­na­tion im Wan­del 2026“ her­vor, die den deutschen E‑Au­to-Markt sowie regionale Unter­schiede bei Ver­bre­itung und Infra­struk­tur unter­sucht.

Mecklenburg-Vorpommern auf Platz 15 im Bundesvergleich

Beim Anteil rein bat­terieelek­trisch­er Fahrzeuge (BEV) am gesamten Pkw-Bestand belegt Meck­len­burg-Vor­pom­mern Platz 15 von 16 Bun­deslän­dern.
Der BEV-Anteil liegt aktuell bei 2,06 Prozent aller zuge­lasse­nen Pkw. Ins­ge­samt sind im Land 18.347 Elek­troau­tos reg­istri­ert. Im Ver­gle­ich zum Vor­jahr bedeutet das allerd­ings ein deut­lich­es Wach­s­tum: Der Bestand an Elek­troau­tos ist um 25,5 Prozent gestiegen. Bun­desweit sind inzwis­chen mehr als zwei Mil­lio­nen E‑Autos zuge­lassen. Ihr Anteil am Pkw-Bestand liegt bei 4,11 Prozent.

Die Studie zeigt, wie unter­schiedlich sich Elek­tro­mo­bil­ität inner­halb Deutsch­lands entwick­elt. Während Ham­burg mit 5,29 Prozent den höch­sten Anteil an Elek­troau­tos hat, bildet Sach­sen-Anhalt mit 1,98 Prozent das Schlus­slicht. Meck­len­burg-Vor­pom­mern liegt mit seinen 2,06 Prozent nur knapp darüber.

Ein deut­lich­es West-Ost-Gefälle bleibt damit beste­hen: In vie­len west­deutschen Bun­deslän­dern liegt der Anteil elek­trisch­er Pkw bere­its deut­lich über drei Prozent, während die ost­deutschen Län­der meist zwis­chen zwei und 2,3 Prozent erre­ichen.

Strukturelle Gründe für den Rückstand

Experten sehen mehrere Ursachen für diese Unter­schiede. In ost­deutschen Bun­deslän­dern wie Meck­len­burg-Vor­pom­mern sind Durch­schnitt­seinkom­men niedriger, große Unternehmensflot­ten sel­tener und Dienst­wa­gen mit Elek­troantrieb weniger ver­bre­it­et. Dabei spie­len ger­ade Fir­men­wa­gen und gewerbliche Fuhrparks eine wichtige Rolle für die Elek­tro­mo­bil­ität: Bun­desweit gehen rund zwei Drit­tel aller neuen E‑Au­to-Zulas­sun­gen auf gewerbliche Flot­ten zurück.

Während Meck­len­burg-Vor­pom­mern beim Fahrzeugbe­stand hin­ter­her­hinkt, sieht es bei der Lade­in­fra­struk­tur deut­lich bess­er aus. Rech­ner­isch teilen sich im Bun­des­land nur etwa 6,8 Elek­troau­tos einen öffentlichen Ladepunkt. Damit gehört Meck­len­burg-Vor­pom­mern zu den Regio­nen mit der besten Ver­sorgung pro Fahrzeug.

Im Bun­des­durch­schnitt sind es etwa neun E‑Autos pro Ladepunkt. In eini­gen west­deutschen Bun­deslän­dern müssen sich deut­lich mehr Fahrzeuge eine Ladesäule teilen.
Dieses soge­nan­nte Infra­struk­tur-Para­dox zeigt sich beson­ders im Osten: Die Ladepunk­te sind vorhan­den – die Zahl der Elek­troau­tos wächst jedoch langsamer.

Chancen für Städte wie Schwerin

Ger­ade für Städte wie Schw­erin kön­nte diese Entwick­lung kün­ftig Vorteile brin­gen. Experten erwarten, dass der Gebraucht­wa­gen­markt für Elek­troau­tos stark wächst.
Viele drei Jahre alte Leas­ing­fahrzeuge aus Fir­men­flot­ten kom­men derzeit auf den Markt – häu­fig zu deut­lich niedrigeren Preisen als Neuwa­gen. Dadurch kön­nten Elek­troau­tos auch für Haushalte in struk­turschwächeren Regio­nen erschwinglich­er wer­den.

Wenn der Bestand an gün­sti­gen E‑Autos steigt, kön­nte Meck­len­burg-Vor­pom­mern von sein­er bere­its vorhan­de­nen Lade­in­fra­struk­tur prof­i­tieren – und beim Umstieg auf Elek­tro­mo­bil­ität schneller auf­holen.