1000 neue Wohnungen -
Entwurf für das Warnitzer Feld steht
Der nächste Verwaltungsschritt auf dem Weg zum neuen Baugebiet steht an. Einige Fragen sind noch offen.

“Das ist jetzt wirklich nochmal ein Meilenstein für uns, diese Veröffentlichung. Da ist viel Arbeit reingeflossen”, erklärt Andreas Thiele, Leiter der Stadtentwicklung für Schwerin. Der Entwurf des Bebauungsplanes für das Warnitzer Feld soll veröffentlicht werden, darüber soll die Stadtvertretung Ende Juni entscheiden. In 2027 soll dann schon die Erschließung beginnen, das ist das Ziel der Schweriner Verwaltung. Die Erschließung soll dann die LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH übernehmen. Dem Unternehmen im Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern gehört bereits rund die Hälfte der Fläche.
1000 Wohnungen auf rund 24 Hektar
Auf dem Warnitzer Feld sollen 1000 Wohnungen auf einer Fläche von 24,4 Hektar entstehen, die zuvor landwirtschaftlich genutzt wurde. Im Planungsprozess gab es immer wieder Streit in der Stadtpolitik. Das ging so weit, dass die Planungen ausgesetzt wurden. Ob das Warnitzer Feld letzten Endes auch gebaut wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Die Flächen gehören nur zum Teil der öffentlichen Hand. Rund 50 Prozent sind noch im Besitz verschiedener privater Eigentümergemeinschaften.
Umlegungsverfahren bereits 2020 beschlossen
Für die Flurstücke, auf denen gebaut werden soll, wurde bereits 2020 eine sogenannte Umlegung durch die Stadtvertretung beschlossen. Das bedeutet, dass Flurstücke neu zugeschnitten werden können, um dann eine Bebauung zu ermöglichen. Hier geht es dann auch darum, welche Flächen für Straßen, Parks oder Wohnhäuser genutzt werden. Diese Umlegung betrifft die Eigentümergemeinschaften, denen der Grund und Boden gehört. Laut Thiele befindet sich die Stadt mit allen Beteiligten in Gesprächen. 2020 soll, so die damalige Vorlage, keine Einigung für einen Ankauf der Grundstücke durch die Stadt möglich gewesen sein.
Einzug unklar
Wann die ersten neuen Bewohner auf das Warnitzer Feld ziehen können, will die Verwaltung nicht verbindlich sagen. Die LGE soll aber bereits mit Wohnungsbaugenossenschaften im Gespräch sein und es wird auf weitere Interessenten, die bauen wollen, gehofft. Auf die Frage, was das Warnitzer Feld der Stadt Schwerin bringt, antwortet der amtierende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum (CDU): “Wir möchten eine wachsende Stadt sein. Und die braucht Wohngrundstücke. Die müssen wir breit anbieten, in der Stadt und im Grünen. Und da ist das Warnitzer Feld ein Baustein von.”
Sozialwohnungen auf dem Warnitzer Feld?
Wie hoch die Quote für Sozialwohnungen auf dem Warnitzer Feld wird, kann die Verwaltung zur Zeit nicht sagen. Gemäß der “Grundstückspolitischen Leitlinien” der Stadt Schwerin soll die Sozialwohnungsquote bei Bauvorhaben auf öffentlichen Flächen zwischen 25 und 40 Prozent liegen. Auf den Grundstücken, die nach der Umlegung von öffentlichen Unternehmen bebaut werden, ist diese Quote verbindlich. Für die Flächen, die von privaten Eigentümern verkauft oder bebaut werden, nicht.
Nächste Schritte
Der Entwurf des Bebauungsplanes kann hier bereits öffentlich eingesehen werden. Die Ausschüsse und die Stadtvertretung müssen als nächstes beraten und entscheiden. Bei der Sitzung des Hauptausschusses am 28. April fragte Arndt Müller von Grünen auch nach den Eigentumsverhältnissen für das Warnitzer Feld. Die Stadtvertretung soll sich Ende Juni wieder mit dem Thema befassen.





