Erschöpfungszustände durch Corona-Situation

Im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche heißt es nun abwarten in Schwerin. | Foto: Symbolbild

 

Dass sich Corona gerade jetzt so „wohl“ bei uns fühlt, macht die inneren Kämpfe mit der Jahreszeit noch zusätzlich schwer. Die Zeit des Tageslichts ist derzeit kurz. Und selbst dann hat man jetzt im Winter häufig das Gefühl, dass es eigentlich gar nicht hell werden möchte. Das Homeoffice verlangt von unzähligen Menschen eine vollkommene Umstellung ihrer Tagesabläufe. Bislang unbekannte Situationen erzeugen neuen arbeitsbedingten Stress. Man hat noch mehr als sonst das Gefühl, stets erreichbar sein zu müssen. Denn der PC steht ja stets griffbereit. Wirkliche Erfolgskontrolle bleibt aus. Rückmeldungen, die sonst aus dem kurzen Gespräch zwischendurch resultieren fehlen. Eine Art innerer beruflicher Einsamkeit entsteht. Schnell ist Erschöpfung die Folge.

 

Zeitgleich Homeoffice und Homescooling auf engstem Raum: Erschöpfung fördernder Stress für Eltern

Nicht wenige Menschen haben zusätzlich noch mit der Situation zu kämpfen, zeitgleich noch Coach und Lehrer für die im Homeschooling befindlichen Kinder sein zu müssen. Sie verlangen nachvollziehbarer Weise nach Aufmerksamkeit. Ist kein Lehrer zum Fragen per Video oder Telefon griffbereit, müssen die Eltern herhalten. Stress durch Problem der Vereinbarkeit von Job und Kindern bekommt eine ganz neue Dimension. Denn er spielt sich nicht, wie sonst, eher im zeitlichen Bereich sondern vielmehr räumlich ab. Blickt man auf Berichte tatsächlich Betroffener wird schnell klar: Nervenzusammenbrüche und absolute Erschöpfung sind keine Übertreibung. Sie sind harte Realität.

Menschen, denen es so geht, wie zahlreichen berufstätigen Eltern im Homeoffice kämpfen derzeit an unendlich vielen Fronten. Sie wollen und müssen ihrem Job gerecht werden. Sie wollen und müssen für ihre Kinder da sein. Irgendwie gilt es, nebenbei den Haushalt zu machen. Jede Art der Abwechslung, des sich aus der Erschöpfungsspirale Befreiens, ist coronabedingt nicht möglich. Sei es kulturell, durch das Treffen von Freunden oder auch nur die Freude einer ruhigen Stunde im Lieblingscafé um die Ecke. Und hinzu kommt, abhängig davon, wie nahe sie selbst die Gefahr einschätzen, das stetige Gefühl der Risiken einer Corona-Infektion.

 

Chronischer Erschöpfung durch frühzeitiges Erkennen und Behandeln begegnen

Schon vor 20 Jahren litten deutschlandweit – ohne Corona – gut 300.000 Menschen an chronischen Erschöpfungssymptomen, deren genauer Auslöser letztlich in den meisten Fällen nicht erklärbar war und ist. Eine deutlich größere Zahl zeigte schon damals deutliche Symptome einer Erschöpfung auf, die zwar noch nicht chronisch war, aber doch den Alltag bereits spürbar erschwerte. Seither ist diese Anzahl stetig gestiegen. Durch die Corona-bedingten Veränderungen und Belastungen dürfte die Zahl derzeit deutlich in die Höhe schießen. Wichtig für all diejenigen, die betroffen sind, ist dabei, diese Situation nicht zu verdrängen. Denn Erschöpfung, die über einen längeren Zeitraum andauert, kann chronisch werden. Dann wird eine Behandlung in der Regel deutlich schwieriger und vor allem langfristig.

Frühzeitig dagegen anzugehen ist deshalb wichtig. Dabei helfen dann nicht die gut gemeinten aber schlecht gemachten Sprüche vermeintlicher Freunde. „Stell Dich nicht so an.“ „Nun komm schon.“ „Das kann doch wohl nicht so schlimm sein.“ „Das geht auch wieder weg.“ Es hilft nur, selbst dagegen vorzugehen. Sich eigene Räume nehmen. Viel Bewegung. Und das innere Ich im Blick zu haben. Und ruhig den Arzt des Vertrauens aufzusuchen. Das ist weder peinlich noch muss es unangenehm sein. Da sitzen oftmals Menschen mit viel geringeren Problemen.

 

Es muss nicht immer die „chemische Keule“ sein – Pflanzliche Präparate können helfen

Sinnvoll ist dann, mit dem Mediziner offen über die Situation zu sprechen und dabei nach Alternativen zu leider oft schnell verschriebenen „chemischen Keulen“ zu fragen. Natürlich gibt es Situationen und Zustände, in denen diese unausweichlich sind. Oftmals aber, das zeigt sich immer deutlicher, können bereits pflanzliche Arzneimittel für Linderung sorgen. Speziell hoch dosierte Johanneskraut-Präparate haben sich hier als geeignet erwiesen. Sie ermöglichen in vielen Fällen den Weg zurück zum früheren Antrieb, der letztlich auch für Freude am Tag sorgt. Der Körper findet innen und außen wieder zu einer Balance, die am Tag für Schwung und in der Nacht für einen erholsamen Schlaf sorgt. Vor allem aber machen sie weder abhängig, noch sind sie mit den doch oft komplexen Nebenwirkungen der schnell zum Einsatz kommenden Antidepressiva oder anderweitigen chemischen Stimmungsaufheller verbunden. Daher ist es immer sinnvoll, mit dem Arzt des Vertrauens zuerst über den Einsatz pflanzlicher Präparate zu sprechen. In den meisten Fällen sind die Ärzte sogar dankbar, nicht gleich in den Chemiekasten greifen zu müssen. Je schneller man bei Erschöpfungssymptomen den Weg zum Arzt des Vertrauens sucht, desto besser helfen diese pflanzlichen Präparate.

Redaktion

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