Do, 13. August 2026
Close

Kolumne: Ey, du kommst hier nicht rein…

Schwerin, 08.11. 2017 (cl). Wir freuen uns, dass wir mit Christin Leschien eine neue Kolumnistin in unseren Reihen begrüßen können, die regelmäßig verschiedene Dinge des Lebensalltags aufs Korn nehmen wird.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht November 8, 2017

Von Christin Leschien

Schw­erin, 08.11. 2017 (cl). Wir freuen uns, dass wir mit Christin Leschien eine neue Kolum­nistin in unseren Rei­hen begrüßen kön­nen, die regelmäßig ver­schiedene Dinge des Leben­sall­t­ags aufs Korn nehmen wird. Als junge Mut­ter stört sie seit einiger Zeit, dass es manch­mal ziem­lich schw­er in Schw­erin ist, mit dem Kinder­wa­gen den All­t­ag zu bewälti­gen.

 

 

…so oder so ähn­lich fühltst du dich so manch­es Mal als Mama eines Kinder­wa­gen-Kindes. Nicht etwa weil Du aussiehst wie ein Pan­da mit dick­en Augen­rin­gen, oder etwa weil dein Shirt mit unzäh­li­gen Spuck­fleck­en über­säht ist. Nein, bis zu der Per­son, die über uns urteilen kön­nte kom­men wir meist gar nicht, denn wir sind zu bre­it für so manche Tür oder zu schw­er und sper­rig für so manche Treppe. Und falls du jet­zt denkst ich rede über unseren nach der Ent­bindung „wohl geformten” Kör­p­er – NEIN.  Der würde es uns sog­ar noch ermöglichen.

 

Nach drei Stufen ist meistens Schluss

 

Aber WIR- das sind nicht nur wir Mut­tis- son­dern mit­tler­weile auch unsere Kinder­wa­gen. Egal ob du einen Retro-Shop­per aus den Tiefen irgen­deines Kellers erwor­ben hast oder aber den neuesten, von Stiftung War­entest mit Test­note sehr gut deklar­i­erten, Luxu­ss­chlit­ten, bei­de Mod­elle scheit­ern spätestens an den drei Stufen in irgen­deinem Foy­er eines Haus­es.

 

Kinderwagen und Rollstuhlfahrer bei Architekten aus dem Blick?

 

Wie oft musste ich schon die Erfahrung machen mit meinem Kinder­wa­gen durch irgen­dein Hin­tertürchen in ein Haus zu gelangen…oder aber ich „passte” durch die Vordertür und musste fest­stellen, dass ich zu schwach auf der Brust bin meinen Kinder­wa­gen die paar Stufen im Foy­er hochzustem­men. Es ist ja meist nicht ein­mal so, dass ich gerne zu diesen Ter­mi­nen gehe, bei denen ich meine Gren­zen aufgewiesen bekomme.

Meist sind es Ärzte, Zah­närzte oder Ver­sicherungsagen­turen, die nicht für solche „Einzelfälle” wie eine Mut­ter mit Kinder­wa­gen aus­gerichtet sind. Also frage ich mich…sollten wir Müt­ter nur noch ohne unsere Kinder diese Ein­rich­tun­gen auf­suchen? Hat der Geruch des Windelin­haltes unser­er Kinder die Büros der Architek­ten erre­icht und deren Synapsen so benebelt, dass wir und aber auch Roll­stuhlfahrer bei der Pla­nung nicht bedacht wer­den?! Sind wir eine so sel­tene Spezies? Dann frage ich mich doch aber wieviele Sim­u­lanten in Schw­erin herum­laufen, die mit ihren Kinder­wa­gen und Roll­stühlen ein­fach nur Schau laufen! In diesem Sinne… keep Rollin´.

 

 

Über die Autorin:

Christin Leschien ste­ht mit­ten im Leben und schreibt immer wieder Kolum­nen für unter­schiedliche Mag­a­zine und Zeitun­gen.  So schrieb sie beispiel­sweise schon für die PISTE und ver­schiedene Hunde-Mag­a­zine. Seit Novem­ber 2017 schreibt sie für die Onlinezeitung Schw­erin-Lokal monatlich eine Kolumne über den All­t­ag in Schw­erin.