Do, 11. Dezember 2025
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Zwischen Politik und Alltag:
Fachtag sucht Wege zu mehr Bürgernähe

Im Schweriner Wichernsaal diskutierten Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft beim Fachtag „Bürgerbeteiligung stärken“ über neue Wege dialogischer Demokratie.

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  • Veröffentlicht November 5, 2025
Foto: Jens Garling
Im Wich­ern­saal Schw­erin disku­tierten Poli­tik und Gesellschaft über Wege für mehr Bürg­er­beteili­gung Foto: Jens Gar­ling

 

Wie kann Bürg­er­beteili­gung in Meck­len­burg-Vor­pom­mern stärk­er ver­ankert wer­den – und was braucht es, damit Men­schen wieder Ver­trauen in demokratis­che Prozesse gewin­nen? Diese Fra­gen standen im Mit­telpunkt des Fach­tags „Bürg­er­beteili­gung stärken“, der am Don­ner­stag im Wich­ern­saal in Schw­erin stat­tfand. Vertreterin­nen und Vertreter aus Poli­tik, Ver­wal­tung und Zivilge­sellschaft kamen zusam­men, um Wege für mehr dial­o­gori­en­tierte Demokratie zu disku­tieren.

Organ­isiert wurde die Ver­anstal­tung vom Pro­jekt „Bürg­er­räte für MV“, das sich seit 2023 für die Ein­führung los­basiert­er Bürg­er­räte im Land ein­set­zt. Ziel ist es, Bürg­erin­nen und Bürg­er nicht nur zu informieren, son­dern sie aktiv in poli­tis­che Entschei­dung­sprozesse einzubeziehen. Beson­ders im Fokus ste­ht dabei, auch jene Men­schen zu erre­ichen, „die son­st eher schweigen“, wie es die Ver­anstal­ter for­mulierten.

Beispiele aus Malchin und Neubran­den­burg zeigten, dass Bürg­er­beteili­gung vor Ort bere­its erfol­gre­ich funk­tion­ieren kann – wenn sie gut mod­eriert, trans­par­ent und kon­tinuier­lich gestal­tet wird. Damit solche For­mate dauer­haft wirken, brauche es laut den Teil­nehmenden eine Ver­ste­ti­gung dial­o­gis­ch­er Struk­turen auf kom­mu­naler und Lan­desebene.

Unter den Gästen waren unter anderem Dr. Ste­fanie Drese, Min­is­terin für Soziales, Gesund­heit und Sport Meck­len­burg-Vor­pom­mern, sowie Mar­vin Fis­ch­er, Refer­at­sleit­er für Bürg­er­beteili­gung im Säch­sis­chen Staatsmin­is­teri­um. Bei­de beton­ten die Bedeu­tung von Ver­trauen, Trans­parenz und gegen­seit­igem Zuhören für das demokratis­che Miteinan­der.

Der Fach­tag ver­stand sich als Plat­tform des Aus­tauschs – zwis­chen Bürg­erin­nen und Bürg­ern, Fach­leuten und Entschei­dungsträgern. Er soll den Auf­takt für weit­ere regionale Dialog­for­mate bilden, die in den kom­menden Monat­en fort­ge­set­zt wer­den.