Zwischen Politik und Alltag:
Fachtag sucht Wege zu mehr Bürgernähe
Im Schweriner Wichernsaal diskutierten Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft beim Fachtag „Bürgerbeteiligung stärken“ über neue Wege dialogischer Demokratie.

Wie kann Bürgerbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern stärker verankert werden – und was braucht es, damit Menschen wieder Vertrauen in demokratische Prozesse gewinnen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Fachtags „Bürgerbeteiligung stärken“, der am Donnerstag im Wichernsaal in Schwerin stattfand. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um Wege für mehr dialogorientierte Demokratie zu diskutieren.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Projekt „Bürgerräte für MV“, das sich seit 2023 für die Einführung losbasierter Bürgerräte im Land einsetzt. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger nicht nur zu informieren, sondern sie aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Besonders im Fokus steht dabei, auch jene Menschen zu erreichen, „die sonst eher schweigen“, wie es die Veranstalter formulierten.
Beispiele aus Malchin und Neubrandenburg zeigten, dass Bürgerbeteiligung vor Ort bereits erfolgreich funktionieren kann – wenn sie gut moderiert, transparent und kontinuierlich gestaltet wird. Damit solche Formate dauerhaft wirken, brauche es laut den Teilnehmenden eine Verstetigung dialogischer Strukturen auf kommunaler und Landesebene.
Unter den Gästen waren unter anderem Dr. Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, sowie Marvin Fischer, Referatsleiter für Bürgerbeteiligung im Sächsischen Staatsministerium. Beide betonten die Bedeutung von Vertrauen, Transparenz und gegenseitigem Zuhören für das demokratische Miteinander.
Der Fachtag verstand sich als Plattform des Austauschs – zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Fachleuten und Entscheidungsträgern. Er soll den Auftakt für weitere regionale Dialogformate bilden, die in den kommenden Monaten fortgesetzt werden.



