Sa, 13. Juni 2026
Close

Nach Notdienst-Besuch in Schwerin:
Seniorin bestohlen und abkassiert

Zwei mutmaßliche falsche Handwerker sollen eine Seniorin in Schwerin bestohlen und betrogen haben. Ein aufmerksamer Nachbar bemerkte die Männer und half der Polizei entscheidend weiter.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Mai 18, 2026
Falsche Handwerker Schwerin
Foto: KI/SNO

In der Schw­er­iner Garten­stadt haben mut­maßliche falsche Handw­erk­er eine Senior­in bestohlen und mit ein­er über­höht­en Rech­nung bet­ro­gen. Nur dank eines aufmerk­samen Nach­barn kon­nten die Tatverdächti­gen noch in der­sel­ben Nacht iden­ti­fiziert wer­den.

Der Vor­fall ereignete sich am Sam­stagabend. Ein 46-jähriger Nach­bar war stutzig gewor­den, als er beobachtete, wie zwei Män­ner mit einem Werkzeugkof­fer eine Nach­bar­woh­nung betrat­en. Weil ihm die Sit­u­a­tion ungewöhn­lich vorkam, fragte er bei der 69-jähri­gen Bewohner­in nach. Diese erk­lärte zunächst, sie habe einen Elek­tronot­di­enst bestellt.

Nach­dem die Arbeit­en been­det waren, suchte der Nach­bar erneut das Gespräch mit der Senior­in. Dabei bemerk­te er, dass die Frau sichtlich aufgelöst war. Wie sich her­ausstellte, fehlten plöt­zlich 120 Euro Bargeld aus ihrem Porte­mon­naie. Zudem sollen die ver­meintlichen Handw­erk­er einen deut­lich über­höht­en Betrag für ihre Arbeit­en ver­langt haben.

Männer zeitweise unbeobachtet

Nach bish­eri­gen Erken­nt­nis­sen hat­te die 69-Jährige zuvor tele­fonisch einen Elek­tronot­di­enst erre­ichen wollen. Unter der gewählten Num­mer sei zunächst nie­mand erre­ich­bar gewe­sen. Kurz darauf erhielt die Frau jedoch mehrere Rück­rufe von ein­er anderen Tele­fon­num­mer. Dabei wurde kurzfristig ein Ter­min vere­in­bart und die bei­den Män­ner erschienen an ihrer Wohnan­schrift.

Während der Arbeit­en kon­nten sich die Män­ner zeitweise unbeobachtet in der Woh­nung bewe­gen. Dies nutzten sie offen­bar, um Bargeld aus dem Porte­mon­naie der Senior­in zu entwen­den. Weil die Frau den geforderten Betrag nicht bar bezahlen kon­nte, boten die Män­ner eine Karten­zahlung an. Nach Angaben der Geschädigten wurde dabei allerd­ings ein Betrag eingegeben, der ein Vielfach­es der ursprünglich genan­nten Summe betrug.

Als die Senior­in die Män­ner mit den Vor­wür­fen kon­fron­tierte, ver­ließen diese umge­hend die Woh­nung.

Foto vom Fahrzeug gemacht

Der aufmerk­same Nach­bar hat­te inzwis­chen ein Foto des genutzten Fahrzeugs gemacht und dieses der Polizei zur Ver­fü­gung gestellt. Im Rah­men der Fah­n­dung kon­nte das Auto noch in der­sel­ben Nacht im Stadt­ge­bi­et fest­gestellt wer­den. Die Polizei iden­ti­fizierte daraufhin zwei 19-jährige Tatverdächtige aus Essen mit afghanis­ch­er beziehungsweise türkisch­er Nation­al­ität.

Die Krim­i­nalpolizei ermit­telt nun wegen des Ver­dachts des Betrugs und des Dieb­stahls. Die Polizei bedank­te sich aus­drück­lich bei dem Nach­barn für dessen umsichtiges Ver­hal­ten und die schnelle Weit­er­gabe der entschei­den­den Hin­weise.

Im Zusam­men­hang mit dem Fall rät die Polizei, Handw­erk­er nur nach vorheriger Ter­min­vere­in­barung in die Woh­nung zu lassen, unbekan­nte Per­so­n­en nicht unbeauf­sichtigt zu lassen und Rech­nun­gen sowie Karten­zahlun­gen sorgfältig zu prüfen. Bei verdächti­gen Sit­u­a­tio­nen sollte umge­hend die Polizei ver­ständigt wer­den.