Trickdiebe schlagen zu:
Falsche Polizisten bestehlen Senioren in Schweriner Weststadt
Die Polizei warnt in Schwerin vor Trickdieben, die gezielt ältere Menschen ansprechen und sich teils als Polizeibeamte ausgeben. Zwei Senioren wurden in der Weststadt Opfer der Täter.

In Schwerin warnt die Polizei aktuell vor Trickdiebstählen zum Nachteil älterer Menschen. Die Kriminalpolizei ermittelt nach zwei Vorfällen, die sich bereits am 7. Mai in der Weststadt ereignet haben. Betroffen waren zwei Senioren im Alter von 91 und 82 Jahren.
Nach Angaben der Polizei waren beide Männer altersbedingt körperlich eingeschränkt und mit ihren Rollatoren im Umfeld ihrer Wohnungen unterwegs, als sie von unbekannten Männern angesprochen wurden.
Im ersten Fall bot ein bislang unbekannter Täter einem 91-Jährigen eine Lederjacke und eine Uhr zum Kauf an. Der Senior ließ den Mann daraufhin in seine Wohnung. Wenig später erschien ein weiterer Tatverdächtiger. Zwar kaufte der 91-Jährige die angebotene Jacke, nachdem die Männer die Wohnung verlassen hatten, bemerkte er jedoch zusätzlich den Diebstahl von Bargeld.
Täter gaben sich als Polizisten aus
Kurze Zeit später kam es zu einem ähnlichen Vorfall bei einem 82-jährigen Schweriner. Zwei unbekannte Männer sprachen ihn an seiner Wohnung an und gaben sich als Polizeibeamte aus. Sie erklärten, nach Jacken und Schmuck zu suchen. Auch der 82-Jährige gewährte den Männern Zutritt zu seiner Wohnung. Erst nach deren Verschwinden stellte er fest, dass Bargeld fehlte.
Der finanzielle Schaden liegt in beiden Fällen jeweils bei rund 160 Euro.
Ein Tatverdächtiger wurde in beiden Fällen ähnlich beschrieben. Laut Polizei soll es sich um einen kräftigen beziehungsweise stämmigen Mann mit dunklen Haaren handeln, der akzentfrei Deutsch sprach. Einer der beiden Männer sei zudem deutlich jünger gewesen als sein Begleiter.
Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei appelliert insbesondere an ältere Menschen und deren Angehörige, bei unangekündigten Besuchen oder ungewöhnlichen Verkaufsangeboten misstrauisch zu sein. Unbekannte Personen sollten nicht in die Wohnung gelassen werden. Zudem raten die Beamten dazu, sich bei angeblichen Amtspersonen immer einen Dienstausweis zeigen zu lassen und im Zweifel die Polizei zu verständigen.
Zeugen oder mögliche weitere Betroffene werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Schwerin unter der Telefonnummer 0385/5180 2224 oder per E‑Mail an kk.schwerin@polmv.de
zu melden. Bei akuten verdächtigen Beobachtungen soll umgehend der Notruf 110 gewählt werden.



