Betrugsversuche:
Falsche Polizisten rufen ältere Menschen in Schwerin an
In Schwerin sind mindestens acht Anrufe falscher Polizisten bekannt geworden. Die Betrüger fragen ältere Menschen gezielt nach Schmuck und anderen Wertsachen.

Foto: Vitaly Gariev auf Unsplash
In Kürze:
- In Schwerin sind mindestens acht Anrufe von falschen Polizisten bekannt geworden.
- Die Täter sollen ältere Menschen gezielt nach Schmuck und anderen Wertsachen gefragt haben.
- Die Polizei rät, keine Informationen preiszugeben, aufzulegen und anschließend selbst die Polizei zu kontaktieren.
In Schwerin versuchen Betrüger derzeit offenbar verstärkt, ältere Menschen mit der Masche „falsche Polizisten“ auszufragen. Nach Angaben der Polizei gegenüber dem NDR sind bereits acht entsprechende Anrufe bekannt geworden. Die Täter gaben sich demnach als Kriminalpolizisten aus.
Am Telefon sollen die Anrufer gezielt nach Wertsachen und Schmuck gefragt haben. Eine Polizeisprecherin stellte gegenüber dem NDR klar, dass echte Polizeibeamte solche Fragen nicht stellen, insbesondere nicht am Telefon.
Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte deshalb keine Angaben zu Geld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen machen. Die Polizei rät Betroffenen, das Gespräch zu beenden und anschließend selbst Kontakt mit der Polizei aufzunehmen.
Wichtig ist dabei, nicht eine vom Anrufer genannte Telefonnummer zu verwenden. Im Zweifel können Betroffene selbst die 110 wählen.
Falsche Polizisten setzen auf Vertrauen
Die Betrugsmasche ist nicht neu. Die Täter nutzen gezielt die Autorität, die viele Menschen mit der Polizei verbinden, und bauen häufig eine erfundene Gefahrensituation auf.
Das Bundeskriminalamt warnt vor verschiedenen Varianten. Täter behaupten beispielsweise, nach der Festnahme einer Einbrecherbande seien Hinweise gefunden worden, dass auch das Vermögen der angerufenen Person in Gefahr sei. Anschließend sollen Bargeld oder Wertsachen vermeintlich „in Sicherheit“ gebracht werden.
Keine Angaben zu Wertsachen machen
Die Polizei fordert niemals telefonisch dazu auf, Geld oder Schmuck zur Sicherung an Beamte oder andere Personen zu übergeben. Auch Fragen nach Vermögensverhältnissen sollten bei einem unerwarteten Anruf misstrauisch machen.
Angehörige können ältere Familienmitglieder auf die Betrugsmasche aufmerksam machen und mit ihnen besprechen, wie sie bei verdächtigen Anrufen reagieren.
Für die aktuell bekannt gewordenen Fälle in Schwerin liegt bislang keine öffentlich zugängliche Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schwerin vor. Die Zahl von acht Anrufen und die Angaben zum Vorgehen der Täter beruhen auf Informationen der Polizei gegenüber dem NDR.





