Stadt für alle Lebensphasen:
Familienfreundlichkeit als Markenbotschaft
Mit dem neuen Auftritt der Stadt wurden Werte und Aussagen festgeschrieben, die im Marketing nach innen und außen punkten sollen.

Eine familienfreundliche Stadt zeichnet sich dadurch aus, dass sie Lebensbedingungen schafft, die das Wohl von Familien – insbesondere mit Kindern – aktiv fördern. Deshalb wurde die „Familienfreundlichkeit“ im neuen Markenauftritt auch deutlich herausgestellt. Darin ist nun verankert: „Geborgen und zu Hause fühlen – in Schwerin geht das ganz leicht. Die Lebenshauptstadt verbindet städtisches Flair mit ländlichem Charme. Zwischen prachtvollen Gassen, entspannten Cafés und glitzernden Seen finden Menschen einen Platz fürs Leben, der Ruhe und Perspektiven schenkt. Die Stadt bietet Raum für alle Lebensphasen. Bezahlbares Wohnen, gesicherte Betreuung, gute Schulen und vielfältige Freizeitangebote machen den Alltag lebenswerter. Und weil alles so nah beieinander liegt, bleibt mehr Zeit für die wichtigen und angenehmen Dinge des Lebens.
Ob man in Schwerin aufwächst, hierher zurückkehrt oder neu in der Nachbarschaft ist – man kennt sich oder lernt sich schnell kennen. Denn in der Lebenshauptstadt wohnt und arbeitet man nicht nur, hier gehört man dazu.“ Das sind klare Worte, die künftig in den Markenwert einzahlen sollen.
Schwerin punktet mit vielen öffentlichen Spielplätzen
Die Schweriner Bürger stellen tatsächlich die Familienfreundlichkeit als besonderen Wert ihrer Stadt heraus, wenn sie dazu gefragt werden. Gegenüber der Redaktion kamen aber neben vielen positiven Aussagen auch Kritiken auf: „Zu wenig Angebote für Jugendliche“, insbesondere in Stadtteilen, in denen die soziale Not durch Arbeitslosigkeit hoch ist. Auch das „kühle Miteinander“ wird erwähnt. „Mehr Herzlichkeit“ in der Nachbarschaft und „in der politischen Diskussion“ wünschen sich beispielsweise Bewohner in Lankow und im Mueßer Holz. Mit knapp 100 öffentlichen Spielplätzen sei Schwerin gut aufgestellt. Die Sanierung einiger Spielplätze in Stadtteilen wie Werdervorstadt, Weststadt oder Neu Zippendorf wird honoriert und auch der Zustand der Anlagen im Allgemeinen positiv bewertet.
Auch die überaus gute Verkehrsanbindung mit Bus und Straßenbahn wird als sehr positiv empfunden, gleichzeitig werden aber zu hohe Fahrpreise für Familien moniert. Als unglücklich empfinden Familienangehörige die unsicheren Radwege auf der Fahrt zur Schule oder ins Büro. Die Lösung, „Radwege auf die Straßen zu malen“ sei keine sichere. Nicht zuletzt steht auch der „bezahlbare Wohnraum“ auf dem Wunschzettel der Schweriner, gleichzeitig wird allerdings auch die Forderung nach Wohneigentum aufgemacht, damit sich junge Familien in Schwerin statt im Umland niederlassen. Es ist also noch einiges zu tun, um den Wert „Familienfreundlichkeit“ zu steigern.



