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Betrug an Haustür:
Betrugsverdacht in Schwerin: Polizei warnt vor falschen Fensterputzern

Nach Fällen in Nordwestmecklenburg ermittelt die Polizei nun auch in Schwerin und Ludwigslust-Parchim. Kunden sollen statt kleiner Rechnungen vierstellige Beträge gezahlt haben.

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  • Veröffentlicht August 19, 2026

 

Die Polizei warnt vor betrügerischen Fen­ster­putzern. Foto (Sym­bol­bild): Nino Maghradze auf Unsplash


In Kürze:

  • In Schw­erin und Lud­wigslust-Parchim ermit­telt die Polizei nach mut­maßlichen Betrugs­fällen durch Fen­ster­putzer.
  • Statt vere­in­barter zweis­tel­liger Preise sollen Betrof­fe­nen teil­weise Beträge im unteren vier­stel­li­gen Bere­ich abge­bucht wor­den sein.
  • Die Polizei sucht weit­ere Geschädigte und Hin­weise zu den Tatverdächti­gen sowie einem auf­fäl­lig beschrifteten weißen Trans­porter.

 

In Schw­erin und im Land­kreis Lud­wigslust-Parchim sind mehrere Fälle bekan­nt gewor­den, bei denen mut­maßliche Betrüger ihre Dien­ste als Fen­ster­putzer ange­boten haben. Nach Angaben der Polizei wur­den Geschädigten anschließend über ein mobiles Karten­le­segerät deut­lich höhere Beträge abge­bucht als vere­in­bart. Die Krim­i­nalpolizei ermit­telt wegen des Ver­dachts des Betruges.

Bere­its in der ver­gan­genen Woche hat­te die Polizei vor ähn­lichen Fällen in Nord­west­meck­len­burg gewarnt. Nun sind weit­ere Vor­fälle hinzugekom­men. Nach bish­erigem Ermit­tlungs­stand ähneln sich die Fälle in ihrem Ablauf.

Die mut­maßlichen Fen­ster­putzer sprechen dem­nach Men­schen direkt an deren Wohnan­schrift an und bieten eine Fen­ster­reini­gung zu einem ver­gle­ich­sweise niedri­gen Preis an. Bei der Bezahlung akzep­tieren sie nach Angaben der Polizei jedoch kein Bargeld, son­dern ver­lan­gen eine Zahlung mit Bankkarte über ein mobiles Karten­le­segerät.

Beson­ders auf­fäl­lig ist die Dif­ferenz zwis­chen vere­in­bartem Preis und später­er Abbuchung: Während für die Reini­gung lediglich zweis­tel­lige Beträge vere­in­bart wor­den sein sollen, bemerk­ten Betrof­fene anschließend Abbuchun­gen im unteren vier­stel­li­gen Bere­ich.

Fensterputzer sollen Fehlermeldungen vorgetäuscht haben

In eini­gen Fällen sollen die Tatverdächti­gen behauptet haben, die erste Karten­zahlung sei wegen ein­er Fehler­mel­dung nicht erfol­gre­ich gewe­sen. Die Betrof­fe­nen wur­den daraufhin aufge­fordert, den Bezahlvor­gang zu wieder­holen. Die Polizei prüft nun, wie die hohen Abbuchun­gen zus­tande kamen und ob die einzel­nen Fälle miteinan­der zusam­men­hän­gen. Angaben zur genauen Zahl der Geschädigten und zur bis­lang bekan­nten Gesamtschaden­shöhe machte sie zunächst nicht.

Nach der bish­eri­gen Beschrei­bung waren die Verdächti­gen mit einem weißen Trans­porter unter­wegs, der großflächig beschriftet gewe­sen sein soll. Teil­weise trat­en zwei Per­so­n­en gemein­sam auf.

Polizei warnt vor Betrug an der Haustür

Die Polizei rät dazu, bei unangekündigten Dien­stleis­tungsange­boten an der Haustür vor­sichtig zu sein. Vor Beginn der Arbeit­en soll­ten sowohl der Preis als auch die möglichen Zahlungsarten ein­deutig vere­in­bart wer­den. Wer mit Karte bezahlt, sollte ins­beson­dere den auf dem Lesegerät angezeigten Betrag kon­trol­lieren, bevor die Zahlung bestätigt wird. Die PIN sollte auss­chließlich selb­st eingegeben und keines­falls anderen Per­so­n­en mit­geteilt wer­den.

Behauptet ein Anbi­eter, eine Zahlung sei fehlgeschla­gen, emp­fiehlt die Polizei, sich die entsprechende Fehler­mel­dung auf dem Gerät zeigen zu lassen. Auch bei einem zweit­en Bezahlvor­gang sollte der angezeigte Betrag erneut über­prüft wer­den. Mis­strauisch soll­ten Kun­den zudem wer­den, wenn erst nach Abschluss der Arbeit­en plöt­zlich andere Zahlungs­be­din­gun­gen ver­langt wer­den. Wer sich unter Druck geset­zt fühlt oder einen Betrugsver­such ver­mutet, sollte sich Unter­stützung holen und gegebe­nen­falls die Polizei ver­ständi­gen.

Polizei sucht weitere Geschädigte

Die Ermit­tler wollen nun auch klären, ob es weit­ere bis­lang nicht gemeldete Fälle gibt. Men­schen, die in den ver­gan­genen Wochen auf ähn­liche Weise geschädigt wur­den, sollen sich bei der Polizei melden. Das gilt eben­so für Zeu­gen, die Angaben zu den Tatverdächti­gen oder dem beschriebe­nen weißen Trans­porter machen kön­nen. Hin­weise nimmt unter anderem das Polizei­haup­tre­vi­er Schw­erin unter 0385 5180–2224 ent­ge­gen. Auch jede andere Polizei­di­en­st­stelle kann informiert wer­den.