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Naturschutz:
Schweriner Feuchtwiesen werden mit neuer Technik gemäht

Die Mahd der Feuchtwiesen in Schwerin beginnt ab Mitte Juli. Eine besonders boden- und insektenschonende Technik soll die geschützten Lebensräume erhalten.

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  • Veröffentlicht Juli 17, 2026
Die Feuchtwiesen im Schw­er­iner Stadt­ge­bi­et wer­den ab Mitte Juli mit ein­er beson­ders boden- und insek­ten­scho­nen­den Tech­nik gepflegt. Foto: J.-P- Meyen

 


In Kürze

  • Die Mahd der Feuchtwiesen in Schw­erin begin­nt früh­estens Mitte Juli.
  • Erst­mals kommt eine beson­ders boden- und insek­ten­scho­nende Mähtech­nik zum Ein­satz.
  • Ziel ist der langfristige Erhalt sel­tener Pflanzenarten und wertvoller Leben­sräume.

 

Die Feuchtwiesen in Schw­erin wer­den in den kom­menden Wochen im Auf­trag der Unteren Naturschutzbe­hörde gemäht. Die Pflege der geschützten Flächen begin­nt früh­estens ab Mitte Juli, wenn die meis­ten Pflanzen bere­its Samen gebildet haben. Erst­mals kommt dabei eine neue Mähtech­nik zum Ein­satz, die den empfind­lichen Moor­bo­den und die Tier­welt beson­ders scho­nen soll.

Betrof­fen sind mehrere Feuchtwiesen im Stadt­ge­bi­et, darunter Flächen bei Ade­bors Näs. Die nährstof­far­men und dauer­haft feucht­en Stan­dorte zählen zu den arten­re­ich­sten Biotopen der Stadt. Dort wach­sen unter anderem sel­tene Pflanzen wie die Kuck­ucks-Licht­nelke und das Bre­it­blät­trige Knabenkraut, eine heimis­che Orchideenart.

Die jährliche Mahd ist nach Angaben der Unteren Naturschutzbe­hörde notwendig, um diese Leben­sräume langfristig zu erhal­ten. Ohne regelmäßige Pflege wür­den zunächst hochwüch­sige Gräs­er und später Sträuch­er und Bäume die offe­nen Feuchtwiesen ver­drän­gen. Viele der spezial­isierten Pflanzen- und Tier­arten wür­den dadurch ihren Leben­sraum ver­lieren.

Mit der neuen Tech­nik soll die Pflege möglichst scho­nend erfol­gen. Die Arbeit­en übern­immt die Fir­ma Land­schaft­spflege Meyen. Das einge­set­zte einach­sige Mäh­w­erk fährt auf bre­it­en Stachel­walzen, um den weichen Moor­bo­den möglichst wenig zu verdicht­en.

Schonende Mahd schützt Insekten und Moorboden

Zum Ein­satz kommt ein Messer­mäh­balken mit soge­nan­nter Insek­ten­scheuche. Diese Vor­rich­tung soll Insek­ten vor dem Mäh­w­erk auf­scheuchen, damit sie auswe­ichen kön­nen. Zudem wird mit ein­er Schnit­thöhe von min­destens zehn Zen­time­tern gear­beit­et. Dadurch sollen am Boden lebende Insek­ten sowie kleine Wirbeltiere bess­er geschützt wer­den.

Rund zehn Prozent jed­er gemäht­en Fläche bleiben außer­dem unberührt. Diese soge­nan­nten Rück­zugs­flächen bieten Insek­ten nach der Mahd Schutz und erle­ichtern die Wiederbe­sied­lung der Wiesen. Beson­ders wichtig ist das für Schmetter­lingsarten, deren Pup­pen bere­its im Boden oder an Pflanzen sitzen und sich nicht mehr fort­be­we­gen kön­nen.

Feuchtwiesen bleiben unter Beobachtung

Die Untere Naturschutzbe­hörde begleit­et die Entwick­lung der geschützten Feuchtwiesen kon­tinuier­lich. Ziel ist es, die Pflege­maß­nah­men an die Bedürfnisse der sen­si­blen Leben­sräume anzu­passen und die Arten­vielfalt langfristig zu sich­ern.