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Versprochen, gebrochen:
FILMLAND MV verliert zentrale Kino-Aufgaben an das Kulturministerium

Mitten im Sommer erreicht die Kinolandschaft Mecklenburg-Vorpommerns eine Nachricht, die für viele wie ein herber Rückschlag wirkt. Das Kulturministerium entzieht der FILMLAND MV gGmbH wesentliche Aufgaben.

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  • Veröffentlicht August 1, 2025
| Foto: MAG Cin­e­ma, FILMLAND MV

Seit 2019 hat sich die in Schw­erin ansäs­sige Gesellschaft mit dem „Kinokul­tur­preis in Meck­len­burg-Vor­pom­mern“ einen Namen gemacht. Jährlich ehrte sie rund 30 gewerbliche und nicht-gewerbliche Spiel­stät­ten für ihr her­aus­ra­gen­des Film­pro­gramm. Dafür standen 100.000 Euro an Preis­geld zur Ver­fü­gung. Alles rund um Konzep­tion, Auss­chrei­bung, Jur­yarbeit und Preisver­lei­hung lag in den Hän­den der gemein­nützi­gen GmbH.

Mehr noch: Mit Fabi­an Liebenow holte FILMLAND MV 2021 einen eige­nen „Kinoküm­mer­er“ an Bord. Er fungierte als zen­traler Ansprech­part­ner, Berater und Ver­net­zer für die Kinos, aber auch für die Lan­desregierung zum Beispiel in Förder­fra­gen. Work­shops, Kon­feren­zen und der lan­desweite „MV Kino­tag“ wur­den auf die Beine gestellt. Die Ini­tia­tive machte bun­desweit Schule.

Ein Schlag ins Kon­tor

Doch nun soll all das enden. Das Min­is­teri­um will die Preisver­gabe übernehmen, die strate­gis­che Kino­pla­nung ein­stellen. Für FILMLAND MV-Geschäfts­führer Volk­er Kufahl ein Schlag ins Kon­tor: „Damit wer­den jahre­lang aufge­baute Kom­pe­ten­zen bei der FILMLAND MV und eine funk­tion­ierende, bun­desweit beachtete Ver­net­zungsar­beit der gewerblichen und nicht-gewerblichen Kinos im Bun­des­land zunichte gemacht. Es wer­den uns im laufend­en Jahr ohne Vorankündi­gung wichtige Auf­gaben ent­zo­gen.“

Kri­tik kommt auch mit Blick auf die Poli­tik: Die Entschei­dung wider­spreche dem Koali­tionsver­trag von SPD und LINKEN, in dem die Stärkung von Kinos als kul­turelle Begeg­nung­sorte fest­geschrieben sei. Kufahl spricht von einem Ver­trauens­bruch und warnt: „Aus über­re­gionaler Sicht wird dem Film- und Kino­s­tan­dort MV Schaden zuge­fügt.“

FILMLAND MV-Geschäfts­führer Volk­er Kufahl | Foto: max­press