Ein Raum für Begegnung und Inspiration:
Förderverein und Museum verbinden Tradition und Moderne
Museums-Rückkehr mit Herz: Christine Rutsch und der Förderverein feiern die Wiedereröffnung – mit neuer Kunst, inspirierendem Raum und kostenlosem Eintritt für alle.

Wenn Christine Rutsch an den Tag der Wiedereröffnung denkt, ist es für sie auch ein sehr persönlicher Moment. Seit drei Jahrzehnten engagiert sich die Architektin mit Leidenschaft im Förderverein, seit zehn Jahren im Vorstand und seit mehreren Jahren als Vorsitzende. Ihr Anliegen ist es, das Museum nicht nur als Ort der Kunst, sondern als lebendigen Raum für Begegnung und Inspiration begreifbar zu machen.
„Die aufwendige Sanierung hat ein Haus entstehen lassen, das Tradition und Moderne verbindet und den Rahmen für eine zeitgemäße Ausstellung der Werke bildet. So können Besucherinnen und Besucher altvertraute Lieblingsstücke ganz neu entdecken“, berichtet sie über die neue Präsentation der Kunst.
Ein einzigartiger Museumsraum
Doch es gibt auch etwas komplett Neues zu erleben: Als das Museum fragte, ob sie sich finanziell beteiligen möchten, damit Tobias Rehberger – einer der renommiertesten deutschen Gegenwartskünstler und Träger des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig 2009 – eine Rauminstallation speziell für das Museum Schwerin realisieren kann, sagten die Museumsfreunde sofort zu.
„Wir waren natürlich mit Begeisterung dabei! Der Tobias-Rehberger-Raum bricht bewusst mit traditionellen Vorstellungen von Originalität – ganz im Sinne von Marcel Duchamp – und hinterfragt, was Kunst im 21. Jahrhundert sein kann“, erklärt die Vorsitzende. „Als Architektin bin ich ein visueller Mensch. Ich liebe das Betrachten und Verstehen. Kunst bewegt mich, durch sie kann ich auf eine Reise gehen – in die Vergangenheit, durch die Gegenwart und bis in die Zukunft“, beschreibt sie ihre Motivation.
Künstlerische Vielfalt für alle erlebbar machen
Der Förderverein hat in seiner Geschichte bereits bedeutende Kunstwerke für die Sammlung erworben, darunter 1996 Marcel Duchamps Trebuchet/Stolperfalle von 1917/1964 und 2016 Günther Ueckers Sandspirale aus dem Jahr 1970. Unterstützt wurden die Ankäufe durch die Kulturstiftung der Länder.
Beide Werke stehen beispielhaft für das Ziel des Vereins, künstlerische Vielfalt zu fördern und internationale Kunstgeschichte in Schwerin erlebbar zu machen. Zu seinem 30-jährigen Vereinsjubiläum, das zeitlich mit der Wiedereröffnung des Museums zusammenfällt, blickt Christine Rutsch mit Stolz auf das Erreichte. „Die ehrenamtliche Arbeit im Verein ist eine große Freude – und noch mehr Spaß macht es, dass wir mit unseren Beiträgen die vielfältigen Aktivitäten des Museums unterstützen und bereichern können“, so Christine Rutsch.
Besonders schön findet sie, dass der Eintritt in den ersten vier Jahren kostenlos ist – ermöglicht durch die Unterstützung der Dorit & Alexander Otto Stiftung und das Land Mecklenburg-Vorpommern. So können alle Schweriner einfach mal vorbeischauen, Kunst erleben und genießen.



