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Ein Raum für Begegnung und Inspiration:
Förderverein und Museum verbinden Tradition und Moderne

Museums-Rückkehr mit Herz: Christine Rutsch und der Förderverein feiern die Wiedereröffnung – mit neuer Kunst, inspirierendem Raum und kostenlosem Eintritt für alle.

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  • Veröffentlicht Oktober 29, 2025
„Das Muse­um wird zu einem Well­ness­bere­ich für die Augen, ergänzt durch das stil­volle neue Café. Das ist großar­tig”, so Chris­tine Rutsch, Vor­sitzende des Vere­ins der Fre­unde des Staatlichen Muse­ums. Foto: max­press

 

Wenn Chris­tine Rutsch an den Tag der Wieder­eröff­nung denkt, ist es für sie auch ein sehr per­sön­lich­er Moment. Seit drei Jahrzehn­ten engagiert sich die Architek­tin mit Lei­den­schaft im Fördervere­in, seit zehn Jahren im Vor­stand und seit mehreren Jahren als Vor­sitzende. Ihr Anliegen ist es, das Muse­um nicht nur als Ort der Kun­st, son­dern als lebendi­gen Raum für Begeg­nung und Inspi­ra­tion begreif­bar zu machen.

„Die aufwendi­ge Sanierung hat ein Haus entste­hen lassen, das Tra­di­tion und Mod­erne verbindet und den Rah­men für eine zeit­gemäße Ausstel­lung der Werke bildet. So kön­nen Besucherin­nen und Besuch­er altver­traute Lieblingsstücke ganz neu ent­deck­en“, berichtet sie über die neue Präsen­ta­tion der Kun­st.

Ein einzi­gar­tiger Muse­um­sraum

Doch es gibt auch etwas kom­plett Neues zu erleben: Als das Muse­um fragte, ob sie sich finanziell beteili­gen möcht­en, damit Tobias Rehberg­er – ein­er der renom­miertesten deutschen Gegen­wart­skün­stler und Träger des Gold­e­nen Löwen der Bien­nale von Venedig 2009 – eine Rau­min­stal­la­tion speziell für das Muse­um Schw­erin real­isieren kann, sagten die Muse­ums­fre­unde sofort zu.

„Wir waren natür­lich mit Begeis­terung dabei! Der Tobias-Rehberg­er-Raum bricht bewusst mit tra­di­tionellen Vorstel­lun­gen von Orig­i­nal­ität – ganz im Sinne von Mar­cel Duchamp – und hin­ter­fragt, was Kun­st im 21. Jahrhun­dert sein kann“, erk­lärt die Vor­sitzende. „Als Architek­tin bin ich ein visueller Men­sch. Ich liebe das Betra­cht­en und Ver­ste­hen. Kun­st bewegt mich, durch sie kann ich auf eine Reise gehen – in die Ver­gan­gen­heit, durch die Gegen­wart und bis in die Zukun­ft“, beschreibt sie ihre Moti­va­tion.

Kün­st­lerische Vielfalt für alle erleb­bar machen

Der Fördervere­in hat in sein­er Geschichte bere­its bedeu­tende Kunst­werke für die Samm­lung erwor­ben, darunter 1996 Mar­cel Duchamps Trebuchet/Stolperfalle von 1917/1964 und 2016 Gün­ther Ueck­ers Sand­spi­rale aus dem Jahr 1970. Unter­stützt wur­den die Ankäufe durch die Kul­turs­tiftung der Län­der.

Bei­de Werke ste­hen beispiel­haft für das Ziel des Vere­ins, kün­st­lerische Vielfalt zu fördern und inter­na­tionale Kun­st­geschichte in Schw­erin erleb­bar zu machen. Zu seinem 30-jähri­gen Vere­in­sju­biläum, das zeitlich mit der Wieder­eröff­nung des Muse­ums zusam­men­fällt, blickt Chris­tine Rutsch mit Stolz auf das Erre­ichte. „Die ehre­namtliche Arbeit im Vere­in ist eine große Freude – und noch mehr Spaß macht es, dass wir mit unseren Beiträ­gen die vielfälti­gen Aktiv­itäten des Muse­ums unter­stützen und bere­ich­ern kön­nen“, so Chris­tine Rutsch.

Beson­ders schön find­et sie, dass der Ein­tritt in den ersten vier Jahren kosten­los ist – ermöglicht durch die Unter­stützung der Dorit & Alexan­der Otto Stiftung und das Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern. So kön­nen alle Schw­er­iner ein­fach mal vor­beis­chauen, Kun­st erleben und genießen.