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Equal Pay Day rückt Verdienstunterschiede in Fokus:
Frauen verdienen weiterhin weniger als Männer

Frauen in MV verdienen 2025 im Schnitt vier Prozent weniger als Männer. Bundesweit ist die Lohnlücke mit 16 Prozent deutlich größer.

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  • Veröffentlicht Februar 24, 2026
Foto von Jakub Żerdz­ic­ki auf Unsplash

 

Frauen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern haben 2025 im Durch­schnitt vier Prozent weniger pro Stunde ver­di­ent als Män­ner. Wie das Sta­tis­tis­che Amt Meck­len­burg-Vor­pom­mern mit­teilte, ist der soge­nan­nte unbere­inigte Gen­der Pay Gap damit bin­nen eines Jahres um drei Prozent­punk­te gesunken.

Im bun­desweit­en Ver­gle­ich fällt der Ver­di­en­stab­stand im Nor­dosten weit­er­hin geringer aus. Deutsch­landweit lag die Lohn­lücke unverän­dert bei 16 Prozent. Zusam­men mit Bran­den­burg und Sach­sen-Anhalt weist Meck­len­burg-Vor­pom­mern damit den niedrig­sten Ver­di­en­stun­ter­schied zwis­chen Frauen und Män­nern auf. Den größten Abstand verze­ich­nete Baden-Würt­tem­berg mit 20 Prozent.

Beson­ders deut­lich war die Dif­ferenz in MV bei den 60- bis 64-Jähri­gen. Frauen unter 30 Jahren ver­di­en­ten hinge­gen durch­schnit­tlich etwas mehr als ihre männlichen Altersgenossen.

Auch zwis­chen den Branchen gibt es erhe­bliche Unter­schiede. Im Bere­ich freiberu­fliche, wis­senschaftliche und tech­nis­che Dien­stleis­tun­gen lag der Abstand bei 27 Prozent. Im Wirtschaft­szweig Wasserver­sorgung, Abwass­er- und Abfal­l­entsorgung ver­di­en­ten Frauen dage­gen im Schnitt vier Prozent mehr als Män­ner.

Die Auswer­tung basiert auf ein­er stich­probe­nar­ti­gen Ver­di­en­ster­he­bung. Sie bildet den unbere­inigten Gen­der Pay Gap ab, der struk­turelle Unter­schiede – etwa bei Beruf­swahl, Qual­i­fika­tion oder Kar­ri­er­estufen – nicht her­aus­rech­net. Nach Angaben des Sta­tis­tis­ches Bun­de­samt berück­sichtigt der bere­inigte Gen­der Pay Gap hinge­gen ver­gle­ich­bare Tätigkeit­en und Qual­i­fika­tio­nen.