Equal Pay Day rückt Verdienstunterschiede in Fokus:
Frauen verdienen weiterhin weniger als Männer
Frauen in MV verdienen 2025 im Schnitt vier Prozent weniger als Männer. Bundesweit ist die Lohnlücke mit 16 Prozent deutlich größer.

Frauen in Mecklenburg-Vorpommern haben 2025 im Durchschnitt vier Prozent weniger pro Stunde verdient als Männer. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, ist der sogenannte unbereinigte Gender Pay Gap damit binnen eines Jahres um drei Prozentpunkte gesunken.
Im bundesweiten Vergleich fällt der Verdienstabstand im Nordosten weiterhin geringer aus. Deutschlandweit lag die Lohnlücke unverändert bei 16 Prozent. Zusammen mit Brandenburg und Sachsen-Anhalt weist Mecklenburg-Vorpommern damit den niedrigsten Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern auf. Den größten Abstand verzeichnete Baden-Württemberg mit 20 Prozent.
Besonders deutlich war die Differenz in MV bei den 60- bis 64-Jährigen. Frauen unter 30 Jahren verdienten hingegen durchschnittlich etwas mehr als ihre männlichen Altersgenossen.
Auch zwischen den Branchen gibt es erhebliche Unterschiede. Im Bereich freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen lag der Abstand bei 27 Prozent. Im Wirtschaftszweig Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung verdienten Frauen dagegen im Schnitt vier Prozent mehr als Männer.
Die Auswertung basiert auf einer stichprobenartigen Verdiensterhebung. Sie bildet den unbereinigten Gender Pay Gap ab, der strukturelle Unterschiede – etwa bei Berufswahl, Qualifikation oder Karrierestufen – nicht herausrechnet. Nach Angaben des Statistisches Bundesamt berücksichtigt der bereinigte Gender Pay Gap hingegen vergleichbare Tätigkeiten und Qualifikationen.




