Frederic Werner: „Man müsste mal…“ einen Disc-Golf-Platz realisieren

"Man müsste mal..." ein paar Scheiben werfen - am Besten auf Körbe. Dieser Gedanke dürfte so einigen durchaus Fragezeichen ins Gesicht schreiben. "Man müsste mal", diese Überlegung kennen sicher viele. Aber Scheiben auf Körbe werfen? Ein Gedanke, der Frederic Werner kam. Und den er dann auch weiterverfolgte. Erfolgreich, wie er in einer neuen Folge des Podcasts aus, über und für Schwerin "Man müsste mal..." berichtet.

„Man müsste mal…“ – der Podcast aus und für Schwerin mit Alexander Lußky und Claus Oellerking

In Sachen Zeit hat Mecklenburg-Vorpommern durchaus einen sehr eigenen Ruf. Manche behaupten nämlich, hier sei man vor dem Weltuntergang 100 Jahre länger sicher als anderswo. Andere glauben, es seien nur 50 Jahre. Einigkeit besteht dabei allerdings offenbar darin, dass hier och viel Zeit ins Land geht, wenn andernorts die Welt bereits untergegangen ist.  Aber egal, man sagt eben, hier dauere alles etwas länger. Manchmal geht es aber auch ziemlich flott. Frederic Werner ist Wahl-Schweriner. Er kam vor neun Jahren in die Landeshauptstadt. Der Leiter des Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung engagiert sich auch ehrenamtlich in der Stadt und für die Stadt. Für sein letztes Vorhaben, einen ganz speziellen Golfplatz im Stadtgebiet, haben er und seine Mitstreiter nur vier Jahre gebraucht.

 

Frederic Werner meinte: Schwerin braucht einen Disc-Golf-Platz

Vielleicht ging es so schnell, weil es eben ein kleiner, feiner und ziemlich besonderer Golfplatz im Sport- und Freizeitpark Neu Zippendorf geworden ist. Ein Disc-Golf-Platz. Wieder ein Begriff, den viele nicht kennen dürften. Was also ist „Disc-Golf“? Mit einer Art Frisbee-Scheibe ziehen dabei die Golfspieler los. „Profis“ haben gleich ein paar mehr davon in der Tasche. Größere, kleinere, leichtere und schwerere. Bunt ist die Auswahl. Der Schweriner DISC-Golf-Platz ist dabei ein 9-Loch-Platz. Obwohl… – ehrlich gesagt, Löcher gibt es dort überhaupt nicht.

 

Frederic Werner. | Foto: privat

Disc-Golf: Statt Löchern gibt es Körbe

Auf dem Parcours stehen nämlich vielmehr Fangkörbe. In diese Körbe sollen die Scheiben fliegen. Und wenn das klappt, dann rasseln die Metallketten der Körbe laut und scheppernd. Jeder hört: die Scheibe ist drin. Die Bahn ist vorgegeben, ähnlich wie man es vom Mini-Golf und vom großen Golfplatz kennt. Wenn man dort schon einmal gewesen ist. Nach Rostock und Greifswald hat nun auch Schwerin seinen Disc-Golf-Platz. Den Trendsport aus Amerika kann man hier auch ohne eigene Scheiben ausüben. Denn im Feuerwehrmuseum, gleich um die Ecke, liegen Scheiben zum Ausleihen bereit.

Viele Unterstützer machten Projekt möglich

Klingt, als ob alles ganz locker lief, von der Idee zum fertigen Platz. Aber so ganz einfach war es dann doch nicht, die familienfreundliche Anlage in der Sport-Stadt Schwerin zu realisieren. „Man braucht schon Geduld und Ausdauer. Aber wenn alle wollen und mitmachen, klappt da schon“, schmunzelt Frederic Werner heute. Die Initiative kam von ihm und dem Tri-Sport-Schwerin e.V. Das Geld für den Bau der Anlage floss aus verschiedenen Richtungen. Von der Bürgerstiftung, der Sparkassen-Stiftung, der Ehrenamtsstiftung, dem Verfügungsfond „Soziale Stadt“, dem Förderprogramm GKV des Fachdienstes Gesundheit der Stadt Schwerin und aus BUGA-Mitteln des Ortsbeirates Neu-Zippendorf. Träger des Projektes ist der gemeinnützige Verein Bauspielplatz e.V. mit Unterstützung des Schweriner Jugendrings. Die SDS Schwerin werden die Pflege der Anlage übernehmen, die inzwischen eröffnet ist.

Wie es Frederic Werner und seinen Mitstreitern gelang, aus der Idee einen fertigen Disc-Golf-Platz werden zu lassen, und wie heute die Stimmung dort ist, erzählt Frederic Werner im Podcast „Man müsste mal …

 

Infos zum Discgolf-Park Schwerin: HIER

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