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Investitionsprojekt der Landeshauptstadt:
Großer Umbau im Freilichtmuseum Mueß – was Besucher in Schwerin jetzt erwartet

Trotz Bauarbeiten bleibt das Museumsdorf geöffnet – neue Attraktionen, Veranstaltungen und ein moderner Ausbau sollen mehr Besucher nach Schwerin locken.

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  • Veröffentlicht März 31, 2026
Freilichtmuseum Mueß Schwerin
Blick aus der Vogelper­spek­tive auf die Fläche des Freilicht­mu­se­ums Mueß. Foto: max­press

 

Das Freilicht­mu­se­um Mueß in Schw­erin ste­ht vor einem umfassenden Wan­del: Mit einem der größten Investi­tion­spro­jek­te der Stadt wird das tra­di­tion­sre­iche Are­al am Schw­er­iner See Schritt für Schritt mod­ernisiert und weit­er­en­twick­elt. Besuch­er kön­nen den Fortschritt dabei haut­nah miter­leben, denn trotz Bauar­beit­en bleibt das Gelände geöffnet. Das Muse­um­sensem­ble im ehe­ma­li­gen Bauern- und Fis­cher­dorf soll nicht nur attrak­tiv­er gestal­tet wer­den, son­dern kün­ftig auch deut­lich mehr Gäste anziehen.

Grund­lage dafür ist ein Rah­men­plan, den die Stadtvertre­tung bere­its 2021 beschlossen hat. Mith­il­fe von För­der­mit­teln von Bund und Land wer­den seit­dem einzelne Bauab­schnitte umge­set­zt. Ein sicht­bares Zeichen dieser Entwick­lung ist die neue Ste­gan­lage, die bere­its 2024 fer­tiggestellt wurde. Aktuell entste­ht dort ein Seep­avil­lon, der kün­ftig über den Leben­sraum Schw­er­iner See informiert. Von hier aus wird auch der Zugang zu einem neuen öffentlichen Spielplatz möglich sein.

Neues Zentrum und moderne Technik

Ein Herzstück der Umgestal­tung ist die soge­nan­nte Hufe V – ein großes meck­len­bur­gis­ches Hal­len­haus. Es wird umfassend saniert und soll kün­ftig als Mul­ti­funk­tion­s­ge­bäude das Zen­trum des öffentlichen Bere­ichs bilden. Ergänzt wird dies durch den Umbau zweier benach­barter Sche­unen, die kün­ftig Muse­ums- und Besucher­bere­ich miteinan­der verbinden. Auch in Sachen Nach­haltigkeit geht das Muse­um neue Wege: Die Wärmev­er­sorgung der his­torischen Gebäude erfol­gt kün­ftig über eine mod­erne Geot­her­miean­lage.

 


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Die Besuch­er dür­fen sich zudem auf neue Ausstel­lun­gen freuen, die das Leben ver­gan­gener Jahrhun­derte anschaulich darstellen. „Im Jahr 2027 wird der öffentliche Teil fer­tiggestellt und erleb­bar sein“, sagt SDS-Pro­jek­tlei­t­erin Maren Dierkes.

Wie früher auf dem Dorf gelebt wurde, ist anschaulich zu erleben, Foto: Freilichtmuseum Mueß
Wie früher auf dem Dorf gelebt wurde, ist anschaulich zu erleben. Foto: Freilicht­mu­se­um Mueß

Veranstaltungen locken trotz Baustelle

Par­al­lel zu den Bauar­beit­en set­zt das Muse­um weit­er­hin auf ein vielfältiges Ver­anstal­tung­spro­gramm. Schon in den Oster­fe­rien startet die Sai­son mit Mit­machange­boten, his­torischen Spie­len und Aktio­nen für Fam­i­lien. Höhep­unk­te sind unter anderem das Früh­jahrserwachen am 19. April sowie der Muse­umsMit­mach­Tag am 25. April mit Vor­führun­gen alten Handw­erks. Auch im weit­eren Jahresver­lauf ste­hen beliebte For­mate wie Tan­z­abende, Kindertag, Ferien­pro­gramme und das Win­dros-Fes­ti­val auf dem Plan. Neu ist die Beteili­gung an „Kun­st Offen“ zu Pfin­g­sten mit Live-Musik.

Mehr Besucher und große Pläne

Trotz der Ein­schränkun­gen durch die Baustellen kon­nte das Freilicht­mu­se­um zulet­zt steigende Besucherzahlen verze­ich­nen. Beson­ders Fam­i­lien, Schulk­lassen und Fahrrad­touris­ten nehmen die Ange­bote ver­stärkt an. Langfristig ist zudem ein neues Ein­gangs­ge­bäude geplant, für das rund sechs Mil­lio­nen Euro aus Bun­desmit­teln vorge­se­hen sind. Dieses soll die Aufen­thalt­squal­ität weit­er verbessern und zusät­zliche Ausstel­lungs­flächen schaf­fen.

Baumaschinen und -Material zeugen von der Umgestaltung des Museums, Foto: SDS
Bau­maschi­nen und ‑Mate­r­i­al zeu­gen von der Umgestal­tung des Muse­ums. Foto: SDS