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Millionen für Mueß:
Freilichtmuseum Mueß erhält neues Seminargebäude

Das Freilichtmuseum Mueß wird weiter umgebaut. Für ein neues Seminargebäude stellt das Land 3,56 Millionen Euro bereit. Ende 2027 soll der zweite Bauabschnitt abgeschlossen sein.

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  • Veröffentlicht August 12, 2026
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Wirtschaftsmin­is­ter Dr. Wolf­gang Blank über­re­ichte den För­der­mit­telbescheid an OB Sebas­t­ian Ehlers.
Foto: Lan­deshaupt­stadt Schw­erin /Solveig Ziemer

 


In Kürze:

  • Das Land stellt 3,56 Mil­lio­nen Euro für den zweit­en Bauab­schnitt im Freilicht­mu­se­um Mueß bere­it.
  • Anstelle des nicht sanierungs­fähi­gen Cafége­bäudes soll ein bar­ri­ere­freies und ganzjährig nutzbares Sem­i­narge­bäude entste­hen.
  • Par­al­lel läuft der erste Bauab­schnitt mit der Sanierung der Hufe V und der Entwick­lung öffentlich zugänglich­er Bere­iche; der zweite Bauab­schnitt soll Ende 2027 fer­tig sein.

Das Freilicht­mu­se­um Mueß in Schw­erin wird weit­er umge­baut. Meck­len­burg-Vor­pom­mern unter­stützt den näch­sten Teil der Arbeit­en mit 3,56 Mil­lio­nen Euro. Wirtschaftsmin­is­ter Wolf­gang Blank über­gab den Förderbescheid am Dien­stag an Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers. Mit dem Geld soll unter anderem ein neues Sem­i­narge­bäude entste­hen.

Der Neubau ist Teil des zweit­en Bauab­schnitts, für den ins­ge­samt 4,45 Mil­lio­nen Euro ver­an­schlagt sind. Die Bau­genehmi­gung liegt nach Angaben der Stadt bere­its vor. Neben dem Gebäude sollen auch Frei­flächen des Muse­ums­gelän­des neu gestal­tet wer­den. Der Abschluss dieses Bauab­schnitts ist für Ende 2027 vorge­se­hen.

Das Sem­i­narge­bäude soll an der Stelle des bish­eri­gen Cafége­bäudes errichtet wer­den, das nach Angaben der Stadt nicht mehr sanierungs­fähig ist. Geplant ist ein Neubau auf dem Grun­driss ein­er his­torischen Stal­lan­lage. Seine Gestal­tung soll sich mit ein­er Fach­w­erkkon­struk­tion in das Muse­um­sensem­ble ein­fü­gen, zugle­ich sind mod­erne Bauele­mente wie Solar­dachziegel vorge­se­hen.

Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers sieht in dem Aus­bau eine Möglichkeit, die his­torische Anlage stärk­er für Bil­dungs- und Kul­tur­ange­bote zu nutzen. Das Muse­um verbinde „kul­turelle Iden­tität mit ein­er zeit­gemäßen Bil­dungs- und Kul­tur­ar­beit“, erk­lärte Ehlers anlässlich der Über­gabe des Förderbeschei­ds. Stadt und Land hät­ten die Auf­gabe, den Stan­dort zu erhal­ten und weit­erzuen­twick­eln.

Räume für ganzjährige Nutzung

Mit dem Neubau sollen erst­mals beheizbare und bar­ri­ere­frei zugängliche Sem­i­nar­räume zur Ver­fü­gung ste­hen, die unab­hängig von der Jahreszeit genutzt wer­den kön­nen. Das Muse­um kann dort eigene Ver­anstal­tun­gen anbi­eten. Vorge­se­hen ist zudem, die Räume exter­nen Ver­anstal­tern zur Ver­fü­gung zu stellen.

 

Die Visu­al­isierung zeigt die Fes­t­wiese, die an das Sem­i­narge­bäude gren­zt. © SINAI/Winkelmüller

 

Zum Gebäude gehören nach den bish­eri­gen Pla­nun­gen außer­dem San­itäran­la­gen und eine kleine Küche. Im Obergeschoss sind Büroräume vorge­se­hen, im Untergeschoss sollen Lager­flächen entste­hen. Über eine abgestufte Ter­rasse­nan­lage soll der Neubau mit der Fes­t­wiese ver­bun­den wer­den.

Damit sollen auch Flächen entste­hen, die sich für größere Ver­anstal­tun­gen nutzen lassen. Das Sem­i­narge­bäude ist somit nicht als Einzel­pro­jekt geplant, son­dern Teil ein­er umfassenderen Neuord­nung des Muse­ums­gelän­des.

Erster Bauabschnitt läuft bereits

Par­al­lel zum Neubau laufen Arbeit­en am ersten Bauab­schnitt. Dabei wer­den Teile des Freilicht­mu­se­ums so umgestal­tet, dass sie kün­ftig ohne Ein­tritt zugänglich sein sollen. Betrof­fen ist der Bere­ich von der Straße „Zum Alten Bauern­hof“ bis zum Ufer des Schw­er­iner Sees.

Dort entste­hen beziehungsweise wer­den mehrere Ange­bote miteinan­der ver­bun­den. Dazu zählen ein großer The­men­spielplatz und der bere­its fer­tiggestellte Schiff­san­leger für die Fahrgastschiff­fahrt. Zugle­ich wird die soge­nan­nte Hufe V saniert. Als „Hufe“ wird his­torisch ein bäuer­lich­er Hof mit den dazuge­höri­gen Wirtschafts­flächen beze­ich­net.

Für diesen ersten Bauab­schnitt ste­hen nach Angaben der Stadt 7,8 Mil­lio­nen Euro aus der Gemein­schaft­sauf­gabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruk­tur“ zur Ver­fü­gung. Über dieses gemein­same Förderin­stru­ment von Bund und Län­dern wer­den Investi­tio­nen unter­stützt, die die wirtschaftliche Entwick­lung ein­er Region stärken sollen.

Museum soll sich langfristig verändern

Hin­ter den Bauar­beit­en ste­ht eine grund­sät­zliche Neuaus­rich­tung des Freilicht­mu­se­ums. Die Anlage soll sich von einem vor allem volk­skundlich aus­gerichteten Muse­um stärk­er zu einem Ausstellungs‑, Ver­anstal­tungs- und Bil­dungs­stan­dort entwick­eln. Gle­ichzeit­ig soll ein Teil des Are­als unab­hängig von einem Muse­ums­be­such öffentlich nutzbar wer­den.

Mit dem ersten und zweit­en Bauab­schnitt fließen damit erhe­bliche öffentliche Mit­tel in die Anlage am Schw­er­iner See. Allein die genan­nten För­der­mit­tel des Lan­des für bei­de Abschnitte sum­mieren sich auf 11,36 Mil­lio­nen Euro. Hinzu kom­men weit­ere Mit­tel zur Finanzierung der Gesamt­pro­jek­te.

Wie hoch die Gesamtkosten aller vorge­se­henen Umbau- und Entwick­lungs­maß­nah­men im Freilicht­mu­se­um Mueß am Ende aus­fall­en wer­den und wann das gesamte Entwick­lungskonzept voll­ständig umge­set­zt sein soll, geht aus den bis­lang vor­liegen­den Angaben nicht her­vor.