Friedrichsthal und Werdervorstadt -
Neue Supermärkte braucht die Stadt!
Laut Verwaltung sind die Stadtteile unterversorgt. Mit den Bauplanungen gehen jedoch auch Probleme einher.

In Schwerin sollen in den nächsten Jahren neue Supermärkte in Friedrichsthal und in der Werdervorstadt entstehen. Im Stadtteil Friedrichsthal soll der bestehende Aldi an der Lärchenallee abgerissen werden, dort sollen ein neuer Aldi und ein Edeka entstehen. In der Werdervorstadt soll südlich der Möwenburgstraße ein Rewe gebaut werden. Laut Verwaltung seien beide Projekte nötig, da beide Stadtteile in den vergangenen Jahren stark gewachsen sind.
Ein Jahr ohne Einkaufsmöglichkeiten
Seit den 90ern soll Friedrichsthal um ungefähr 1000 Einwohner gewachsen sein, außer dem Aldi gibt es dort jedoch keine Einkaufsmöglichkeit. So läutet Ferida Music von der Schweriner Stadtentwicklung die Erklärung zum Bauvorhaben ein. Weil der eine Supermarkt nicht mehr ausreicht, soll nun neu gebaut werden. “Da sich im Ortsteil keine anderen Flächen anbieten, muss der Aldi abgerissen werden und dann können dort zwei neue Märkte entstehen, die sich auch die Parkflächen teilen.” erläutert Music. Der Abriss des Aldis und der Neubau des Edekas sollen parallel erfolgen, dann soll der neue Aldi errichtet werden. In der Bauphase wird es dann für circa ein Jahr keine Einkaufsmöglichkeit in Friedrichsthal geben. Eine Ausweichmöglichkeit zum Einkaufen ist laut Music eher unwahrscheinlich. Baubeginn und damit auch die Schließung des Aldi soll in 2027 sein, vorher muss die Stadtvertretung den Plänen noch zustimmen.
Zwei Rewe-Märkte nebeneinander
In der Werdervorstadt soll an der Möwenburgstraße ein neuer Rewe entstehen. Dort befindet sich bereits das Hansecenter, ebenfalls mit einem Rewe. “Die Märkte sollen einander ergänzen, das ist der Plan.” erklärt Music bei einer Sitzung der Ortsteilvertretung. Bei dem Gebiet geht es um eine Fläche von 13500 Quadratmetern. Neben einem Supermarkt mit 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen auch eine Paketstation, eine öffentliche Grünanlage und Parkplätze für Elektroautos mit eingeplant werden. Der bestehende Rewe im Hansecenter will sich seit längerer Zeit vergrößern. Da der Markt dort aber nur Mieter ist, konnte das in den vergangenen Jahren nicht umgesetzt werden, so die Stadtplanerin.

Nachbar mit Einsprüchen gegen Bauvorhaben
Den Plan für einen Rewe-Neubau gibt es schon länger. Bereits 2025 wollte die Verwaltung einen neuen Bebauungsplan beschließen. Das Hansecenter, also der jetzige Vermieter des Rewe, soll sich jedoch mit einer rund 50-seitigen Stellungnahme gegen das Projekt gewehrt haben. Music dazu: “Der neue Rewe wäre eine Konkurrenz, aber der Stadtteil braucht Nahversorger. Und erstmal laufen bestehende Verträge ja weiter..” Der Einspruch des Hansecenters macht nun dieses neue und komplexere Verfahren zur Baugenehmigung nötig. Ob letzten Endes ein neuer Rewe gebaut wird, ist erstmal unklar. Ab Juli sollen die Pläne öffentlich ausliegen. Dann können Anwohner, oder auch das Hansecenter, ihre Argumente gegen das Bauvorhaben bei der Verwaltung einreichen. Ende August ist dann klar, wie es um die Akzeptanz des Bauvorhabens steht. Anwohner äußerten bereits Bedenken über eine geplante Verkehrsführung.

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