Di, 14. Juli 2026
Close

Früh-ICE nach Hamburg startet mit 38 Prozent Auslastung

Der neue Früh-ICE von Rostock über Schwerin nach Hamburg erreicht laut Verkehrsministerium eine Auslastung von 38 Prozent. Das Land unterstützt die Verbindung finanziell.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Juni 5, 2026
Die ICE-Frühverbindun­gen nach Ham­burg über Schw­erin. Foto: SNO

 

Der seit Mitte Mai verkehrende Früh-ICE von Ros­tock über Schw­erin nach Ham­burg ist nach Angaben des Verkehrsmin­is­teri­ums derzeit zu rund 38 Prozent aus­ge­lastet. Verkehrsmin­is­ter Wolf­gang Blank bew­ertete diesen Wert in der Frages­tunde des Land­tags als einen pos­i­tiv­en Start für die neue Verbindung.

Die Aus­las­tungszahlen wur­den im Land­tag im Zusam­men­hang mit der finanziellen Unter­stützung der Verbindung disku­tiert. Kri­tik kam vom AfD-Abge­ord­neten Mar­tin Schmidt, der auf eine von der Deutschen Bahn angestrebte durch­schnit­tliche Sitz­platzaus­las­tung von 50 Prozent bei Fer­n­verkehrszü­gen ver­wies. Zudem wies Schmidt darauf hin, dass wenige Minuten nach dem ICE bere­its ein Region­alzug in Ros­tock startet, der eben­falls Ham­burg erre­icht, wenn auch mit län­ger­er Fahrzeit.

Land finanziert Erhalt der Verbindung

Die Deutsche Bahn hat­te ursprünglich geplant, die frühe ICE-Verbindung einzustellen. Dies stieß ins­beson­dere bei Pendlern und Wirtschaftsvertretern in Meck­len­burg-Vor­pom­mern auf Kri­tik.

Um die Verbindung zu erhal­ten, beteiligt sich das Land mit rund zwei Mil­lio­nen Euro jährlich an den Kosten. Gle­ichzeit­ig wurde die Nutzung des Zuges für Fahrgäste mit Nahverkehr­stick­ets geöffnet.

Nach Angaben von Verkehrsmin­is­ter Wolf­gang Blank erfol­gte die Unter­stützung auf Wun­sch viel­er Pendler. Ziel sei es, Beschäftigten sowie Unternehmen eine schnelle Verbindung in den Wirtschaft­sraum Ham­burg zu ermöglichen. Die Lan­desregierung betra­chtet die Anbindung der großen Städte Meck­len­burg-Vor­pom­merns an die Metropol­re­gion Ham­burg als wichti­gen Bestandteil der Verkehrs- und Wirtschaft­spoli­tik.