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Startschuss gesetzt:
Fürs Leben lernen – „Die Radfahrausbildung“

Schuljahr startet mit der schulischen Radfahrausbildung nach Umbauarbeiten im Schweriner Verkehrsgarten und mit neuem Fahrzeug.

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  • Veröffentlicht September 25, 2025
Foto: picaflor.design Christi­na Raabe

 

Die Mäd­chen und Jun­gen der vierten Klasse der Niels-Stensen-Schule haben den Startschuss für die Schw­er­iner Rad­fahraus­bil­dung in diesem Schul­jahr gegeben. Nach dem Abschluss der Bauar­beit­en im Verkehrs­garten und mit ein­er neuen mobilen Jugend­verkehrss­chule haben die Schw­er­iner Kinder beste Voraus­set­zun­gen für ihren prak­tis­chen Rad­fahr-Unter­richt. 

Zum Auf­takt mit dabei waren Bernd Fritsch, Vizepräsi­dent der Lan­desverkehr­swacht MV, Ines Jesse, Staatssekretärin im Wirtschaftsmin­is­teri­um, Nils Rosa­da, Leit­er der Polizei­in­spek­tion Schw­erin, Dr. Rico Baden­schi­er, Ober­bürg­er­meis­ter und viele weit­ere Gäste.

Mit­tel des Strate­gie­fonds der Lan­desregierung finanzierten in Schw­erin sowohl das neu angeschaffte Fahrzeug für die mobile Verkehrserziehung als auch die Sanierungsar­beit­en im Verkehrs­garten. Bere­its 2019 kon­nten der Unter­richt­sraum ren­oviert und ein San­itär­con­tain­er angeschafft wer­den. Jet­zt wur­den neben Pflaster­ar­beit­en im Verkehrs­garten die Markierun­gen erneuert, Grü­nar­beit­en durchge­führt und die Ampel repari­ert. Ein neues Fahrzeug, ein­gerichtet als mobile Jugend­verkehrss­chule, erset­zt den alten Trans­porter. Ins­ge­samt wur­den dafür aus dem Strate­gie­fonds für Schw­erin 85.000 Euro bere­it­gestellt. 

 

Foto: picaflor.design Christi­na Raabe

 

„Verkehrsregeln ken­nen, ver­ste­hen und richtig anwen­den. Gefahren­si­t­u­a­tio­nen frühzeit­ig erken­nen und ver­mei­den oder angemessen reagieren. All das und noch viel mehr ler­nen die Kinder in der Rad­fahraus­bil­dung im 3. und 4. Grund­schul­jahr“, erläutert Bernd Fritsch von der Lan­desverkehr­swacht. An den prak­tis­chen Rad­fahr-Unter­richt erin­nern sich selb­st viele Erwach­sene noch gern. Denn der Unter­richt im Verkehrs­garten macht Spaß. Er ist zudem wichtig für die spätere eigen­ständi­ge Teil­nahme der Kinder am Straßen­verkehr mit dem Rad. 

Fritsch dank­te dem Haus der Begeg­nung Schw­erin als Trägerin des Verkehrs­gartens, dem Arbeit­slosen­ver­band Nord­west­meck­len­burg, der Polizei sowie der Verkehr­swacht Schw­erin für ihre engagierte Unter­stützung der schulis­chen Rad­fahraus­bil­dung in der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin. „Unser Dank gilt auch der Lan­desregierung, die mit dem Strate­gie­fonds die Sanierungsar­beit­en im Verkehrs­garten und die Ersatzbeschaf­fung eines Fahrzeuges für die Verkehrserziehung in Schw­erin, in Malchin, Stral­sund, Dom­sühl und vie­len weit­eren Orten im Land über­haupt erst möglich gemacht hat“, erläutert der Vizepräsi­dent der Lan­desverkehr­swacht weit­er.  

Vie­len Grund­schulkindern fehlen Fahr-Erfahrun­gen mit dem Fahrrad. Hier sind Eltern und Großel­tern aufge­fordert, tatkräftig mitzuwirken, denn sie tra­gen die Hauptver­ant­wor­tung für die Rad­fahraus­bil­dung ihrer Kinder. Eltern soll­ten dabei kri­tisch prüfen, ob sie ihren Kindern erlauben, bere­its vor Abschluss der schulis­chen Rad­fahraus­bil­dung allein mit dem Rad auf der Fahrbahn zu fahren. Die Jun­gen und Mäd­chen sind auf­grund ihrer Entwick­lung und wegen der vie­len Verkehrsregeln, die sie beherrschen müssen, oft noch über­fordert. Nicht umson­st dür­fen Kinder laut Straßen­verkehrsor­d­nung bis zum 10. Geburt­stag mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen. 

Allein im Jahr 2024 verunglück­ten in Meck­len­burg-Vor­pom­mern 103 Kinder im Alter zwis­chen 10 und 14 Jahren mit dem Rad im Straßen­verkehr, Jun­gen (71) deut­lich häu­figer als Mäd­chen (32). 

 Beteiligt an der Schw­er­iner Auf­tak­tver­anstal­tung waren die Präven­tions­ber­ater der Polizei, Ste­fan Nimke und Stef­fen Salow, sowie Fred­er­ic Baton­net von der Verkehr­swacht Schw­erin. Gemein­sam mit ihnen zeigten die Mäd­chen und Jun­gen der Stensen-Schule im Verkehrs­garten allen Gästen, was sie auf dem Rad bere­its kön­nen.

Den Kindern kon­nte man den Spaß beim Rad­fahren deut­lich anse­hen. Und mit Spaß lernt man bekan­ntlich am besten: Damit die Jun­gen und Mäd­chen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern dem­nächst einiger­maßen sat­telfest und sich­er Rad fahren kön­nen.