Gajek: Aufarbeitung und Erinnerung – nach wie vor aktuell

Ab heute kann bis zum 30. September die Ausstellung “ Die Mauer – eine Grenze durch Deutschland“ in Kneese besichtigt werden. Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung für das Grenzopfer Harry Weltzin, wird dann morgen die Einweihung eines Mahnmals für die Grenzopfer stattfinden.
Dazu sagte heute die Landtagsvizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Silke Gajek:
“Das Denkmal für das Grenzopfer Harry Weltzin, der vor 30 Jahren am 4. September 1983 in der Nähe des Dorfes Kneese am Ostufer des Schaalsees an der innerdeutschen Grenze im Geschosshagel der Selbstschussanlagen bei seinem Fluchtversuch in die Freiheit starb, ist Mahnmal und Andenken zugleich. Auch an kleineren Orten wie Kneese ist es wichtig die Erinnerung an den sinnlosen und brutalen Tod der Opfer an der innerdeutschen Grenze als Teil unserer DDR-Vergangenheit zu gedenken. Der Freiheitswille eines Volkes darf nie wieder mit Stacheldraht eingezäunt und mit Beton eingemauert werden. Die Geschichte der DDR ist auch immer die Geschichte ihrer Opfer und deshalb begrüße ich das Engagement der Union der Opferverbände der kommunistischen Gewaltherrschaft (UOKG), der Gemeinde Kneese und der weiteren Unterstützer.“