Schock bei Gasrechnung vermeiden:
So sparen Schweriner Familien bis zu 550 Euro
Heizen mit Gas bleibt teuer – auch in Schwerin. Doch ein Anbieterwechsel lohnt sich: Neukundentarife liegen deutlich unter den Preisen für Bestandskunden. Familien können bis zu 550 Euro sparen.

Foto: Arthur Lambillotte auf Unsplash
Nach den extremen Preissprüngen während der Energiekrise hat sich der Gasmarkt wieder beruhigt. Doch günstig wie früher ist das Heizen nicht geworden. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern zahlen viele Haushalte weiter hohe Preise – es sei denn, sie wechseln aktiv den Anbieter. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Verivox.

Neukunden zahlen deutlich weniger
Im bundesweiten Durchschnitt kostet Gas derzeit 11,77 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Neukundentarife liegen jedoch deutlich niedriger – im Schnitt bei rund neun Cent.
Für Schweriner Haushalte bedeutet das bares Geld:
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Ein Paar in einer 100-Quadratmeter-Wohnung mit 12.000 kWh Verbrauch spart durch den Wechsel rund 360 Euro pro Jahr.
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Eine Familie mit 18.000 kWh Verbrauch kann ihre Heizkosten von 2.140 Euro auf etwa 1.620 Euro senken – ein Minus von mehr als 500 Euro.
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In einem großen Eigenheim summiert sich die Differenz schnell auf fast 900 Euro jährlich.
„Viele Bestandskunden zahlen immer noch Tarife, die weit über dem Marktpreis liegen. Wer in Schwerin nicht vergleicht und wechselt, verschenkt mehrere Hundert Euro pro Jahr“, erklärt Verivox-Energieexperte Dr. Thorsten Storck.
Beispiel aus Schwerin
Eine vierköpfige Familie in Schwerin, die in einem Einfamilienhaus mit rund 140 Quadratmetern wohnt, verbraucht im Schnitt 20.000 kWh Gas pro Jahr.
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Im alten Vertrag zahlt sie dafür derzeit rund 2.350 Euro.
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Mit einem aktuellen Neukundentarif lägen die Kosten nur bei etwa 1.800 Euro.
Ersparnis: rund 550 Euro – genug für einen Kurzurlaub oder neue Winterreifen fürs Auto.
Mecklenburg-Vorpommern im oberen Preisfeld
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Während Gas in Hamburg derzeit am günstigsten ist (8,33 Cent/kWh), liegen die Preise in den östlichen Bundesländern höher. In Sachsen zahlen Verbraucher im Schnitt 9,89 Cent/kWh, in Sachsen-Anhalt 9,80 Cent/kWh. Auch in Mecklenburg-Vorpommern liegen, laut Verivox, die Tarife mit im Schnitt 9,34 Cent/kWh im oberen Bereich.

Für eine Schweriner Familie mit 18.000 kWh Verbrauch bedeutet das: Sie zahlt im Schnitt rund 280 Euro mehr als eine vergleichbare Familie in Hamburg.
Preise niedriger als im Krisenjahr, aber höher als früher
Die Gaspreise hatten im Herbst 2021 ihren Anstieg begonnen und erreichten im September 2022 mit knapp 22 Cent pro kWh ihren Höhepunkt. Heute liegen die Tarife wieder deutlich darunter, aber immer noch klar über dem Vorkrisenniveau.
Dazu kommen Zusatzkosten: Seit April 2024 gilt wieder der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf Erdgas. Außerdem belastet der CO₂-Preis 2025 mit 55 Euro pro Tonne. Für einen Musterhaushalt in Schwerin mit 20.000 kWh Verbrauch bedeutet das allein rund 240 Euro zusätzliche Kosten im Jahr.
Tarife vergleichen
Wer in Schwerin beim alten Vertrag bleibt, zahlt drauf – oft gleich doppelt: wegen der regional höheren Preise und weil Bestandskunden schlechtere Konditionen haben.
Die Empfehlung der Experten von Verivox lautet deshalb eindeutig: Tarife vergleichen, Anbieter wechseln und auf Verträge mit Preisgarantie und kurzer Laufzeit achten. Nur so lässt sich die Heizkostenrechnung spürbar senken. Verbraucher haben übrigens bei einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht. Einen Anbieterwechsel zu prüfen, könnte sich lohnen.
Unterm Strich: Schweriner Haushalte können je nach Verbrauch mehrere Hundert Euro im Jahr sparen – allein durch einen Wechsel des Gasanbieters.




