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Schock bei Gasrechnung vermeiden:
So sparen Schweriner Familien bis zu 550 Euro

Heizen mit Gas bleibt teuer – auch in Schwerin. Doch ein Anbieterwechsel lohnt sich: Neukundentarife liegen deutlich unter den Preisen für Bestandskunden. Familien können bis zu 550 Euro sparen.

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  • Veröffentlicht September 9, 2025
Gaspreise Schwerin
Die Gaspreise in Deutsch­land sind nach den extremen Auss­chlä­gen der Energiekrise zurück­ge­gan­gen.
Foto: Arthur Lam­bil­lotte auf Unsplash

Nach den extremen Preis­sprün­gen während der Energiekrise hat sich der Gas­markt wieder beruhigt. Doch gün­stig wie früher ist das Heizen nicht gewor­den. Beson­ders in Meck­len­burg-Vor­pom­mern zahlen viele Haushalte weit­er hohe Preise – es sei denn, sie wech­seln aktiv den Anbi­eter. Das zeigt eine aktuelle Auswer­tung des Ver­gle­ich­sportals Verivox.

Quelle: verivox.de

Neukunden zahlen deutlich weniger

Im bun­desweit­en Durch­schnitt kostet Gas derzeit 11,77 Cent pro Kilo­wattstunde (kWh). Neukun­den­tar­ife liegen jedoch deut­lich niedriger – im Schnitt bei rund neun Cent.

Für Schw­er­iner Haushalte bedeutet das bares Geld:

  • Ein Paar in ein­er 100-Quadrat­meter-Woh­nung mit 12.000 kWh Ver­brauch spart durch den Wech­sel rund 360 Euro pro Jahr.

  • Eine Fam­i­lie mit 18.000 kWh Ver­brauch kann ihre Heizkosten von 2.140 Euro auf etwa 1.620 Euro senken – ein Minus von mehr als 500 Euro.

  • In einem großen Eigen­heim sum­miert sich die Dif­ferenz schnell auf fast 900 Euro jährlich.

„Viele Bestand­skun­den zahlen immer noch Tar­ife, die weit über dem Mark­t­preis liegen. Wer in Schw­erin nicht ver­gle­icht und wech­selt, ver­schenkt mehrere Hun­dert Euro pro Jahr“, erk­lärt Verivox-Energie­ex­perte Dr. Thorsten Stor­ck.

Beispiel aus Schwerin

Eine vierköp­fige Fam­i­lie in Schw­erin, die in einem Ein­fam­i­lien­haus mit rund 140 Quadrat­metern wohnt, ver­braucht im Schnitt 20.000 kWh Gas pro Jahr.

  • Im alten Ver­trag zahlt sie dafür derzeit rund 2.350 Euro.

  • Mit einem aktuellen Neukun­den­tarif lägen die Kosten nur bei etwa 1.800 Euro.

Erspar­nis: rund 550 Euro – genug für einen Kurzurlaub oder neue Win­ter­reifen fürs Auto.

Mecklenburg-Vorpommern im oberen Preisfeld

Region­al zeigen sich deut­liche Unter­schiede. Während Gas in Ham­burg derzeit am gün­stig­sten ist (8,33 Cent/kWh), liegen die Preise in den östlichen Bun­deslän­dern höher. In Sach­sen zahlen Ver­brauch­er im Schnitt 9,89 Cent/kWh, in Sach­sen-Anhalt 9,80 Cent/kWh. Auch in Meck­len­burg-Vor­pom­mern liegen, laut Verivox, die Tar­ife mit im Schnitt 9,34 Cent/kWh im oberen Bere­ich.

Für eine Schw­er­iner Fam­i­lie mit 18.000 kWh Ver­brauch bedeutet das: Sie zahlt im Schnitt rund 280 Euro mehr als eine ver­gle­ich­bare Fam­i­lie in Ham­burg.

Preise niedriger als im Krisenjahr, aber höher als früher

Die Gaspreise hat­ten im Herb­st 2021 ihren Anstieg begonnen und erre­icht­en im Sep­tem­ber 2022 mit knapp 22 Cent pro kWh ihren Höhep­unkt. Heute liegen die Tar­ife wieder deut­lich darunter, aber immer noch klar über dem Vorkrisen­niveau.

Dazu kom­men Zusatzkosten: Seit April 2024 gilt wieder der volle Mehrw­ert­s­teuer­satz von 19 Prozent auf Erdgas. Außer­dem belastet der CO₂-Preis 2025 mit 55 Euro pro Tonne. Für einen Muster­haushalt in Schw­erin mit 20.000 kWh Ver­brauch bedeutet das allein rund 240 Euro zusät­zliche Kosten im Jahr.

Tarife vergleichen

Wer in Schw­erin beim alten Ver­trag bleibt, zahlt drauf – oft gle­ich dop­pelt: wegen der region­al höheren Preise und weil Bestand­skun­den schlechtere Kon­di­tio­nen haben.

Die Empfehlung der Experten von Verivox lautet deshalb ein­deutig: Tar­ife ver­gle­ichen, Anbi­eter wech­seln und auf Verträge mit Preis­garantie und kurz­er Laufzeit acht­en. Nur so lässt sich die Heizkosten­rech­nung spür­bar senken. Ver­brauch­er haben übri­gens bei ein­er Preis­er­höhung ein Son­derkündi­gungsrecht. Einen Anbi­eter­wech­sel zu prüfen, kön­nte sich lohnen.

Unterm Strich: Schw­er­iner Haushalte kön­nen je nach Ver­brauch mehrere Hun­dert Euro im Jahr sparen – allein durch einen Wech­sel des Gasan­bi­eters.