Gemischte Bilanz bei „Tosca“ und „Dracula“

Am vergangenen Samstag lief die letzte Vorstellung der Oper "Tosca" auf dem Alten Garten. Damit gehen sowohl die Schlossfestspiele Schwerin 2018 als auch die Spielzeit 2017/2018 zu Ende. Traditionell wird an diesem letzten Spieltag am Mecklenburgischen Staatstheater Bilanz gezogen.

Foto: Silke Winker

Insgesamt haben rund 24.000 Zuschauer die diesjährigen Schlossfestspiele besucht. Im Vergleich zum Vorjahr zur „West Side Story“ sind damit erwartungsgemäß weniger Zuschauer gezählt worden. Das Mecklenburgische Staatstheater ist mit der diesjährigen Festspiel-Saison dennoch zufrieden. Beide Produktionen wurden eigens für die ganz besonderen Bedingungen der Festspiele inszeniert, und sowohl die Oper „Tosca“ als auch das Schauspiel „Dracula“ haben die Zuschauer sehr begeistert. Auch das langanhaltend traumhafte Sommerwetter bot nicht zuletzt bei fast allen Vorstellungen die perfekten Rahmenbedingungen für einen gelungenen Open-Air-Abend. Bereits im Vorfeld waren alle 7.900 Karten für „Dracula“ komplett ausverkauft, und nach jeder einzelnen der 18 Vorstellungen ist ein rundum begeistertes Publikum nach Hause gegangen. Generalintendant Lars Tietje: „Es war richtig, dass wir nach 18 Jahren wieder in den Schlossinnenhof gegangen sind. Diese hohe Nachfrage bei „Dracula“ führe ich auch auf die Attraktivität dieses tollen Spielorts zurück.“

Bei Puccinis „Tosca“ auf dem Alten Garten wurden weniger Zuschauer gezählt als im Vorfeld erwartet wurden. Zu den 19 Vorstellungen kamen insgesamt 16136 Besucher. „Seit Jahren ist die Nachfrage nach italienischer Oper auf dem Alten Garten leider rückläufig. Insgesamt 30.000 Karten hätten verkauft werden können. Nachdem sich am Anfang ein schleppender Verkauf der Karten abzeichnete, rechneten die Veranstalter vor zwei Wochen noch mit 20.000 Karten. Auch dieses Ziel wurde nun unterschritten. 

 

Schloßfestspiele breiter aufzustellen war richtiges Konzept

 

Die Zahlen dieses Jahres bestätigen die Entscheidung, die Schlossfestspiele inhaltlich breiter aufzustellen – im vergangenen Jahr mit „West Side Story“, in diesem Jahr mit „Tosca“ und „Dracula“, im kommenden Jahr mit „Anatevka“ und „Cyrano de Bergerac“. Mit dieser Entscheidung denken wir, die Schlossfestspiele auch zukünftig erfolgreich weiterführen zu können“, erklärt der Generalintendant. Sehr erfreut ist man am Mecklenburgischen Staatstheater über die durchweg sehr positive Resonanz zu den Aufführungen des Opernklassikers, die allabendlich mit langanhaltend begeistertem Applaus gefeiert wurden.

Mit der Derniere von „Tosca“ auf dem Alten Garten geht gleichzeitig die Spielzeit 2017/2018 am Mecklenburgischen Staatstheater zu Ende. „Trotz der einschneidenden Konsolidierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre konnte ein breites und hochwertiges Programm geboten werden“, so Tietje. Insgesamt haben erneut gut 180.000 Besucher weit über 700 Veranstaltungen in Schwerin, Parchim und auf Abstechern besucht.

 

Vorfreude auf kommenden Spielsaison

 

Am Mecklenburgischen Staatstheater freut man sich schon jetzt auf die neue Spielzeit 2018/2019. Im Großen Haus startet die Spielzeit am 14. September mit der Premiere des Balletts „Andy – Superstar!“ von Jutta Ebnother und Orkan Dann. Einen Tag darauf, am 15. September ist mit „Gelber Mond – Die Ballade von Leila und Lee“ die erste Premiere des Jungen Staatstheaters Parchim zu erleben.

Die Theaterkasse ist ab 30. Juli in der Sommerpause und in Schwerin ab 28. August zu den gewohnten Zeiten wieder geöffnet. Bis 4. September ist das Abonnementbüro in der Sommerpause. 

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