Sa, 13. Juni 2026
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Einwohnerversammlung zeigt aktuelle Bauvorhaben:
Großprojekte in Neu Zippendorf im Fokus

Bei der Einwohnerversammlung in der Astrid-Lindgren-Schule informierten Stadt und Planer über Waldorfschule, GeSo-Campus und die „Neue Mitte“ am Berliner Platz

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  • Veröffentlicht März 20, 2026
Foto: max­press

Gestern Abend wurde die Astrid-Lind­gren-Schule zum Tre­ff­punkt für viele inter­essierte Bürg­erin­nen und Bürg­er. Bei der Ein­wohn­erver­samm­lung zum Bau­vorhaben in Neu Zip­pen­dorf standen gle­ich mehrere große Pro­jek­te im Fokus. Vertreter der Stadt, darunter der erste Stel­lvertreter des Ober­bürg­er­meis­ters Bernd Not­te­baum, Werkleit­er des ZGM und Geschäfts­führer der WGS Kris­t­ian Meier-Hedrich sowie Nadine Burgschweiger-Rieck und Beti­na Jäger von der Wal­dor­fvere­ini­gung Schw­erin e.V., stell­ten die aktuellen Pla­nun­gen vor und beant­worteten zahlre­iche Fra­gen aus dem Pub­likum.

Im Mit­telpunkt des Abends standen drei zen­trale Vorhaben: der neue Cam­pus der Wal­dorf­schule, der Bau der Beruf­ss­chule für Gesund­heit und Soziales (GeSo) sowie die Entwick­lung der „Neuen Mitte” rund um den Berlin­er Platz.

Waldorfschule plant großen Bildungscampus

Die Wal­dorf­schule, bis­lang an der Schloss­garte­nallee ansäs­sig, benötigt auf­grund steigen­der Schülerzahlen drin­gend mehr Platz. Geplant ist deshalb ein neuer Cam­pus mit mod­er­nen Schul­ge­bäu­den sowie ergänzen­den Ange­boten wie Hort, Kita und weit­eren Betreu­ung­sein­rich­tun­gen. Auch eine Men­sa, ein Café sowie ein Saalzen­trum für Sport und The­ater sind vorge­se­hen und sollen teil­weise auch extern genutzt wer­den kön­nen.

Bere­its 2026 sollen die Bau­vo­ran­frage, Finanzierung und Förder­anträge erfol­gen. In den Jahren 2027 und 2028 ste­hen Ver­gabev­er­fahren und Pla­nun­gen an, bevor anschließend der Bau starten kann.

Foto: max­press

GeSo-Campus und Neue Mitte im Blick

Ein weit­eres Großpro­jekt ist das Regionale Beru­fliche Bil­dungszen­trum Gesund­heit und Soziales. Schon im Som­mer begin­nen die Erschließungsar­beit­en für das rund 138 Mil­lio­nen Euro teure Vorhaben. In etwa vier Jahren soll der Aus­bil­dungs­be­trieb starten. Geplant sind ins­ge­samt fünf Gebäude – von ver­schiede­nen Fach­bere­ichen über eine große Men­sa bis hin zu ein­er Dreifeld­sporthalle mit Platz für bis zu 560 Zuschauer, die auch für Ver­anstal­tun­gen genutzt wer­den kann.

Par­al­lel dazu wird auch der Berlin­er Platz neu gedacht: Hier soll eine neue Stadt­teilmitte für Großer Dreesch, Neu Zip­pen­dorf und Mueßer Holz entste­hen. Nach umfan­gre­ichen Abris­sen entste­hen zunächst 370 neue Woh­nun­gen, darunter auch Sozial­woh­nun­gen. Mitte 2027 sollen die ersten Wohn­häuser im Rohbau ste­hen. Für die Erschließung zeich­net sich das Zen­trale Gebäude­m­an­age­ment (ZGM) ver­ant­wortlich.

Zusät­zlich sind umfassende Sanierun­gen im Quarti­er Ham­burg­er Allee und Cot­tbuser Straße geplant. Geplant sind bautech­nis­che und ener­getis­che Verbesserun­gen an den Wohnge­bäu­den. Dazu zählen unter anderem die kom­plette Erneuerung der Däch­er, die Däm­mung der Fas­saden und der Aus­tausch von Fen­ster- und Haustürele­menten.

Großen Wert leg­en die Ver­ant­wortlichen auf trans­par­ente Kom­mu­nika­tion mit den Mietern. Neben per­sön­lichen Gesprächen sind regelmäßige Infor­ma­tio­nen, Ver­anstal­tun­gen und Updates vorge­se­hen.

Foto: max­press

Offene Fragerunde mit den Schwerinern

Im Anschluss an die Präsen­ta­tio­nen entwick­elte sich eine leb­hafte Diskus­sion mit Fra­gen der Bürg­erin­nen und Bürg­er. The­men waren unter anderem der Lärm für die Anwohn­er der Wal­dorf­schule, der auf­grund der Vielzahl an Schülern entste­hen wird sowie ein hohes Verkehrsaufkom­men. Auch die Sorge um fehlende Park­plätze auf­grund des GeSo-Cam­pus wurde genan­nt. Die Schw­er­iner nutzten die Ver­anstal­tung zusät­zlich, um auf das Müll­prob­lem, sanierungs­bedürftige Gehwege und Lademöglichkeit­en für E‑Autos aufmerk­sam zu machen.

Viele der ange­sproch­enen Punk­te kon­nten direkt ein­ge­ord­net oder entkräftet wer­den. Für die Wal­dorf­schule sind die Spielflächen hin­ter der Schule geplant und nicht in Rich­tung der Wohn­häuser. Eine mögliche Ein­bahn­straßen­regelung in der Per­leberg­er Straße kön­nte außer­dem den Verkehr ent­lang der Woh­nun­gen entzer­ren. Beim geplanten GeSo-Cam­pus entste­hen 200 Meter von der Beruf­ss­chule ent­fer­nt Park­möglichkeit­en für Schüler und Lehrer.

Deut­lich wurde an diesem Abend vor allem eines: Die Entwick­lung von Neu Zip­pen­dorf wird von den Men­schen vor Ort aufmerk­sam begleit­et – und aktiv mit­gestal­tet.

Zahlre­iche Bürg­erin­nen und Bürg­er informierten sich in der Astrid-Lind­gren-Schule über die geplanten Baupro­jek­te in Neu Zip­pen­dorf. Foto: max­press