Grüne fordern mehr Klimaschutz in der Landeshauptstadt

Schwerin muss mehr für den Klimaschutz tun! Zu dieser Auffassung gelangt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nach Überprüfung des Bearbeitungsstandes der im Klimaschutzkonzept der Stadt beschriebenen Maßnahmen.

Cornelia Nagel

Das 2013 einstimmig beschlossene Klimaschutzkonzept gibt auf mehreren Handlungsfeldern konkrete Maßnahmen vor, um die Klimabilanz der Stadt zu verbessern. Dazu gehören die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur, die Umstellung auf Ökostrom, klimagerechte Auflagen für Neubauten.  Die Umsetzung dieser Maßnahmen geht jedoch nur schleppend voran. Das wollen die Grünen mit dem Rückenwind der aktuellen Klimadebatte ändern.

„Mit dem Beschluss des Klimaschutzkonzeptes ist es nicht getan. Damit wir unsere Klimaschutzziele erreichen, müssen die im Konzept genannten Maßnahmen auch umgesetzt werden. Dies erfordert jedoch ein Umdenken in Stadtpolitik und Verwaltung, insbesondere in den Bereichen Verkehrsplanung, Stadtentwicklung und Energieversorgung.“, so Cornelia Nagel, die Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Stadtvertretung. 

Die Rechnung sei einfach: Weniger motorisierter Individualverkehr bedeutet weniger CO2. Daher sollte es eindeutig attraktiver sein, sich in der Stadt ohne Auto fortzubewegen. Dazu gehört für uns, endlich den Radverkehr vom Rand der Straße in den Focus der Verkehrsplanung zu nehmen. Außerdem sollte das Einpendeln in die Stadt durch ansprechende Park-and-ride-Angebote eine wirkliche Alternative darstellen.

Für derzeit erschlossene Baugebiete vermissendie Grünen klimarelevante Auflagen, beispielsweise durch die Nutzung von Solarenergie oder eine Dachbegrünung auf Nebengebäuden.

Immer mehr Flächen würden verdichtet, aber nicht ausreichend Grünflächen vorgehalten. „Entsprechende Ausgleichsmaßnahmen werden häufig nicht vor Ort realisiert. Dabei sind vielfältige Grünflächen wichtig für das Klima und die Artenvielfalt in der Stadt.“, so Nagel.

In Friedrichthal und Wickendorf spielt eine gute Anbindung an den Nahverkehr nur eine untergeordnete Rolle. „So sieht keine klimabewusste Bau- und Verkehrspolitik aus.Wir fordern, dass die beschlossenen Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes umgesetzt werden und das deutlich engagierter als bisher!“

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