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OB-Wahl in Schwerin:
Grüne setzen auf Mandy Pfeifer

Die Schweriner Grünen stellen sich hinter OB-Kandidatin Mandy Pfeifer. Eine deutliche Mehrheit des Kreisverbands sprach ihr bei der Mitgliederversammlung die Unterstützung für die Wahl am 12. April aus.

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  • Veröffentlicht Februar 9, 2026
Die Grü­nen in Schw­erin stellen sich hin­ter die OB-Kan­di­datin Mandy Pfeifer. Foto: Susie Knoll

Die Schw­er­iner Grü­nen stellen sich im Ren­nen um das Ober­bürg­er­meis­ter­amt hin­ter Mandy Pfeifer. Auf ihrer Mit­gliederver­samm­lung am 5. Feb­ru­ar sprach sich eine deut­liche Mehrheit des Kreisver­bands von Bünd­nis 90/Die Grü­nen dafür aus, ihre Kan­di­datur bei der Wahl am 12. April 2026 zu unter­stützen.

Zuvor hat­ten sich neben Pfeifer auch die Bewer­ber Sebas­t­ian Ehlers und Heiko Stein­müller den Mit­gliedern vorgestellt und Fra­gen beant­wortet. In der anschließen­den Diskus­sion habe sich für viele Anwe­sende die größte inhaltliche Übere­in­stim­mung mit Pfeifer ergeben, teilte der Kreisver­band mit.

Grüne verzichten auf eigenen OB-Kandidaten

„Ich freue mich, dass unser Kreisver­band so ein deut­lich­es Votum abgegeben hat“, sagte Kreis­sprecherin Regi­na Dorf­mann. Man arbeite bere­its in der Stadt­frak­tion gut mit der SPD zusam­men und erwarte von ein­er möglichen Ober­bürg­er­meis­terin Mandy Pfeifer, The­men wie Verkehr­swende, die Bekämp­fung sozialer Seg­re­ga­tion und mehr Bürg­er­beteili­gung kon­se­quent gemein­sam voranzubrin­gen. In den kom­menden Wochen sollen Gespräche geführt wer­den, um die Unter­stützung weit­er zu konkretisieren. Auf eine eigene Kan­di­datur hat­ten die Grü­nen verzichtet, um sich auf die anste­hen­den Land­tagswahlen zu konzen­tri­eren, wollen im OB-Wahlkampf aber mit eige­nen The­men sicht­bar bleiben.

Sieben Kandidaten zugelassen

Unter­dessen hat der Wahlauss­chuss der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin am sel­ben Tag in öffentlich­er Sitzung im Stadthaus über die Zulas­sung der Wahlvorschläge entsch­ieden. Nach Angaben von Stadt­wahllei­t­erin Juliane Rick­ert waren alle Unter­la­gen frist­gerecht und voll­ständig ein­gere­icht wor­den, for­male Män­gel wur­den nicht fest­gestellt. Alle ein­gere­icht­en Kan­di­da­turen wur­den zuge­lassen.

Als Bewer­berin­nen und Bewer­ber für das Amt der Ober­bürg­er­meis­terin beziehungsweise des Ober­bürg­er­meis­ters ste­hen damit fest: Mandy Pfeifer (SPD/Die Linke), Sebas­t­ian Ehlers (CDU), Petra Fed­er­au (AfD), der parteilose Gas­tronom Heiko Stein­müller, Dr. Aileen Wos­ni­ak (ASK), Mas­si­mo De Mat­teis (Volt) sowie Lars Schu­bert als Einzelka­n­di­dat.

Verfasssungstreue und Diskussion um Ermittlungen

Für Diskus­sio­nen sorgte ins­beson­dere die Kan­di­datur der AfD-Bewer­berin Petra Fed­er­au. Mehrere Mit­glieder des Wahlauss­chuss­es äußerten Zweifel an ihrer Ver­fas­sungstreue. Hin­ter­grund war eine anonyme, rund 80 Seit­en umfassende Zusam­men­stel­lung von Social-Media-Beiträ­gen. Rick­ert erk­lärte, das Mate­r­i­al lief­ere keine aus­re­ichen­den Tat­sachen, um Zweifel rechtlich zu begrün­den; zudem sei es anonym und nicht über­prüf­bar. In der Abstim­mung kam es zu einem Patt. Bei Stim­men­gle­ich­heit gab die Stimme der Stadt­wahllei­t­erin den Auss­chlag – sie entsch­ied sich für die Zulas­sung.

Auch die Kan­di­datur des parteilosen Bewer­bers Heiko Stein­müller war im Vor­feld öffentlich disku­tiert wor­den. Gegen ihn läuft ein Ermit­tlungsver­fahren wegen des Ver­dachts der Kör­per­ver­let­zung. Stein­müller wies die Vor­würfe vor dem Wahlauss­chuss zurück und ver­wies auf Video­ma­te­r­i­al, das seine Darstel­lung stützen solle. Der Wahlauss­chuss sah darin keinen Grund, die Kan­di­datur zu ver­sagen.