OB-Wahl in Schwerin:
Grüne setzen auf Mandy Pfeifer
Die Schweriner Grünen stellen sich hinter OB-Kandidatin Mandy Pfeifer. Eine deutliche Mehrheit des Kreisverbands sprach ihr bei der Mitgliederversammlung die Unterstützung für die Wahl am 12. April aus.

Die Schweriner Grünen stellen sich im Rennen um das Oberbürgermeisteramt hinter Mandy Pfeifer. Auf ihrer Mitgliederversammlung am 5. Februar sprach sich eine deutliche Mehrheit des Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen dafür aus, ihre Kandidatur bei der Wahl am 12. April 2026 zu unterstützen.
Zuvor hatten sich neben Pfeifer auch die Bewerber Sebastian Ehlers und Heiko Steinmüller den Mitgliedern vorgestellt und Fragen beantwortet. In der anschließenden Diskussion habe sich für viele Anwesende die größte inhaltliche Übereinstimmung mit Pfeifer ergeben, teilte der Kreisverband mit.
Grüne verzichten auf eigenen OB-Kandidaten
„Ich freue mich, dass unser Kreisverband so ein deutliches Votum abgegeben hat“, sagte Kreissprecherin Regina Dorfmann. Man arbeite bereits in der Stadtfraktion gut mit der SPD zusammen und erwarte von einer möglichen Oberbürgermeisterin Mandy Pfeifer, Themen wie Verkehrswende, die Bekämpfung sozialer Segregation und mehr Bürgerbeteiligung konsequent gemeinsam voranzubringen. In den kommenden Wochen sollen Gespräche geführt werden, um die Unterstützung weiter zu konkretisieren. Auf eine eigene Kandidatur hatten die Grünen verzichtet, um sich auf die anstehenden Landtagswahlen zu konzentrieren, wollen im OB-Wahlkampf aber mit eigenen Themen sichtbar bleiben.
Sieben Kandidaten zugelassen
Unterdessen hat der Wahlausschuss der Landeshauptstadt Schwerin am selben Tag in öffentlicher Sitzung im Stadthaus über die Zulassung der Wahlvorschläge entschieden. Nach Angaben von Stadtwahlleiterin Juliane Rickert waren alle Unterlagen fristgerecht und vollständig eingereicht worden, formale Mängel wurden nicht festgestellt. Alle eingereichten Kandidaturen wurden zugelassen.
Als Bewerberinnen und Bewerber für das Amt der Oberbürgermeisterin beziehungsweise des Oberbürgermeisters stehen damit fest: Mandy Pfeifer (SPD/Die Linke), Sebastian Ehlers (CDU), Petra Federau (AfD), der parteilose Gastronom Heiko Steinmüller, Dr. Aileen Wosniak (ASK), Massimo De Matteis (Volt) sowie Lars Schubert als Einzelkandidat.
Verfasssungstreue und Diskussion um Ermittlungen
Für Diskussionen sorgte insbesondere die Kandidatur der AfD-Bewerberin Petra Federau. Mehrere Mitglieder des Wahlausschusses äußerten Zweifel an ihrer Verfassungstreue. Hintergrund war eine anonyme, rund 80 Seiten umfassende Zusammenstellung von Social-Media-Beiträgen. Rickert erklärte, das Material liefere keine ausreichenden Tatsachen, um Zweifel rechtlich zu begründen; zudem sei es anonym und nicht überprüfbar. In der Abstimmung kam es zu einem Patt. Bei Stimmengleichheit gab die Stimme der Stadtwahlleiterin den Ausschlag – sie entschied sich für die Zulassung.
Auch die Kandidatur des parteilosen Bewerbers Heiko Steinmüller war im Vorfeld öffentlich diskutiert worden. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung. Steinmüller wies die Vorwürfe vor dem Wahlausschuss zurück und verwies auf Videomaterial, das seine Darstellung stützen solle. Der Wahlausschuss sah darin keinen Grund, die Kandidatur zu versagen.



