Grüne wollen, dass die Stadt beim Theater mitredet

Die Grünen möchten, dass die Landeshauptstadt auch in Zukunft ein Mitspracherecht beim Theater hat.

Mecklenburgisches Staatstheater Foto: Rita Gerlach-March

Mit einem Antrag zur Stadtvertretung fordert die bündnisgrüne Stadtfraktion den Oberbürgermeister auf, sich für das Theater stark zu machen. Die Stadt soll ihre Gesellschafteranteile von 10 Prozent behalten, um nicht jegliche Einflussmöglichkeit zu verlieren.  Die Zuschüsse der Stadt sollten dazu zukünftig den aktuellen Gesellschafteranteilen entsprechen. Damit würde statt bisher 6,6 Mio. Euro ein städtischer Zuschuss von rund 1,7 Mio. Euro von der Stadt getragen werden müssen.

Den Bündnisgrünen ist es wichtig, dass im Mecklenburgischen Staatstheater die notwendigen Rahmenbedingungen für künstlerische Freiheiten im Vordergrund stehen und nicht nur Sparzwänge regieren.   „Die Kulturpolitik des Landes ist leider nach wie vor konzeptionslos und außer Sparbemühungen kann man keine Linie erkennen.“, so die Stadtvertreterin und Mitglied des Kulturausschusses, Regina Dorfmann.

So schön es wäre, wenn die Stadt die knappen städtischen Gelder ausschließlich für andere Kulturprojekte einsetzen könnten, so gefährlich erscheint es den Grünen auch, wenn die Stadt gar kein Mitspracherecht mehr bei Entscheidungen rund um das Mecklenburgische  Staatstheater mehr hätte. „Deshalb fordern wir, dass die Stadt ihre Gesellschafteranteile behält, aber zukünftig auch nur für diese aufkommt. Und wir erwarten außerdem, dass die frei werdenden Mittel nicht nur zur Schuldentilgung eingesetzt werden, sondern zumindest teilweise für das kulturelle Leben in unserer Stadt ausgegeben werden.“, so Dorfmann. 

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