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Podcast-Tipp „Man müsste mal …“:
Neuer Podcast mit Gerd Kant – Warum Hacker nicht gleich Verbrecher sind

Von Kriminellen keine Spur – im Gegenteil: Im Schweriner „Hacklabor“ geht es um Aufklärung, Kreativität und gesellschaftliches Engagement.

  • Veröffentlicht Juli 11, 2025
Hacklabor Schwerin
Gerd Kant vom Hack­la­bor. Foto: pri­vat

„Bei Euch hackt’s wohl? Jet­zt ladet Ihr schon Com­put­er-Hack­er in den Pod­cast ein. Das sind doch Krim­inelle!“ – solche Kom­mentare mussten sich die Mach­er des Pod­casts „Man müsste mal …“ anhören, als sie verkün­de­ten, dass Gerd Kant vom Schw­er­iner „Hack­la­bor“ ihr näch­ster Gast sein würde.

Doch wer Gerd Kant ken­nt, weiß: Der Mann hat nichts mit Daten­klau oder ille­galen Machen­schaften zu tun. Kant ist Soft­ware-Entwick­ler, engagiertes Mit­glied im Vor­stand des Vere­ins Schw­er­iner Hack­space e.V. und damit Mitor­gan­isator des „Hack­labors“ im Tech­nolo­gie- und Gewer­bezen­trum (TGZ) an der Hagenow­er Chaussee – und das alles rein ehre­namtlich.

Technikbegeisterung trifft auf gesellschaftliches Engagement

Das „Hack­la­bor“ ist ein Ort für Men­schen mit Inter­esse am kreativ­en Umgang mit Tech­nik. Rund 60 Mit­glieder engagieren sich dort rund um The­men wie Hard­ware, Soft­ware, Daten­schutz und gesellschaftliche Entwick­lun­gen in der dig­i­tal­en Welt. Ein beson­der­er Schw­er­punkt liegt auf der Nach­wuchs­förderung – ins­beson­dere durch das „Jugend hackt Lab“, einem bun­desweit­en Net­zw­erk für tech­nikin­ter­essierte Jugendliche. Schw­erin ist der nördlich­ste Stan­dort des Pro­gramms.

Jeden dritten Samstag: Coden, Löten, Tüfteln

Junge Men­schen zwis­chen 12 und 18 Jahren tre­f­fen sich jeden drit­ten Sam­stag im Monat im Hack­la­bor. Gemein­sam mit erfahre­nen IT-Fach­leuten entwick­eln sie eigene Ideen, nehmen an Work­shops teil und ler­nen, wie Tech­nik sin­nvoll und kri­tisch einge­set­zt wer­den kann. Dabei geht es nicht nur ums Coden – son­dern auch um Aufk­lärung: Im let­zten Work­shop unter dem Titel „#unplugTrump“ standen soziale Net­zw­erke wie What­sApp, Tik­Tok und Insta­gram auf dem Prüf­s­tand.

„Wir haben uns ange­se­hen, wie die Geschäftsmod­elle funk­tion­ieren und warum viele dieser Ange­bote schein­bar kosten­los sind“, erk­lärt Gerd Kant. „Die entschei­dende Frage dabei: Was passiert mit deinen Dat­en?“ Ziel sei es nicht nur zu kri­tisieren, son­dern auch Alter­na­tiv­en aufzuzeigen – etwa freie Mes­sen­ger, dezen­trale soziale Net­zw­erke oder daten­schutzfre­undliche Such­maschi­nen.

Kleine Stadt – große Ideen

Ein weit­eres High­light sind die soge­nan­nten „Events“: Woch­enend­for­mate, bei denen Jugendliche in kleinen Teams an Pro­jek­ten zu gesellschaftlich rel­e­van­ten The­men arbeit­en – unter­stützt von pro­fes­sionellen Men­torin­nen. Zwar find­en die großen Ver­anstal­tun­gen in Städten wie Ham­burg, Berlin oder Köln statt, doch auch in Schw­erin bekom­men junge Tüft­lerin­nen bere­its einen inspiri­eren­den Vorgeschmack.

Und das Ange­bot ste­ht nicht nur Jugendlichen offen: Ob Pro­gram­mieren, 3D-Druck, Laser­cut­ting oder ein­fach nur die Neugi­er auf Tech­nik – im „Hack­la­bor“ ist jede*r willkom­men, der oder die Lust auf dig­i­tale Kreativ­ität hat.

Wer mehr über die Arbeit im Hack­la­bor und Gerd Kants Moti­va­tion erfahren möchte, dem sei die aktuelle Folge des Pod­casts „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerk­ing emp­fohlen. Dort gibt Kant span­nende Ein­blicke in ein Pro­jekt, das nicht nur Tech­nik ver­mit­telt, son­dern auch Ver­ant­wor­tung – und jun­gen Men­schen zeigt, wie sie mit ihren Fähigkeit­en tat­säch­lich die Welt verbessern kön­nen.

Zum Podcast

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