Podcast-Tipp „Man müsste mal …“:
Neuer Podcast mit Gerd Kant – Warum Hacker nicht gleich Verbrecher sind
Von Kriminellen keine Spur – im Gegenteil: Im Schweriner „Hacklabor“ geht es um Aufklärung, Kreativität und gesellschaftliches Engagement.

„Bei Euch hackt’s wohl? Jetzt ladet Ihr schon Computer-Hacker in den Podcast ein. Das sind doch Kriminelle!“ – solche Kommentare mussten sich die Macher des Podcasts „Man müsste mal …“ anhören, als sie verkündeten, dass Gerd Kant vom Schweriner „Hacklabor“ ihr nächster Gast sein würde.
Doch wer Gerd Kant kennt, weiß: Der Mann hat nichts mit Datenklau oder illegalen Machenschaften zu tun. Kant ist Software-Entwickler, engagiertes Mitglied im Vorstand des Vereins Schweriner Hackspace e.V. und damit Mitorganisator des „Hacklabors“ im Technologie- und Gewerbezentrum (TGZ) an der Hagenower Chaussee – und das alles rein ehrenamtlich.
Technikbegeisterung trifft auf gesellschaftliches Engagement
Das „Hacklabor“ ist ein Ort für Menschen mit Interesse am kreativen Umgang mit Technik. Rund 60 Mitglieder engagieren sich dort rund um Themen wie Hardware, Software, Datenschutz und gesellschaftliche Entwicklungen in der digitalen Welt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Nachwuchsförderung – insbesondere durch das „Jugend hackt Lab“, einem bundesweiten Netzwerk für technikinteressierte Jugendliche. Schwerin ist der nördlichste Standort des Programms.
Jeden dritten Samstag: Coden, Löten, Tüfteln
Junge Menschen zwischen 12 und 18 Jahren treffen sich jeden dritten Samstag im Monat im Hacklabor. Gemeinsam mit erfahrenen IT-Fachleuten entwickeln sie eigene Ideen, nehmen an Workshops teil und lernen, wie Technik sinnvoll und kritisch eingesetzt werden kann. Dabei geht es nicht nur ums Coden – sondern auch um Aufklärung: Im letzten Workshop unter dem Titel „#unplugTrump“ standen soziale Netzwerke wie WhatsApp, TikTok und Instagram auf dem Prüfstand.
„Wir haben uns angesehen, wie die Geschäftsmodelle funktionieren und warum viele dieser Angebote scheinbar kostenlos sind“, erklärt Gerd Kant. „Die entscheidende Frage dabei: Was passiert mit deinen Daten?“ Ziel sei es nicht nur zu kritisieren, sondern auch Alternativen aufzuzeigen – etwa freie Messenger, dezentrale soziale Netzwerke oder datenschutzfreundliche Suchmaschinen.
Kleine Stadt – große Ideen
Ein weiteres Highlight sind die sogenannten „Events“: Wochenendformate, bei denen Jugendliche in kleinen Teams an Projekten zu gesellschaftlich relevanten Themen arbeiten – unterstützt von professionellen Mentorinnen. Zwar finden die großen Veranstaltungen in Städten wie Hamburg, Berlin oder Köln statt, doch auch in Schwerin bekommen junge Tüftlerinnen bereits einen inspirierenden Vorgeschmack.
Und das Angebot steht nicht nur Jugendlichen offen: Ob Programmieren, 3D-Druck, Lasercutting oder einfach nur die Neugier auf Technik – im „Hacklabor“ ist jede*r willkommen, der oder die Lust auf digitale Kreativität hat.
Wer mehr über die Arbeit im Hacklabor und Gerd Kants Motivation erfahren möchte, dem sei die aktuelle Folge des Podcasts „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking empfohlen. Dort gibt Kant spannende Einblicke in ein Projekt, das nicht nur Technik vermittelt, sondern auch Verantwortung – und jungen Menschen zeigt, wie sie mit ihren Fähigkeiten tatsächlich die Welt verbessern können.
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