Prognose zeigt höhere Belastung:
Heizkosten steigen trotz gesunkener Energiepreise
Kühlere Temperaturen haben 2025 zu höherem Heizbedarf geführt. In Mecklenburg-Vorpommern rechnet Techem mit im Schnitt 5,8 Prozent höheren Heizkosten als im Vorjahr.

Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich für das vergangene Jahr auf steigende Heizkosten einstellen. Einer Prognose des Energiedienstleisters Techem zufolge sind die Heizkosten im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 5,8 Prozent gestiegen. Ursache dafür sind vor allem niedrigere Temperaturen, die zu einem höheren Heizbedarf geführt haben.
Nach Einschätzung von Techem wurde in den zurückliegenden Monaten deutlich mehr geheizt als im Jahr zuvor. Der Heizenergieverbrauch habe um rund 8,6 Prozent zugenommen. Trotz teilweise gesunkener Energiepreise reiche dieser Effekt aus, um insgesamt höhere Kosten für die Haushalte zu verursachen.
Besonders stark betroffen seien Haushalte, die mit Fernwärme versorgt werden. Für sie rechnet Techem mit einem Kostenanstieg von 10,2 Prozent. Auch Gaskundinnen und ‑kunden müssten demnach mit höheren Ausgaben rechnen: Hier wird ein Plus von 6,8 Prozent prognostiziert. Beim Strom steigen die Kosten laut Berechnung um 6,3 Prozent, während sich bei Heizöl ein leichter Rückgang von 0,3 Prozent ergeben soll.
Im bundesweiten Vergleich fällt der Kostenanstieg in Mecklenburg-Vorpommern allerdings moderat aus. Lediglich in Schleswig-Holstein seien die Heizkosten mit einem Plus von 2,8 Prozent noch geringer gestiegen. Auf dem dritten Platz folgt Niedersachsen mit einem Anstieg von 5,9 Prozent. Die stärksten Erhöhungen verzeichnet laut Prognose Baden-Württemberg, wo die Heizkosten um mehr als 14 Prozent gestiegen sein sollen.
Die Prognose basiert auf aktuellen Preisentwicklungen sowie Wetterdaten. Voraussetzung für die Berechnung ist, dass der Heizenergieverbrauch mit sinkenden Temperaturen gleichmäßig ansteigt. Wie hoch die tatsächliche Belastung für einzelne Haushalte ausfällt, hängt letztlich von der jeweiligen Wohnsituation, dem Heizsystem und dem individuellen Verbrauch ab.



