Di, 10. Februar 2026
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Prognose zeigt höhere Belastung:
Heizkosten steigen trotz gesunkener Energiepreise

Kühlere Temperaturen haben 2025 zu höherem Heizbedarf geführt. In Mecklenburg-Vorpommern rechnet Techem mit im Schnitt 5,8 Prozent höheren Heizkosten als im Vorjahr.

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  • Veröffentlicht Januar 15, 2026
Ist die „3” inzwichen schon Luxus? Foto: pri­vat

 

Die Men­schen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern müssen sich für das ver­gan­gene Jahr auf steigende Heizkosten ein­stellen. Ein­er Prog­nose des Energie­di­en­stleis­ters Techem zufolge sind die Heizkosten im Jahr 2025 im Ver­gle­ich zum Vor­jahr um durch­schnit­tlich 5,8 Prozent gestiegen. Ursache dafür sind vor allem niedrigere Tem­per­a­turen, die zu einem höheren Heizbe­darf geführt haben.

Nach Ein­schätzung von Techem wurde in den zurück­liegen­den Monat­en deut­lich mehr geheizt als im Jahr zuvor. Der Heizen­ergie­ver­brauch habe um rund 8,6 Prozent zugenom­men. Trotz teil­weise gesunken­er Energiepreise reiche dieser Effekt aus, um ins­ge­samt höhere Kosten für die Haushalte zu verur­sachen.

Beson­ders stark betrof­fen seien Haushalte, die mit Fer­n­wärme ver­sorgt wer­den. Für sie rech­net Techem mit einem Kos­te­nanstieg von 10,2 Prozent. Auch Gaskundin­nen und ‑kun­den müssten dem­nach mit höheren Aus­gaben rech­nen: Hier wird ein Plus von 6,8 Prozent prog­nos­tiziert. Beim Strom steigen die Kosten laut Berech­nung um 6,3 Prozent, während sich bei Heizöl ein leichter Rück­gang von 0,3 Prozent ergeben soll.

Im bun­desweit­en Ver­gle­ich fällt der Kos­te­nanstieg in Meck­len­burg-Vor­pom­mern allerd­ings mod­er­at aus. Lediglich in Schleswig-Hol­stein seien die Heizkosten mit einem Plus von 2,8 Prozent noch geringer gestiegen. Auf dem drit­ten Platz fol­gt Nieder­sach­sen mit einem Anstieg von 5,9 Prozent. Die stärk­sten Erhöhun­gen verze­ich­net laut Prog­nose Baden-Würt­tem­berg, wo die Heizkosten um mehr als 14 Prozent gestiegen sein sollen.

Die Prog­nose basiert auf aktuellen Preisen­twick­lun­gen sowie Wet­ter­dat­en. Voraus­set­zung für die Berech­nung ist, dass der Heizen­ergie­ver­brauch mit sink­enden Tem­per­a­turen gle­ich­mäßig ansteigt. Wie hoch die tat­säch­liche Belas­tung für einzelne Haushalte aus­fällt, hängt let­ztlich von der jew­eili­gen Wohn­si­t­u­a­tion, dem Heizsys­tem und dem indi­vidu­ellen Ver­brauch ab.