„Hochglanzprodukt“ Frauen Volleyball: Wo Frauensport den Männersport übertrifft

Während die Fußball-Bundesliga der Frauen selbst auf DAZN nur eine Randerscheinung im wöchentlichen Sportprogramm ist und man beim Kicker online man meist weit scrollen muss, um Frauenfußball zu finden, sieht das bei den Volleyballerinnen ganz anders aus.

Der Frauensport ist hierzulande Nummer 1 und während die Männer kriseln, erfreuen sich die Frauen größter Beliebtheit.

 

Nervenkitzel und Spaß am Sport

Stand einem in der Welt vor Corona der Kopf nach professionellem Sport, konnte man sich in der Saison 36 Ligaspiele der Volleyballerinnen live auf Sport1 ansehen. Oder es ging gleich Live zu den Spielen in Schwerin, Stuttgart, Vilsbiburg, Dresden, Aachen und den ganzen anderen Mannschaften in der Bundesrepublik. Mehr als 1.500 Zuschauer konnten es werden. Bei Heimspielen oder Begegnungen in der Champions League wurden leicht mehr als 2.000 Besucher gezählt. Allen voran die zwölffachen Deutschen Meisterinnen aus Schwerin sorgten in der Königsklasse, der Champions League, zusammen mit den Volleyballerinnen aus Stuttgart für Furore. Heute sieht das Corona-bedingt allerdings anders aus, da immer mehr Teile des Einzelhandels in Schwerin schließen und es ebenfalls bei den Partien der Volleyball-Bundesliga zu Ausfällen und Verlegungen kommt.

Wie beliebt die Sportart ist, zeigt ebenfalls das Interesse vieler, hier die eine oder andere Sportwette zu platzieren. Denn beste Wettquoten im Rahmen der Volleyball Frauen Bundesliga sorgen für die Aussicht auf einen Gewinn und das Extra an Nervenkitzel. Selbstverständlich ist das Platzieren einer Sportwette immer mit dem nötigen Maß an Verantwortung durchzuführen. Zudem zeigt sich derzeit, wie eng es unter den Mannschaften zugeht. Denn die Finalserie hat allerhand zu bieten, wie sich unlängst in den Spielen zwischen der DSC Volleyball Damen und der Allianz MTV Stuttgart zeigte. Allerdings kommt es aufgrund der Pandemie derzeit immer wieder zu Problemen mit der Planbarkeit. Ein Umstand, der für alle Beteiligten nicht nur finanziell schwer erträglich ist.

 

Moderner Sport für Frauen mit riesigem Potenzial

Nicht von der Hand zu weisen ist dabei immer noch, dass die Volleyballerinnen im Gegensatz zu ihrem männlichen Pendant erfolgreicher sind, wenn es um den Sport geht. Zum einen werden die Sportlerinnen und Sportler nahezu gleich bezahlt. Aber auch die Budgets liegen auf Augenhöhe. In diesem Punkt zeigt sich dann auch, warum die Volleyball-Bundesliga der Frauen noch vor allen anderen Sportarten steht. Hier wurden für das Geschäftsjahr 2018 alleine 1,2 Millionen Euro an Budget im Durchschnitt freigegeben. Der Fußball liegt bei einer Million, für die Frauenclubs in dem Bereich Handball sind es knapp eine Million und die Basketballerinnen müssen sich gerade einmal mit der Hälfte begnügen.

Hinzukommt, dass sich die Frauen-Volleyball-Bundesliga medial sehr gut verkauft. So überträgt Sport1 Spiele der Bundesliga live. Mit einer Einschaltquote von mehr als 75.000 Zuschauern pro Spiel deutet sich schon an, dass das Feld der Interessierten wächst. Zu Spitzenpartien waren es auch schon 170.000 Menschen. Zahlen, die sich in anderen Frauensportarten kaum erreichen lassen.

Nicht vergessen werden darf allerdings, dass der Sport unter Frauen weniger Konkurrenz hat. Zwar schickt sich ebenfalls die Fußballsparte an, moderner und vor allem präsenter zu werden – allerdings müssen die Frauen nicht wie die Männer mit dem Milliardengeschäft der Bundesliga konkurrieren. Ein Umstand, der den Volleyballerinnen durchaus in die Karten spielt. Darüber hinaus ist für die Zukunft geplant, die Vermarktung noch deutlich zu verbessern.

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