Gassi-Schwimmen im Schweriner See:
Ortsteilvertretung gegen Hundebereich am Zippendorfer Strand
Die CDU möchte einen Hundestrand in Zippendorf. Grüne plädieren für einen einjährigen Test, die AfD für Prüfungen weiterer Flächen. Die Ortsteilvertretung lehnt ab.

“Im gesamten Uferbereich des Schweriner Sees gilt grundsätzlich ein Anleingebot für Hunde”, darauf verweist die Schweriner Verwaltung in ihrer Stellungnahme zum CDU-Antrag. Die möchte, dass ein 50m bis 100m langer Bereich des 600m langen Strandes als Hundestrand ausgewiesen wird. Das soll eine Wertschätzung an die Hundesteuerzahler von knapp 4.000 Vierbeinern im Stadtgebiet sein, so die CDU. Kosten solle es nicht viel, da nur Schilder aufgestellt werden müssen. Die aktuelle Strandordnung verbietet es Hunde mit an den Zippendorfer Strand zu nehmen. Das liegt daran, dass der Schweriner See als EU– Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist und freilaufende und badende Hunde deshalb nicht zulässig seien, argumentiert die Verwaltung. Außerdem gäbe es bereits genug Hundestrände in der Stadt.
Andere Fraktionen, andere Ideen
Die AfD möchte deshalb, dass die Verwaltung diese Hundestrände auf www.schwerin.de besser erkennbar macht. Wie bereits bei den Auslaufflächen für Hunde, sollen auch Hundestrände auf einer Karte zu sehen sein. Mit der Erstellung soll die Verwaltung beauftragt werden. Die Verwaltung sieht auch diese Aufgabe kritisch, da Schwimmbereiche für Hunde nur schwer auf einer Karte darstellbar sein sollen. Außerdem soll der amtierende Oberbürgermeister prüfen, ob noch weitere Hundestrände eingerichtet werden können. Die Fraktion Grüne/Die Partei möchte, wie die CDU, einen Hundebereich am Zippendorfer Strand. Aber nur für ein Jahr als Testphase. Danach soll geprüft werden, ob Gassi-Schwimmen am Zippendorfer Strand dauerhaft ermöglicht werden soll.
Ortsteilvertretung gegen Hundestrand in Zippendorf
In ihrer Sitzung am Mittwoch (28.01.2026) sprach sich die Vertretung der Zippendorfer einstimmig gegen alle drei Vorschläge aus, so der Vorsitzende Dietmar Tackmann (FDP). Auch wenn es eine schöne Idee sei, gäbe es genug Orte damit Vierbeiner ins Wasser können und dafür müsse man nicht den schönsten Strand der Stadt nehmen, so Tackmann weiter. Die Lokalpolitiker haben zwar alle bei allen Vorschlägen mit “Nein” gestimmt, bieten der Verwaltung aber eine andere Idee: Östlich vom Zippendorfer Strand liegen andere Buchten am Schweriner See. Die Verwaltung muss nun bewerten, ob dort ein Hundebereich eingerichtet werden kann oder ob es Konflikte mit dem Vogelschutzgebiet gibt.

Leinenpflicht in vielen Teilen Schwerins
Im Uferbereich einiger Seen und in Teilen der Innenstadt gilt eine generelle Leinenpflicht. Auf sechs verschiedenen Hundeauslaufflächen im Stadtgebiet können Vierbeiner frei laufen. Ins Wasser sollen Hunde generell nur angeleint, darauf verweist die Verwaltung auch mehrmals in ihren Stellungnahmen zu den Anträgen.
Genauere Infos und Karten gibt es hier.
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