Sa, 18. April 2026
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Mitbestimmung im Betrieb:
IG BAU ruft zu Betriebsratswahlen in Schwerin auf

Die IG BAU ruft Beschäftigte in Schwerin zur Teilnahme an Betriebsratswahlen auf. In vielen Unternehmen gibt es bislang noch keine Interessenvertretung.

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  • Veröffentlicht April 8, 2026
Weniger Konflikte im Betrieb? Gewerkschaft setzt auf Betriebsräte. Foto: IG BAU
Weniger Kon­flik­te im Betrieb? Gew­erkschaft set­zt auf Betrieb­sräte. Foto: IG BAU

 

Die Indus­triegew­erkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat Beschäftigte in Schw­erin dazu aufgerufen, sich an den laufend­en Betrieb­sratswahlen zu beteili­gen. Die Wahlen find­en noch bis Ende Mai statt und sind in allen Betrieben möglich, in denen min­destens fünf Mitar­bei­t­ende beschäftigt sind.

Nach Angaben der Gew­erkschaft gibt es in Schw­erin rund 3.330 Unternehmen mit ins­ge­samt etwa 59.500 Beschäftigten. In knapp der Hälfte dieser Betriebe – rund 48 Prozent – beste­ht dem­nach die Möglichkeit, erst­mals einen Betrieb­srat zu wählen.

Der Bezirksvor­sitzende der IG BAU Meck­len­burg, Klaus-Peter Tiede­mann, sieht ins­beson­dere im Handw­erk noch Nach­holbe­darf. Ger­ade in Bau­un­ternehmen sowie in Maler- und Dachdecker­be­trieben gebe es häu­fig noch keine betriebliche Inter­essen­vertre­tung.

Auch in der Gebäud­ere­ini­gung sei die Ein­rich­tung von Betrieb­sräten aus Sicht der Gew­erkschaft wichtig. Hin­ter­grund seien wiederkehrende Kon­flik­te, etwa bei Dien­st­plä­nen, Urlaub­sregelun­gen oder Zuschlä­gen für Sonn- und Feiertagsar­beit. Zudem komme es vor, dass tar­i­flich vere­in­barte Löhne nicht gezahlt wür­den.

Betrieb­sräte übernehmen eine zen­trale Rolle als Ver­mit­tler zwis­chen Beschäftigten und Unternehmensleitung. Sie kön­nen bei Kon­flik­ten im Betrieb unter­stützen, sich für den Erhalt von Arbeit­splätzen ein­set­zen und bei Fra­gen der Aus- und Weit­er­bil­dung mitwirken.

Die IG BAU betont, dass Betriebe mit Betrieb­srat häu­fig bessere Arbeits­be­din­gun­gen aufweisen. Beschäftigte, die Inter­esse an der Grün­dung eines Betrieb­srats haben, kön­nen sich bei der Gew­erkschaft berat­en lassen.