Mitbestimmung im Betrieb:
IG BAU ruft zu Betriebsratswahlen in Schwerin auf
Die IG BAU ruft Beschäftigte in Schwerin zur Teilnahme an Betriebsratswahlen auf. In vielen Unternehmen gibt es bislang noch keine Interessenvertretung.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat Beschäftigte in Schwerin dazu aufgerufen, sich an den laufenden Betriebsratswahlen zu beteiligen. Die Wahlen finden noch bis Ende Mai statt und sind in allen Betrieben möglich, in denen mindestens fünf Mitarbeitende beschäftigt sind.
Nach Angaben der Gewerkschaft gibt es in Schwerin rund 3.330 Unternehmen mit insgesamt etwa 59.500 Beschäftigten. In knapp der Hälfte dieser Betriebe – rund 48 Prozent – besteht demnach die Möglichkeit, erstmals einen Betriebsrat zu wählen.
Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Mecklenburg, Klaus-Peter Tiedemann, sieht insbesondere im Handwerk noch Nachholbedarf. Gerade in Bauunternehmen sowie in Maler- und Dachdeckerbetrieben gebe es häufig noch keine betriebliche Interessenvertretung.
Auch in der Gebäudereinigung sei die Einrichtung von Betriebsräten aus Sicht der Gewerkschaft wichtig. Hintergrund seien wiederkehrende Konflikte, etwa bei Dienstplänen, Urlaubsregelungen oder Zuschlägen für Sonn- und Feiertagsarbeit. Zudem komme es vor, dass tariflich vereinbarte Löhne nicht gezahlt würden.
Betriebsräte übernehmen eine zentrale Rolle als Vermittler zwischen Beschäftigten und Unternehmensleitung. Sie können bei Konflikten im Betrieb unterstützen, sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen und bei Fragen der Aus- und Weiterbildung mitwirken.
Die IG BAU betont, dass Betriebe mit Betriebsrat häufig bessere Arbeitsbedingungen aufweisen. Beschäftigte, die Interesse an der Gründung eines Betriebsrats haben, können sich bei der Gewerkschaft beraten lassen.




