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Warnung vor weiteren Kosten:
IHK kritisiert geplante Erhöhung der Wassergebühren

Die IHK zu Schwerin warnt vor den Folgen der geplanten Wassergebührenerhöhung in Mecklenburg-Vorpommern. Präsident Belke sieht den Wirtschafts- und Wohnstandort dadurch erheblich gefährdet.

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  • Veröffentlicht Juli 18, 2024
IHK-Präsi­dent Matthias Belke warnt vor mehreren neg­a­tiv­en Fol­gen der geplanten Erhöhung der Wasserge­bühren durch die Lan­desregierung Meck­len­burg-Vor­pom­merns. Foto: IHK zu Schw­erin

Die Indus­trie- und Han­del­skam­mer (IHK) zu Schw­erin hat die Lan­desregierung Meck­len­burg-Vor­pom­merns wegen der geplanten Erhöhung der Wasserge­bühren scharf kri­tisiert. IHK-Präsi­dent Matthias Belke warnte, dass diese Maß­nahme schädlich für den Wirtschafts- und Wohn­stan­dort Meck­len­burg-Vor­pom­mern sei.

Belke betonte, dass die Auswirkun­gen der leicht sink­enden Infla­tion noch nicht bei den Unternehmen und Ver­brauch­ern angekom­men seien. „Auch wenn Min­is­ter Back­haus die prog­nos­tizierten Auswirkun­gen auf den Preis von Kartof­feln oder Möhren als ger­ing bew­ertet, wer­den die anste­hen­den Kos­te­nan­pas­sun­gen alle tre­f­fen,” erk­lärte Belke. Sowohl Vor­liefer­pro­duk­te als auch End­pro­duk­te wür­den dadurch teur­er wer­den.

Negatives Signal für die Wohnungswirtschaft

Die IHK zu Schw­erin weist darauf hin, dass Meck­len­burg-Vor­pom­mern sich in einem regionalen und über­re­gionalen Wet­tbe­werb befinde und alle stan­dort­be­zo­ge­nen Kosten bei jed­er Erweiterungs- oder Ansied­lungsentschei­dung auf den Prüf­s­tand kämen. Belke kri­tisierte, dass Meck­len­burg-Vor­pom­mern bere­its bei den Net­zent­gel­ten bun­desweit Spitzen­re­it­er sei und auch die Grund­s­teuer sowie die Wass­er- und Abwasserkosten nur eine Rich­tung ken­nten: nach oben.

Beson­ders besorgt zeigte sich die IHK über die geplante Ver­dopplung der Gebühr für die Grund­wasser­ent­nahme auf 20 Cent pro Kubik­me­ter. Belke wies darauf hin, dass die extrem gestiege­nen Baukosten, das knappe und teure Bauland sowie die explodieren­den Nebenkosten in den Bere­ichen Strom, Gas und Fer­n­wärme den Stan­dort für Immo­bilien­in­vesti­tio­nen zunehmend unat­trak­tiv macht­en.

Abschließend forderte Belke von der Lan­desregierung ein weit­sichtiges Augen­maß: „Nur so kann der Wirtschafts- und Wohn­stan­dort Meck­len­burg-Vor­pom­mern sich behaupten und im Wet­tbe­werb um Investi­tio­nen beste­hen.”