Sa, 18. April 2026
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Traditionslokal, Ferienhaus, Feuerwehrturm:
Seltene Immobilien aus MV werden versteigert

Vom Schipperhus bis zum Feuerwehrturm: Bei der Frühjahrsauktion in Hamburg kommen außergewöhnliche Immobilien aus Mecklenburg-Vorpommern unter den Hammer: vom Traditionslokal bis zum Ferienhaus.

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  • Veröffentlicht Februar 19, 2026
Dieser Feuer­wehrschlauch­turm in Lud­wigslust soll unter anderem unter den Ham­mer kom­men.
Foto: Nord­deutsche Grund­stück­sauk­tio­nen AG

 

Bei der Früh­jahrs-Auk­tion der Nord­deutschen Grund­stück­sauk­tio­nen AG (NDGA) am 5. März in Ham­burg ste­hen wieder zahlre­iche Immo­bilien aus Nord­deutsch­land zum Verkauf. Ins­ge­samt wer­den 32 Objek­te aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Bre­men, Ham­burg, Nieder­sach­sen und Schleswig-Hol­stein aufgerufen. Die Summe der Min­dest­ge­bote liegt bei rund 1,9 Mil­lio­nen Euro. Ein Schw­er­punkt liegt dabei erneut im Nor­dosten – und dies­mal sind beson­ders außergewöhn­liche Objek­te darunter.

Zu den Höhep­unk­ten zählt das Tra­di­tion­slokal „Schip­per­hus“ im Ost­see­bad Dier­ha­gen. Das Restau­rant befind­et sich in einem um 1750 errichteten Reet­dachhaus in Dier­ha­gen-Dorf und gilt als beliebter Tre­ff­punkt für Ein­heimis­che und Urlauber. Das Gebäude macht einen gepflegten Ein­druck und ver­fügt über rund 194 Quadrat­meter Nutzfläche, eine voll aus­ges­tat­tete gewerbliche Küche sowie einen Gas­traum mit derzeit 38 Sitz­plätzen. In den Som­mer­monat­en bietet eine großzügige Außen­ter­rasse Platz für weit­ere 45 Gäste. Ein­rich­tung und Ausstat­tung sind Teil der Auk­tion, eben­so ein Park­platz auf dem etwa 795 Quadrat­meter großen Grund­stück. Das Min­dest­ge­bot liegt bei 299.000 Euro. Aus der Gemeinde heißt es, man würde eine Wieder­eröff­nung der Gast­stätte aus­drück­lich begrüßen.

Traditionslokal und Ferienhaus sucht neue Besitzer

Auf reges Inter­esse dürfte auch ein erfol­gre­ich betriebenes Ferienob­jekt in Mönchgut Thies­sow auf Rügen stoßen. Das Apparte­men­thaus „Hoff­nung“ mit acht indi­vidu­ell gestal­teten Ferien­woh­nun­gen ste­ht für ein Min­dest­ge­bot von 480.000 Euro im Kat­a­log. Auf dem Hof ste­hen acht Pkw-Stellplätze zur Ver­fü­gung. Zulet­zt wur­den mit dem Objekt Ein­nah­men von rund 60.000 Euro pro Jahr erzielt. Errichtet wurde das Gebäude ursprünglich um 1920.

Eine beson­dere Immo­bilie ist zudem ein soge­nan­nter „gesichert­er Meet­ing-Point“ in Ros­tock. Der erst um 2021 errichtete Stahlbe­ton­bau im Gewer­bege­bi­et der Kröpe­lin­er-Tor-Vorstadt am west­lichen Ufer der Unter­warnow besticht durch mod­erne Architek­tur und ein umfassendes Sicher­heit­skonzept.

Außergewöhnliche Objekte in Rostock und Ludwigslust

Das freis­te­hende Mod­ul­ge­bäude ist erhöht posi­tion­iert und ver­mit­telt bere­its äußer­lich Exk­lu­siv­ität und Schutz. Das Min­dest­ge­bot beträgt 390.000 Euro. Eben­falls in Ros­tock, im Ort­steil See­bad Diedrichsha­gen, kommt ein mehr als 10.000 Quadrat­meter großes Grund­stück unter den Ham­mer. Es wird derzeit land­wirtschaftlich genutzt, gren­zt direkt an den Park­platz „Strand West Warnemünde“ und ist ab 19.000 Euro zu haben.

Auch Lieb­haber außergewöhn­lich­er Objek­te find­en bei der Auk­tion passende Ange­bote. In Lud­wigslust ste­ht ein his­torisch­er Feuer­wehrschlauch­turm aus der Zeit um 1931 zum Verkauf. Der leer­ste­hende Turm ver­fügt über fünf Geschosse, die über eine steile Holztreppe erre­ich­bar sind, und weist Sanierungs­be­darf auf. Mehrere pos­i­tive Bau­vorbeschei­de für mögliche Nutzun­gen – von Wohnen über Gewerbe bis hin zu einem Ferienob­jekt – liegen bere­its vor. Das Min­dest­ge­bot liegt bei 50.000 Euro.

Viel Entwicklungspotenzial in der Seenplatte

Im Land­kreis Meck­len­bur­gis­che Seen­plat­te kom­men zudem mehrere Immo­bilien mit Entwick­lungspoten­zial zur Ver­steigerung. Im Hohen­mock­er Ort­steil Strehlow ste­ht ein stark sanierungs­bedürftiges Mehrfam­i­lien­haus aus dem Jahr 1920 mit vier über­wiegend ver­mi­eteten Wohnein­heit­en zum Min­dest­ge­bot von 15.500 Euro. In Neustre­litz wer­den gle­ich zwei denkmalgeschützte Mehrfam­i­lien­häuser ange­boten: ein leer­ste­hen­des Gebäude aus der Zeit um 1890 mit einem Min­dest­ge­bot von 5.000 Euro sowie ein weit­eres, eben­falls sanierungs­bedürftiges Haus aus dem Jahr um 1928. Für let­zteres liegen bere­its Genehmi­gun­gen für eine umfassende Sanierung und den Neubau eines zusät­zlichen Wohn­haus­es mit acht Wohnein­heit­en auf dem Grund­stück vor. Das Auk­tion­slim­it beträgt hier 49.000 Euro.

Neben diesen Objek­ten find­en sich im Auk­tion­skat­a­log weit­ere Ein­fam­i­lien­häuser, Erhol­ungsim­mo­bilien sowie Wald‑, Ack­er- und Garten­flächen. Der Kat­a­log ist online abruf­bar oder kann postal­isch ange­fordert wer­den.

Nach Angaben der Nord­deutschen Grund­stück­sauk­tio­nen AG wer­den auss­chließlich Immo­bilien ver­steigert, die von den Eigen­tümern frei­willig ein­geliefert wur­den. Gebote kön­nen vor Ort, tele­fonisch oder schriftlich abgegeben wer­den. Voraus­set­zung ist eine rechtzeit­ige Reg­istrierung als Bieter.

Die Früh­jahrs-Auk­tion find­et am Don­ner­stag, 5. März 2026, ab 11 Uhr im Haus der Patri­o­tis­chen Gesellschaft in Ham­burg (Trost­brücke 4–6, Reimarus-Saal) statt.