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Funktionskleidung:
In Deutschland wird Outdoor-Bekleidung zum urbanen Stil – mit einem Markt von über 12 Milliarden Dollar

Zwischen Gorpcore und Techwear bestätigt sich der deutsche Outdoor-Markt als der größte Europas und wird bis 2034 weiter wachsen

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  • Veröffentlicht September 24, 2026
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Foto: Unsplashed.

 

Deutsch­land bestätigt sich als ein­er der dynamis­chsten und reif­sten Märk­te Europas für Out­door-Bek­lei­dung. Der Sek­tor erre­ichte im Jahr 2025 einen Wert von 12,72 Mil­liar­den Dol­lar und soll bis 2034 auf 22,99 Mil­liar­den Dol­lar anwach­sen, mit ein­er jährlichen Wach­s­tum­srate (CAGR) von 6,77 % im Zeitraum 2026–2034. Zahlen, die das Land an die Spitze der europäis­chen Land­schaft posi­tion­ieren, wo es die Mark­t­führerschaft nach Mark­t­größe bis 2034 behaupten wird.

Im Mit­telpunkt des Phänomens ste­ht die Info­grafik „Von der Per­for­mance zum Style: Wenn Funk­tion­sklei­dung zur Mode wird”, real­isiert von Beretta, einem ital­ienis­chen Unternehmen, das führend in der Her­stel­lung von Sportaus­rüs­tung ist. Diese Wach­s­tum­skurve fügt sich in ein eben­so pos­i­tives glob­ales Szenario ein: Der weltweite Markt für Out­door-Bek­lei­dung erre­ichte 2025 die Marke von 165 Mil­liar­den Dol­lar und soll bis 2031 auf 229 Mil­liar­den Dol­lar anwach­sen.

Diese Entwick­lung in Deutsch­land lässt sich mit einem ganz deutschen Begriff beschreiben: Funk­tion­sklei­dung – Klei­dungsstücke, die darauf aus­gelegt sind, unter ver­schiede­nen kli­ma­tis­chen Bedin­gun­gen Funk­tion­al­ität und Kom­fort zu bieten. Ursprünglich aus dem Sport­bere­ich stam­mend, hat sich das Konzept zunehmend auf den All­t­ag aus­geweit­et – vom Weg zur Arbeit über Spaziergänge im Stadtzen­trum bis hin zu Einkäufen und Reisen – und ist zum Aus­druck eines Stils gewor­den, der Nüt­zlichkeit und Prak­tik­a­bil­ität über for­male Ästhetik stellt.

 

In diesem Szenario existieren zwei unter­schiedliche Strö­mungen nebeneinan­der: Tech­wear, die urbane und anspruchsvollere Ver­sion von Streetwear, konzip­iert für eine als feindlich wahrgenommene Stad­tumge­bung, und Gor­p­core, authen­tis­ch­er und boden­ständi­ger, der Trekkingk­lei­dung in die Stadt bringt. Unter­schiedliche Stile, die diesel­ben tech­nis­chen und leis­tungsstarken Mate­ri­alien gemein­sam haben.

Zu Sym­bol­fig­uren des Gor­p­core als pop­kul­turelles Phänomen wur­den Frank Ocean, Rihan­na und Bel­la Hadid mit ikonis­chen Looks auf Lauf­ste­gen und inter­na­tionalen Büh­nen. Ein Moment, den Carl Tillessen, Direk­tor des DMI (Deutsches Mode-Insti­tut), als entschei­dend beze­ich­net hat, um «Out­door-Bek­lei­dung in den Sta­tus eines pop­kul­turellen Phänomens zu erheben».

Zu den Klei­dungsstück­en, die diesen Über­gang vom Berg in die Stadt am besten verkör­pern, zählen wasserdichte Jack­en und tech­nis­che Shell­jack­en, geschätzt für ihren Schutz bei min­i­mal­is­tis­chem Look, sowie Trekkingschuhe, deren Design sich zunehmend Lifestyle-Sneak­ern annähert.

Der Fall Deutsch­land bestätigt einen glob­alen Trend: Die Mode bewegt sich hin zu immer viel­seit­igeren Klei­dungsstück­en, in denen Leis­tung und Stil im sel­ben Pro­dukt zusam­menkom­men – und beschle­u­nigt damit die Entwick­lung des gesamten Out­door-Sek­tors in Europa und weltweit.